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Juli 15, 2022 | 4 Min Lesezeit

Was ist ein Einkommensnachweis?

Du suchst nach einem neuen Mieter für Deine Wohnung oder Immobilie? Du planst den Verkauf Deiner Immobilie und möchtest diesbezüglich die finanzielle Lage der Interessenten prüfen? Wenn es um finanzielle Verpflichtungen geht, benötigt man in der Regel einen Einkommensnachweis. Was ist ein Einkommensnachweis und was darfst Du von Deinen Interessenten zur Vorlage verlangen? Wir von Vermietet.de haben hier die Antworten für Dich.  

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Du suchst nach einem neuen Mieter für Deine Wohnung oder Immobilie? Du planst den Verkauf Deiner Immobilie und möchtest diesbezüglich die finanzielle Lage der Interessenten prüfen? Wenn es um finanzielle Verpflichtungen geht, benötigt man in der Regel einen Einkommensnachweis. Was ist ein Einkommensnachweis und was darfst Du von Deinen Interessenten zur Vorlage verlangen? Wir von Vermietet.de haben hier die Antworten für Dich.

 

 

Einkommensnachweis: Mieter?

Bei einem Einkommensnachweis handelt es sich um ein Dokument, durch welches die monatlichen Einkünfte belegt werden. Zu den Einkünften zählen unter anderem Lohn und Gehalt, Mieteinnahmen, Rentenzahlungen sowie Kapitaleinkünfte.

Der Nachweis des Einkommens erfolgt in der Regel über einen Kontoauszug oder eine Gehaltsabrechnung. Liegen keine aktuellen Abrechnungen vor, könnte ein Arbeitsvertrag als Einkommensnachweis akzeptiert werden. Um Dir einen Überblick zu verschaffen, haben wir hier Dir hier eine Übersicht erstellt. In dieser wird ersichtlich, was dazu zählt und was nicht.

Diese Dokumente können als Einkommensnachweis genutzt werden:

  • Arbeitsvertrag
  • Abrechnungen von Wertpapieren
  • aktuelle Verdienstbescheinigung
    Bankbelege
  • Belege über Vermietung oder Verpachtung
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
  • Bewilligungsbescheid für Sozialleistungen
    Bilanzen
  • Einkommensbescheinigung des Arbeitsgebers
  • Einkommensteuerbescheid
  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
  • Jahresabschlüsse
  • Kindergeldbescheinigung
  • Rentenbescheid

Diese Unterlagen zählen nicht als Einkommensnachweis:

  • Anträge oder Antragsformulare für staatliche Leistungen
  • größere Bargeld-Beträge
  • Schufa-Auskunft
  • selbst erstellte Abrechnungen ohne offizielle Belege (zum Beispiel Kontoauszüge)

Potenzielle Mieter fragen sich: Was ist ein Einkommensnachweis für Vermieter? Du kannst es Mietinteressenten auch etwas leichter machen und für den Einkommensnachweis eine Vorlage mit mehreren Einkunftsarten aushändigen – eine Art Selbstauskunft, der dann die Nachweise in Kopie angefügt werden.

Unser Tipp für Vermieter: Kann der Mietinteressent als Einkommensnachweis keinen Kontoauszug und keine Gehaltsabrechnung vorlegen, sondern nur den Arbeitsvertrag, achte auf die Befristung der Arbeitsstelle und lass Dir weitere Sicherheiten wie eine Bonitätsprüfung der Schufa oder eine Bürgschaft vorlegen.

Einkommensnachweis: Wohnung?

Du als Vermieter umgehst mit einem Einkommensnachweis das Risiko von Mietausfällen. Dein zukünftiger Mieter bestätigt Dir damit, dass die Miete regelmäßig bezahlt werden kann. Du hast hierbei zwei Möglichkeiten: Du fragst die monatlichen Einkünfte des Mietinteressenten mithilfe einer Selbstauskunft ab – Oder Du lässt Dir direkt die Belege der Einkünfte vorzeigen. Hierzu kommen wir weiter unten nochmal im Detail.

Persönliche Daten des Mieters darf dieser schwärzen. Für den Fall, dass der Mietinteressent falsche Angaben macht, darfst Du diesem fristlos kündigen. Falls kein Mietvertrag zustande kommt, musst Du als Vermieter die eingereichten Einkommensnachweise zurückgeben oder vernichten. Hierzu bist Du verpflichtet. Sollte sich der Mietinteressent weigern, einen Einkommensnachweis vorzulegen, solltest Du idealerweise kein Mietverhältnis mit diesem eingehen.

Einkommensnachweis: Woher bekommt man ihn?

Für den Mieter ist es nicht immer einfach zu wissen, woher man den Einkommensnachweis bekommt. Das hängt davon ab, in welcher Form man die Einkünfte erzielt. Je nachdem, ob der Mieter selbstständig oder angestellt ist, ob er Sozialleistungen oder eine Rente bezieht, sind unterschiedliche Dokumente von Bedeutung.

Selbstständige

Da Einkommensnachweise Selbstsändiger weder durch einen Arbeitsvertrag noch Gehaltsabrechnungen vorgewiesen werden können, müssen diese auf andere Dokumente zurückgreifen. Hier eignen sich Einkommenssteuerbescheide und Jahresabschlüsse als Einkommensnachweis. Wer keinen Jahresabschluss erstellen muss, weil eine kleinunternehmerische Tätigkeit vorliegt, kann auch seinen Einnahmen und Ausgaben in einer vereinfachten Form (Einnahmenüberschussrechnung, EÜR) oder einfach die Kontoauszüge der letzten drei Monate einreichen.

Arbeitnehmer

Arbeitnehmer erhalten in der Regel automatisch von ihrem Arbeitgeber eine Gehalt- und Lohnabrechnung. Wer diese nicht erhalten hat, sollte sich im Download-Bereich der Bundesagentur für Arbeit das Formular Einkommensbescheinigung herunterladen, ausdrucken und dem Arbeitgeber überreichen. Dieser kann das Dokument ausfüllen und unterschreiben, wodurch der Einkommensnachweis gegeben ist.

Bei regelmäßiger Abgabe der Steuererklärungen kann auch auf den Einkommenssteuerbescheid zurückgegriffen werden. Dieser wird vom Finanzamt zugeschickt, sobald das Einkommen geprüft wurde.

Arbeitssuchende

Personen, die arbeitssuchend gemeldet sind und eine neue Wohnung suchen, können als Einkommensnachweis den Bescheid über den Erhalt von Arbeitslosengeld einreichen. Du als Vermieter darfst hier selbst entscheiden, ob Dir das als Nachweis ausreicht. Wenn nicht, bitte den Mietinteressenten um einen Bürgen, welcher über ein festes Einkommen verfügt.

Studenten

Studenten haben meist kaum Einkünfte. Wer einen Nebenjob hat, kann auf diesen als Einkommensnachweis zurückgreifen. Bei Einnahmen durch Bafög kann auch dieses als Einnahme gelten. Häufig entscheiden sich aber Studenten für eine Mietbürgschaftserklärung der Eltern. Auch Du als Vermieter bist damit auf der sicheren Seite.

Rentner

Wer Rente bezieht und keine anderen Einnahmen hat, kann einfach den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung als Einkommensnachweis nutzen. Die Zustellung erfolgt normalerweise automatisch.

Fazit zum Einkommensnachweis

Ein Einkommensnachweis ist sinnvoll, wenn Du als Vermieter einen neuen Mieter suchst. Wie oben beschrieben, gibt es mehrere Arten solcher Nachweise – je nachdem, in welcher Form das Einkommen bezogen wird. Auch aus datenschutzrechtlicher Sicht darfst Du Mietinteressenten nach bestimmten Angaben aus dem Arbeits- bzw. Einkommensverhältnis fragen. Für Personen ohne Einnahmen eignet sich eine Mietbürgschaftserklärung.

Mit einem Einkommensnachweis werden regelmäßige Einkünfte nachgewiesen. Dadurch erlangst Du als Vermieter die Sicherheit, dass sich der neue Mieter die Wohnung auch wirklich leisten kann und es zu keinen Mietrückständen kommt. Persönliche Angaben wie beispielsweise die Religionszugehörigkeit dürfen von dem Interessenten geschwärzt werden. Sobald der Einkommensnachweis nicht mehr benötigt wird, musst Du die Unterlagen vernichten oder dem Interessenten zurückgeben.

Du benötigst eine Vorlage für die Mieterselbstauskunft? Kein Problem! Bei uns im Vermietet.de-Portal findest Du alle relevanten Dokumente für Dein Mietverhältnis – rechtssicher und einfach.

Autoreninfo

Andrea
Andrea
Als Content Managerin unterstützt Andrea das Team von Vermietet.de. Sie schreibt Fachtexte rund um die Immobilienbranche und betreut sämtliche redaktionelle Themen im Unternehmen. Aktuell kreiert sie Inhalte zu den neuesten Änderungen und Nachrichten für das Vermietet.de-Magazin.

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