Was wird eine Hausverwaltung kosten?

Lohnt sich der Einsatz einer Hausverwaltung? Oder sind die Kosten höher als der Nutzen? Natürlich hast Du bei der Hausverwaltung Kosten, aber Du musst Dich nicht in Themen einarbeiten, die nicht Dein Kerngeschäft sind. Im Grunde kannst Du alle vollumfänglich abgeben.

Eine allgemeingültige Preisliste gibt es leider nicht. Denn wie die Aufgaben einer Hausverwaltung, sind auch die Preise nicht gesetzlich geregelt und damit klar festgelegt. Es empfiehlt sich immer, dass Du Dir Angebote von Hausverwaltungen einholst. Jeder bietet etwas anderes an. Suche Dir dann das aus, was am besten zu Dir passt. Im Idealfall schneidet der Dienstleister sein Angebot direkt an Deine Anforderungen zu. Wie bei vielem gilt auch hier: Je mehr Wohnungen, desto billiger. So kann die Verwaltung von Wohnungen pro Monat pro Einheit bei weniger als 10 Wohneinheiten 26,15 Euro kosten. Bei großen Anlagen, die zentral Verwalter werden, kostet die Wohnung dann nur noch 19,98 Euro. Garagen und Stellplätz schlagen mit 3,82 Euro bzw. 3,57 Euro zu Buche. Außerdem kommen noch Schwankungen, die dem Standort geschuldet sind, hinzu. Im Osten sind die Preise geringer als im Süden. In Kleinstädten kommst Du auch billiger weg als in Ballungsräumen mit mehr als 300.000 Einwohnern. Du siehst, Mietverwaltung kostet überall was anderes.

Aber bitte denke dran, das sind nur Preise, die für die Verwaltung Sondereigentum gelten, sprich für die von Dir vermietete Wohneinheit. Für WEG-Verwaltung kommen noch Extra-Kosten hinzu.

Beispiel für Kosten der Hausverwaltung

Kleines Rechenbeispiel: Du hast Dir im Süden Deutschlands eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus mit einer Garage und einem Stellplatz gekauft und setzt einen Verwalter ein. Dann kostet Dich das im Monat um die 32 Euro. Das sind im Jahr knappe 380 Euro. Zusatzleistungen sind da noch nicht dabei. Die kann Dein Hausverwalter separat mit Dir aushandeln. Oder Du bist Eigentümer eines Hauses im Osten mit fünf Wohneinheiten. Geparkt wird auf der Straße. Dann kommst Du auf etwa 1200 Euro im Jahr. Das ist natürlich eine stolze Summe.

Denke bitte daran: Du kannst zwar einige Deiner Auslagen an Deine Mieter weitergeben. Die Rechnungen des Hausverwalters gehen voll auf Deine Kosten. Aber Du kannst sie in der Steuererklärung unterbringen.

Natürlich kannst Du alles auch selbst machen. Die Frage ist nur: Kannst Du die umfassenden Aufgaben einer Hausverwaltung selbst leisten? Hier musst Du einfach abwägen, ob Nutzen oder Kosten für eine Hausverwaltung überwiegt.

Welche Aufgaben eine Hausverwaltung hat

Laut einer Studie aus dem Jahr 2017 der Spardabanken leben rund die Hälfte der Deutschen zur Miete. Da kommt ein Menge Arbeit bei der Verwaltung zusammen. Grund genug, dass nicht jeder Eigentümer die Hausverwaltung selbst übernehmen muss, sondern auch einen Dienstleister dafür einsetzen kann. Dabei ist es egal, ob das geerbte Einfamilienhaus der Oma vermietet wird oder ob es sich um große Wohnanalgen mit mehreren hundert Wohnungen handelt. Den die Liste der Aufgaben eines Hausverwalters ist lang:

  • Kontrolle und Verwaltung der Mieteingänge
  • Verarbeitung von Index- oder Staffelmieterhöhungen
  • Verantwortung über Miet- und andere Verträge
  • Forderungsmanagement
  • Abrechnung dem Eigentümer gegenüber
  • Erstellung Nebenkostenabrechnung
  • Begleichung anfallender Rechnungen
  • Organisation von Abschlagszahlungen und Gebühren (z.B. Strom, Wasser, Entsorgung)
  • Erstellung von Rechenschaftsberichten gegenüber der Eigentümer
  • Funktionskontrolle von z.B. Sprechanlagen, Heizung, Aufzug, Beleuchtung
  • Kontrolle von Dienstleistern, z.B. bei der Reinigung
  • Verantwortung von Instandhaltungsmaßnahmen
  • Modernisierungen
  • Wohnungsübergaben
  • Sichere Kenntnis von aktueller Rechtsprechung und Gesetzeslage
  • Weiterbildung
  • Kommunikation mit Ämtern
  • Vertretung des Eigentümers gegenüber Dritten

Eines ist noch wichtig. Der Hausverwalter ist kein Hausmeister. Letzterer kann zwar von der Verwaltung eingesetzt werden, mehr aber auch nicht. Die Verwaltung kümmert sich lediglich um die administrativen Dinge, die rund um ein Haus anfallen. Dabei ist es egal, ob es sich um eine gewerbliche oder private Nutzung des vermieteten Objektes handelt.

Lasse Dir am besten von verschiedenen Hausverwaltungen Preislisten geben oder lasse Dir ein individuelles Angebot erstellen. Denn für die unterschiedlichen Tätigkeiten fallen bei der Hausverwaltung unterschiedliche Gebühren an.

Was muss der Hausverwalter können?

Ein Ausbildungsberuf ist der Hausverwalter nicht. Grundsätzlich kann jeder diese Tätigkeit übernehmen. Deswegen kannst ja Du selbst Deine Mietwohnung verwalten, wenn Du Dich entsprechend einliest und Dir ein paar Tools zu Hilfe holst, wie beispielsweise die digitale Hausverwaltung von Vermietet.de Da bekommst Du Vorlagen für Verträge und Nebenkostenabrechnungen. Du kannst jedes Objekt einzeln anlegen und kannst denn entsprechende zugehörige Unterlagen hochladen und übersichtlich bündeln. Für Dich als Vermieter ist das kostenlos. In der kostenpflichtigen Version kannst Du noch weitere Funktionen nutzen. Die Lizenzgebühr kannst Du dann ebenfalls von der Steuer absetzen.

mietverwaltung kosten

Trotzdem gibt es im Beruf des Immobilienkaufmanns oder der Immobilienkauffrau einen Teil über Hausverwaltung. Außerdem gibt es entsprechende IHK-Lehrgänge, auch mit Zertifizierung. Diese werden dann für die Verwaltung von Wohneigentumgemeinschaften nötig. Du siehst: Die Anbieter können sich auf verschiedene Bereiche spezialisieren und unterschiedliche Dienstleistungen anbieten. Nimm Dir ruhig ein bisschen Zeit und vergleiche Anbieter, bevor Du Dich entscheidest. Schließlich möchtest Du durch den Einsatz einer Hausverwaltung eine Entlastung erfahren.

Kleine Hilfestellung für die Auswahl einer guten Hausverwaltung:

  • Kannst Du im stetigen Kontakt mit dem Dienstleister stehen?
  • Gedenkt die Hausverwaltung, das Objekt auch selbsttätig und regelmäßig zu kontrollieren?
  • Wirkt die Firma gut organisiert und die Tätigkeiten transparent?
  • Ist der Anbieter neben- oder hauptberuflich tätig?
  • Hat die Hausverwaltung einen kaufmännischen Hintergrund für den Umgang mit Zahlen, Abrechnungen, Vermögensverwaltung, etc.
  • Wie alt ist die Firma? Hat sie sich auf dem Markt etabliert und hält sich schadlos?
  • Ist der Anbieter in näherer Umgebung zum Mietobjekt?
  • Ist eine langfristige Zusammenarbeit möglich und angestrebt?
  • Ist der Anbieter mit den branchenüblichen Versicherungen ausgestattet?
  • Ist er vielleicht auch in einem Verband organisiert, um immer auf dem neuesten Stand in der Branche zu bleiben?

Die Rechtsform gibt nicht Aufschluss über die Seriosität des Anbieters. Hausverwalter gelten als sonstige selbständige (freiberufliche) Tätigkeit geführt. Ein Gewerbe muss bei kleinem Auftragsvolumen nicht angemeldet werden. Das wird erst bei rund verwalteten 1000 Wohnungen vonnöten.

Zu guter Letzt

Auf Vermietet.de kannst Du aber auch Deine Verwaltung selbst online durchführen. Schaue Dir doch die kostenlose Software einmal an. Bei Fragen stehen wir Dir jederzeit zur Verfügung. Du findest im Magazin viele wissenswerte und hilfreiche Infothemen. Du bist immer auf dem aktuellen Stand, wenn sich beispielsweise Gesetze ändern.

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