Umlagefähige Betriebskosten – das dürfen Sie als Vermieter abrechnen

Immobilienbesitzer können einige der laufenden Betriebskosten auf Ihre Mieter umlegen. Jedoch sind nicht alle Posten gleich umlagefähige Betriebskosten. Welche Ausgaben Sie als Vermieter auf Ihre Mieter umlegen dürfen und wie lange Sie hierfür Zeit haben, klären wir in diesem Artikel.

Die jährliche Betriebskostenabrechnung ist immer wieder nervenaufreibend und Vermieter stellen sich regelmäßig die Frage, welche Kosten sie auf ihre Mieter umlegen dürfen und welche nicht.

Umlagefähige Betriebskosten – das dürfen Sie auf Ihre Mieter umlegen

Umlagefähige Betriebskosten sind jene Kosten, die Sie auf Ihre Mieter umlegen dürfen. Diese sind in §556 Abs. 1 S. 1 und 2 im BGB und in den §§ 1 und 2 der BetrKV festgehalten. Umlagefähige Betriebskosten für Sie als Vermieter sind demnach unter anderem die Kosten der Grundsteuer, da diese zu den „laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks“ gehören. Zudem gehören Abwasser, Müllbeseitigung sowie Heiz- und Warmwasser zu den Betriebskosten bei einer Vermietung, die Sie nicht selbst tragen müssen. Jedoch können Sie weit mehr Betriebskosten Ihres Hauses umlegen als diese. Einen Überblick geben wir Ihnen hier:

umlagefaehige Betriebskosten

Namentlich sind die folgenden Posten umlegbaren Betriebskosten:

  • Grundsteuer
  • Abwassergebühr
  • Heizung und Warmwasser
  • Müllbeseitigung
  • Gebäude – und Straßenreinigung
  • Aufzugkosten
  • Gartenpflege
  • Beleuchtungskosten
  • Sach – und Haftpflichtversicherungen
  • Fernsehen, Antenne, Kabelanschluss
  • Hausmeisterkosten
  • Waschraum
  • Sonstige Betriebskosten

Nicht-umlagefähige Betriebskosten – diese Kosten müssen Sie selbst tragen

umlagefaehige-betriebskosten

In der Betriebskostenverordnung in den §§ 1 und 2 sind neben den umlagefähigen Betriebskosten ebenfalls die Kosten enthalten, die Sie selbst zu tragen haben. Die Aufwendungen für die Instandhaltung des Gebäudes, wie etwa Reparaturen an Heizung oder am Dach gehören beispielsweise dazu. Nach § 535 Ab. 1 BGB besteht die Pflicht des Eigentümers nämlich darin, übermäßig abgenutzte oder defekte Bestandteile der Immobilie selber zu beheben. Des Weiteren sind Verwaltungsaufwendungen des Objektes durch Sie zu bezahlen. Dazu gehören beispielsweise Kosten für den Steuerberater, Gebäudeversicherungen sowie die Mietausfallversicherung.

Wichtig – eindeutige Angabe bei den umlagefähigen Betriebskosten

Betriebskosten dürfen Sie als Vermieter nur dann umlegen, wenn Sie dies eindeutig im Mietvertrag festlegen. Um nicht alle dieser Kosten aufzählen zu müssen, raten wir Ihnen von vornherein eine klare Formulierung der umlagefähigen Betriebskosten im Vertrag zu verwenden. Damit sind alle gängigen Kosten dargelegt.

Daneben sollten Sie unbedingt den Abrechnungszeitraum beachten, welcher für die Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten gilt:

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