Der Einkommensnachweis: Für Vermieter unerlässlich!

Neben der Bonitätsprüfung bei der Schufa gilt der Einkommensnachweis für Vermieter als unerlässlich, um die Frage der Einkommensverhältnisse und Zahlungsfähigkeit potenzieller Mieter zu klären. Wir verraten, was Sie hierbei beachten sollten.

Als Vermieter dürfen Sie potenzielle Mieter nicht zu allen Themen befragen, die Sie vielleicht interessieren. Sehr wohl aber zum Arbeits- und Einkommensverhältnis. Denn es gehört zu Ihrem berechtigten Interesse, dass der künftige Mieter die Miete in voller Höhe und auch auf lange Sicht zahlen kann – also nicht etwa die Miete von Ersparnissen bezahlt und nach wenigen Monaten insolvent ist. Zu den wichtigsten Mitteln gehört der Einkommensnachweis für Vermieter. Das wissen bereits viele Mietbewerber und halten bei Besichtigungen einen Gehaltsnachweis für Vermieter bereit. Das ist sehr vorausschauend und sicherlich ein gutes Zeichen, dass der Mietbewerber kein Problem hat, ein ausreichend hohes Einkommen nachzuweisen. Dennoch sollten Sie sehr gründlich prüfen, was Ihnen als Vermieter als Einkommensnachweis vorgelegt wird.

Was als Einkommensnachweis für Vermieter akzeptabel ist

Sie fragen sich: Was ist ein Einkommensnachweis? Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht. Möchten Sie mehr erfahren, empfehlen wir diesen Artikel.

  • Gehaltsnachweise / Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate
  • Ggf. Arbeitsvertrag oder Bestätigung des Arbeitgebers über ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit ausreichend hohem Einkommen
  • Mindestens der letzte Einkommensteuerbescheid bei Selbstständigen
  • Rentenbescheid
  • Bewilligungsbescheid über Sozialleistungen

Prüfen Sie die Unterlagen auf Aktualität, auf den Namen des Mietinteressenten sowie auf die Höhe des Einkommens. Natürlich sollten Sie alle erwachsenen Mieter nach Ihren Einkommensverhältnissen fragen.

Einkommensnachweis Vermieter

Wann sollten Sie den Einkommensnachweis als Vermieter anfragen?

Tatsächlich dürfen Sie den Einkommensnachweis als Vermieter erst verlangen, wenn ein Mietverhältnis konkret ist, Sie also bereits die Formalitäten klären. Bietet Ihnen der Mietinteressent freiwillig bei der Besichtigung oder sogar im Vorfeld einen Einkommensnachweis für Vermieter an, können Sie diesen natürlich annehmen.

Weitere Sicherheiten für Sie als Vermieter

Lassen Sie sich eine Selbstauskunft ausfüllen und fragen Sie nach einer Schufa-Auskunft oder der Einwilligung, dass Sie diese einholen dürfen. Sind Sie sich dennoch nicht sicher, können Sie eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom Vormieter verlangen. Auch die Mietbürgschaft ist eine Möglichkeit, Sie als Vermieter zusätzlich zum Gehaltsnachweis abzusichern. Mehr zum Thema Schufa-Auskunft für Vermieter lesen Sie in diesem Artikel.

Im Übrigen: Sollten Sie sich überhaupt nicht sicher sein, ob ein Mieter die Miete zahlen kann, müssen Sie kein Mietverhältnis eingehen.

Außerdem gilt: Legt der Interessant einen falschen Einkommensnachweis dem Vermieter vor oder macht er unwahre Angaben zu seinem Arbeits- und Einkommensverhältnis, die dazu geführt haben, dass Sie das Mietverhältnis mit ihm eingegangen sind, können Sie den Mietvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten oder fristlos kündigen.

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