Mietausfallwagnis: Leerstand richtig einkalkulieren

Wird eine leerstehende Wohnung im vermietbaren Zustand nicht vermietet, geht dieser Umstand mit hohen Kosten für den Eigentümer einher. Mietausfall lässt sich vermeiden, indem Sie bei einem bevorstehenden Mieterwechsel rechtzeitig nach einem Neumieter suchen. Generell können Sie das Mietausfallwagnis dennoch nicht ausschließen, so dass Sie den vorübergehenden Leerstand in Ihren Berechnungen kalkulieren sollten.

Kennzahlspezifisch wird der akzeptable, nicht kritische Mietausfall mit drei Prozent beziffert. Wenn Sie eine Übergangsphase von drei Monaten für die Neuvermietung einplanen, liegen Sie im bundesweiten Durchschnitt und damit im verkraftbaren Bereich.

In Ballungszentren ist die Fluktuation auf dem Wohnungsmarkt ein fliegender Wechsel, während Sie bei der Neuvermietung einer Wohnung im ländlichen Bereich oder in infrastrukturell schwachen Regionen mit einer höheren Leerstandzeit rechnen müssen. Statistisch zeigt sich, dass der Mietausfall bis zu drei Monaten unbedenklich und ab einem Zeitraum von sechs Monaten als kritisch einzustufen ist.

Der durchschnittliche Grundbetrag für einen Mieterwechsel ist aktuell mit rund 4.000 Euro anzusetzen. Hier erfahren Sie, wie Sie die Leerstandskosten senken und sich vor Mietausfall mit teuren Folgekosten durch eine Mietausfallversicherung schützen können.

Mietausfallwagnis anhand der Leerstandsquote am Standort berechnen

Die eigentliche Summe und damit der faktische Mietausfall errechnet sich anhand verschiedener Kriterien. Ausschlaggebend sind unter anderem die Fluktuation an Ihrem Standort, der Quadratmeterpreis Ihrer Mietwohnung und der Betriebskostenaufwand, der trotz Leerstand monatlich anfällt.

Bei einer höheren Kaltmiete kann der Mietausfall auch unter sechs Monaten kritisch sein, vor allem, wenn Sie für die Immobilie mit Leerstand noch an einer Finanzierung zahlen. Um ein höheres Mietausfallwagnis zu vermeiden, sollten Sie die Suche nach einem neuen Mieter professionell und rechtzeitig einplanen. Bei Vermietet.de finden Sie hilfreiche Tipps und Empfehlungen, die Ihnen einen effektiven Schutz vor Leerstand bieten und Mietausfälle durch einen nahtlosen Übergang der Vermietung ausschließen lassen.

Haben Sie Ihre Ausfallkosten errechnet, werden Sie die Bedeutung der zeitnahen Neuvermietung erkennen und sich entsprechend intensiver und umfassender um die Neuvermietung Ihrer Wohnung kümmern.

Mietausfall trotz Wohnungsknappheit: Mieterwechsel rechtzeitig planen

Heutzutage spricht vieles gegen längeren Leerstand. Mietwohnungen werden händeringend gesucht und Vermieter erhalten zahlreiche Bewerbungen, in denen sie auswählen und ihren favorisierten Mieter ermitteln können. Doch die Realität sieht anders aus.

Während auf eine leerstehende Wohnung in den Metropolen des Landes 100 und mehr Bewerber kommen, suchen Vermieter in infrastrukturell schwächeren Regionen durchschnittlich ein halbes Jahr nach Neumietern.

Trotz Wohnungsknappheit können Sie einen bevorstehenden Mietausfall bei Mieterwechsel nicht gänzlich ausschließen. Hier haben wir für Sie zusammengefasst, wie Sie mit der richtigen Vorbereitung Interessenten mit einem aussagekräftigen Exposé ansprechen und den Leerstand auf ein Minimum begrenzen.

Ihr Mietvertrag beinhaltet eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten. Sobald die Kündigung des Bestandsmieters bei Ihnen eingeht, beginnen Sie bestenfalls mit der Suche nach einem Neumieter.

Glühbirne

Tipp: Nichts geht über ein gutes Vertragsverhältnis, von dem beide Seiten profitieren: wenn Sie Ihre Energie in die Haltung von Bestandsmietern investieren, betreiben Sie den besten Schutz vor einem Mietausfall. Langfristige Mietverhältnisse sind grundsätzlich effektiver und wirtschaftlicher als Kurzzeitmieten, die mit häufigen Mieterwechseln und Leerständen einher gehen.

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