Bausparvertrag ablösen – Tipps für eine vorzeitige Kündigung

Wir von Vermietet.de möchten Sie darauf hinweisen, dass eine vorzeitige Ablösung des Bausparvertrags oftmals mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden ist. Dieser Artikel fasst zusammen, was Sie wissen müssen, wenn Sie einen Bausparvertrag ablösen wollen.

In der Regel vereinbaren Sie beim Bausparvertrag eine lange Laufzeit für die Anspar- und Tilgungsphase. Wenn Sie Ihren Bausparvertrag ablösen, kündigen Sie den Vertrag vorzeitig. Das heißt: Sie hören entweder auf, Guthaben anzusparen (Kündigung in der Ansparphase), oder Sie beenden die Tilgung des Bausparvertrags vorzeitig (Kündigung in der Tilgungsphase).

Was gilt es bei der Ablösung des Bauspardarlehens zu beachten?

Wenn Sie Ihren Bausparvertrag ablösen wollen, gibt es je nach Vertragsphase einige Dinge zu beachten. In der Ansparphase können Sie den Bausparvertrag kündigen und sich die gesamte Guthabensumme auszahlen lassen. Kleinere Einzelbeträge werden nicht ausgezahlt. Beachten Sie in der Ansparphase die Kündigungsfrist der Bausparkasse, die in der Regel zwischen drei und sechs Monaten beträgt.

Bausparvertrag ablösen – vorzeitige Kündigung & Ablösung

Möchten Sie kündigen, obwohl die Kündigungsfrist noch nicht verstrichen ist, müssen Sie eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Diese beträgt zwischen einem und drei Prozent der Bausparsumme – ungeachtet dessen, wie viel Sie bereits angespart haben. Sie verlieren dann den Anspruch auf das Bauspardarlehen und unter Umständen auch staatliche Förderungen für den Bausparvertrag – beispielsweise die Arbeitnehmersparzulage oder Wohnungsbauprämie.

Wenn die Bausparsumme bereits zugeteilt wurde und Sie das Bauspardarlehen ablösen möchten – weil beispielsweise eine Zwischenfinanzierung für Sie attraktiver ist oder Sie einen hohen Geldbetrag geerbt haben – ist dies jederzeit möglich. Eine Vorfälligkeitsentschädigung für die vollständige Rückzahlung des Darlehens fällt nicht an.

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Warum lohnt es sich einen Bausparvertrag abzulösen?

In der Ansparphase ist eine Kündigung aufgrund der Vorfälligkeitsentschädigung nicht sehr sinnvoll. Innerhalb der Darlehensphase lohnt es sich hingegen den Bausparvertrag abzulösen, wenn Sie die Restschuld begleichen können – entweder mit Eigenkapital (z. B. Erbe, Gewinnausschüttung von Geldanlagen, Abfindung, etc.) oder durch einen günstigen Kredit. Sind die Darlehenszinsen innerhalb der Laufzeit Ihres Bausparvertrags gesunken, können Sie mit einem neuen Darlehen den Bausparvertrag ablösen. Wir empfehlen Ihnen immer, Ihren konkreten Einzelfall genau zu prüfen. Unter Umständen kann zum Beispiel ein Annuitätendarlehen für Sie vorteilhafter sein.

Vorsichtig sollten Sie bei einem Bausparvertrag mit Vorausdarlehen sein. Bei den sogenannten Kombi-Krediten erhalten Sie zunächst ein tilgungsfreies Darlehen und sparen dann Guthaben auf dem Bausparkonto an. Mit diesem tilgen Sie das Vorausdarlehen. Möchten Sie den Vertrag vorzeitig kündigen, wird eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Die Restschuld zum Ablösezeitpunkt ist demnach vergleichsweise hoch.

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