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Gewerbemietvertrag abschließen – was Sie als Vermieter beachten müssen

Einen Gewerbemietvertrag schließen Sie ab, wenn Sie Büroräume, Lagerflächen oder Abstellflächen vermieten möchten. Im Gegensatz zu einem Mietvertrag über die Nutzung von Wohnräumen, die privat genutzt werden, unterliegen Sie bei der gewerblichen Vermietung nicht einem so engen rechtlichen Rahmen. Was müssen Sie als Vermieter beachten?

Wann wird ein Gewerbemietvertrag geschlossen?

Gewerbliche Räume können auf eine ganz verschiedene Weise genutzt werden. So schließen Sie einen Mietvertrag über ein Büro ab, wenn Sie entsprechende Räume verwalten oder wenn diese sich in Ihrem Besitz befinden. Der Abschluss von einem Gewerbemietvertrag ist aber auch notwendig, wenn Sie Räume für die Lagerung von Waren oder Rohstoffen vermieten möchten. Auch Unterstellmöglichkeiten für gewerblich oder landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge und große Räume, in denen Messen, Präsentationen oder Events abgehalten werden, benötigen eine Vereinbarung in Form von einem Gewerbemietvertrag.

Ein Gewerbemietvertrag kann individuell gestaltet werden

Sie können die Bedingungen in Absprache mit dem potenziellen Mieter frei vereinbaren. Viele der eng gesteckten Bestimmungen aus dem Mietrecht gelten für gewerbliche Mietverträge nicht.

Hinweis

Beim Gewerbemietvertrag sind Sie nicht an die Mietpreisbindung gebunden, d. h., Sie können die Höhe der Miete frei vereinbaren.

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Hinweis

Beim Gewerbemietvertrag sind Sie nicht an die Mietpreisbindung gebunden, d. h., Sie können die Höhe der Miete frei vereinbaren.

Bei einem Gewerbemietvertrag ist eine Anpassung der Miete grundsätzlich möglich, sie können das tun, wenn

  • Sie mit dem Mieter eine entsprechende Abrede treffen,
  • beide Parteien für die Miethöhe ein Erhöhungs- oder Abänderungsvorbehalt vereinbart haben,
  • Sie als Vermieter eine Änderungskündigung aussprechen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn der Mietvertrag unbefristet geschlossen wurde.

Bei langfristigen Mietverträgen haben Sie drei Möglichkeiten, um die Miethöhe anzupassen. Bei einer Staffelmiete wird festgelegt, in welchen Zeiträumen sich die Miete erhöht.
Haben Sie eine Umsatzmiete vereinbart, so erhöht sich der Mietzins, wenn der Jahresumsatz des Mieters steigt. Doch denken Sie daran: Sollte der Umsatz sinken, dann reduziert sich auch gleichermaßen die Miete.
Bei einer Wertsicherungsklausel werden inflations- und deflationsbedingte Verschiebungen im Interesse des Vermieters und des Mieters ausgeglichen.

Die wichtigsten Regelungen in einem Gewerbemietvertrag

Auch wenn Sie ein bei der Gestaltung des Mietvertrags viel Freiheit haben, ist es wichtig, dass Sie die folgenden Punkte aufnehmen:
Dazu gehört in erster Linie eine genaue Definition des Mietobjektes. Die zur Verfügung gestellten Räume sollten exakt bezeichnet werden. Auch Abstellräume, Keller oder Parkplätze sollten in den Vertrag aufgenommen werden.

Achten Sie auf eine Eingrenzung des Mietzwecks. Dies ist bei gewerblichen Verträgen ganz besonders wichtig. Wenn der Mieter keine Einschränkung vorgibt, kann der Mieter frei agieren, und dies kann zu Probleme führen.

Sie haben die Möglichkeit, beim Abschluss eines gewerblichen Mietvertrages eine Mietzeit zu definieren. Danach endet der Vertrag automatisch. Natürlich können Sie bei Bedarf eine Verlängerung vereinbaren oder Ihrem Mieter eine Verlängerungsklausel einräumen. Die Vereinbarung einer Mietzeit hat den Vorteil, dass Sie den Mieter und sein Nutzungsverhalten zunächst kennenlernen können. Es gibt aber auch einen Nachteil. Der Mieter kann sich nach dem Ende der Mietzeit für die Anmietung eines anderen Gewerberaumes entscheiden.

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Wichtig ist, dass Sie den Mietzins und die Nebenkosten anschaulich darlegen. Bei Bedarf haben Sie die Möglichkeit, auch bei einem gewerblichen Mietvertrag ein Muster zu nutzen und den Vertrag nach diesem zu gestalten.

Beachten Sie auch, dass eine schriftliche Vereinbarung für einen Gewerbemietvertrag notwendig ist, wenn dieser mehr als ein Jahr läuft. Darunter ist der Abschluss eines gewerblichen Vertrages in jedem Fall empfehlenswert.

Gewerbemietvertrag ohne Gewerbeschein

Ein Gewerbemietvertrag ist nicht an einen Gewerbeschein gebunden. Sie können die Räume auch an einen Freiberufler oder an einen Künstler vermieten. Beim Abschluss von einem Gewerbemietvertrag sollten Sie nur darauf achten, dass die Räume nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.

Ordentliche Kündigung eines Gewerbemietvertrags

Bei der Kündigung des Mietvertrags sind die Bestimmungen den Gesetzgebers nicht so streng. Sie können also eine ordentliche Kündigung des Gewerbemietvertrag ohne Grund aussprechen. Zur Anwendung kommt der § 580a Abs. 2. Danach beträgt die Frist sechs Monate zum Ende eines Quartals. Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag bei dem Mieter eingegangen sein. Dann greift die Frist zum Ende des nächsten Kalendervierteljahres.
Es gibt aber auch Kündigungsgründe, die den Vermieter zu einer fristlosen Kündigung berechtigen. Dazu gehört beispielsweise, wenn der Mieter der Gewerberäume die Miete nicht pünktlich zahlt. Sie können die fristlose Kündigung bereits nach dem Ausbleiben der ersten Zahlung aussprechen.

Bestimmungen des Mietrechts bei Schimmel

Laut dem Sollten die Räume von Schimmel befallen werden, müssen Sie als Vermieter reagieren. Sollte er durch Probleme mit dem Mauerwerk oder fehlende Isolierung bedingt sein, sind Sie ebenso wie im Mietrecht für privat genutzte Gebäude zur Beseitigung des Mangels verpflichtet. Der gewerbliche Mieter kann in diesem Fall die Miete mindern.

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Über uns

Vermietet.de ist die innovative Verwaltungsplattform für private Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen in Deutschland. Durch unzählige nützliche Funktionen bietet die Software einen vollständigen Überblick über Ihr Wohneigentum, Ihre Mieter und Ihre Einnahmen sowie Ihre Ausgaben.

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