Was Sie über die Energieeffizienzklasse einer Wohnung wissen sollten

Seit 2014 sind Vermieter dazu verpflichtet, bei ausgeschriebenen Mietwohnungen über den Energieverbrauch zu informieren. Unser Beitrag verschafft Ihnen einen Überblick über das gesamte Thema. Dabei werden die diversen Energieeffizienzklassen einer Wohnung beleuchtet.

Die Energieeffizienzklasse einer Wohnung zeigt Ihren Mietern auf den ersten Blick, wie gut oder schlecht der energetische Zustand der Immobilie ist und wie viel Energie die Wohnung genau verbraucht. Folglich steht die Energieeffizienzklasse der Wohnung für die energetische Qualität des jeweiligen Gesamtgebäudes – also auch für die Standards der Dämmung sowie die der Heizungsanlage, welche 2002 zusammengeführt wurden. Zudem ist die Energieeffizienzklasse einer Wohnung fest in der Energieeinsparverordnung (EnEV) verankert.

Welche Energieklassen für Wohnungen gibt es?

Während die effizienteste Energieklasse A+ einen Verbrauch von unter 30 kWh/m²a verzeichnet, liegt der Energieverbrauch bei der Energieeffizienzklasse H mit über 250 kWh/m²a am höchsten. A+ bis Energieeffizienzklasse B einer Wohnung sind vorwiegend die Standards für Neubauten. In der Regel wird ab der Energieklasse C bei Wohnungen von einem eher älteren sowie unmodernen Bau gesprochen.

  • Je höher bei einer Wohnung die Energieeffizienzklasse ist, desto größer ist der Energieverbrauch, wodurch ebenfalls die Heizkosten pro m² größer sind.
  • Je niedriger bei einer Wohnung die Energieeffizienzklasse ist, desto kleiner ist der Energieverbrauch, wodurch ebenfalls die Heizkosten pro m² geringer sind.

Wie verbessere ich die Energieeffizienzklasse meiner Wohnung?

Jede Kilowattstunde weniger auf dem Stromzähler schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel. Daher ist oftmals eine Sanierung notwendig, wenn die Energieeffizienzklasse des Gebäudes verbessert werden soll. In der Sanierung werden dann die Baumaßstäbe auf das aktuelle Niveau angehoben. Dazu gehören:

  • Heizungsanlagen
  • Dach und Fassade
  • Brennwertkessel
  • Klimageräte
  • Wasserboiler oder Durchlauferhitzer
energieklasse wohnung
Glühbirne

Hinweis: Wenn möglich, sollte ein Teil der Energie mit Photovoltaik erzeugt werden. Diese umweltschonende Variante ist zwar in der Anschaffung aufwendiger, spart letztendlich aber viele Kosten.

Wichtige Begriffe und Kennzahlen im Kontext der Energieeffizienzklassen einer Wohnung

Der erste Terminus ist der Energieausweis. Er ist ein wichtiges Formular für Sie als Vermieter, da dort die energetische Qualität des Gebäudes beschrieben wird und Sie daran die Energieeffizienzklasse der Wohnung erkennen können.

Mittlerweile müssen Sie den Energieausweis unaufgefordert vorlegen, noch bevor Ihr Kunde die Immobilie erwirbt. In unserem Shop können Sie diesen schnell und einfach bestellen.

Wussten Sie übrigens, dass der Energieausweis für eine Immobilie auch bei einem Schornsteinfeger gekauft werden kann? Dieser hat die entsprechende Erfahrung und Ausbildung für eine solche Ausstellung.

Ein weiterer wichtiger Parameter, den Sie kennen sollten, ist die Gradtagzahl.
Diese Zahl in Zusammenhang mit dem Heizgradtag wird zur Berechnung des Heizwärmebedarfs während der Heizperiode herangezogen. Dadurch kann der Zusammenhang zwischen Raumtemperatur sowie Außenlufttemperatur dargestellt werden, wodurch sich wiederum die Heizkosten und der Bedarf an Heizstoff kalkulieren lassen.

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