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Geldbeschaffungskosten in Anlage V richtig angeben & Fehler vermeiden

Als Vermieter können Sie einige Aufwendungen, die Sie aufgrund der Vermietung haben, steuerlich absetzen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie die Geldbeschaffungskosten in der Anlage V korrekt angeben, damit Sie von dem Steuervorteil auch profitieren.

Was können Sie als Geldbeschaffungskosten absetzen?

Als Vermieter profitieren Sie davon, dass Sie Ihre Mieteinnahmen zwar versteuern müssen, aber für diese ebenfalls steuerliche Vergünstigungen erhalten. Zu den Steuervorteilen bei Vermietung zählt unter anderem die Absetzung von Geldbeschaffungskosten in der Anlage V („Vermietung und Verpachtung“). Konkret handelt es sich hier um Bankgebühren für den Kreditabschluss, Fahrtkosten und Porto im Zusammenhang mit der Finanzierung sowie Notar- und Grundbuchgebühren, die im Zusammenhang mit der Bestellung und Eintragung von Hypotheken und Grundschulden anfallen.

Die Geldbeschaffungskosten wirken sich auf die Einkommenssteuer steuermindernd aus, aber nur dann, wenn Sie mit der Vermietung grundsätzlich Mieteinnahmen und daraus Gewinne erzielen. Generieren Sie keine Einnahmen, können Sie auch keine Kosten absetzen.

Wo werden die Geldbeschaffungskosten in der Anlage V angegeben?

Jene Kosten, die Ihnen im Zuge der Geldbeschaffung entstanden sind, können Sie in der Anlage V vermerken. Dabei müssen Sie angeben, um welche Art von Geldbeschaffungskosten es sich handelt – beispielsweise Abschlussgebühren oder Notarkosten für die Grundschuldeintragung – sowie deren Summe. Da in der Regel mehrere unterschiedliche Kostenarten bei der Geldbeschaffung durch Banken anfallen, akzeptiert das Finanzamt meist eine Gesamtsumme. Rechnen Sie alle Kosten zusammen und tragen Sie die Summe in Zeile 37 „Geldbeschaffungskosten“ in Anlage V ein. Eine Einzelauflistung kann darüber hinaus als Nachweis der Steuererklärung beigefügt werden.

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Wann können die Geldbeschaffungskosten in der Anlage V abgesetzt werden?

Absetzen können Sie die Geldbeschaffungskosten direkt im Jahr der Belastung (Werbungskosten). Die Absetzbarkeit ist zunächst unabhängig davon, ob die Immobilie bereits vermietet ist (Gebäude wird noch renoviert, kein Mieter gefunden, etc.). Prinzipiell können Sie auch bei Leerstand Werbungskosten wie Geldbeschaffungskosten in Anlage V angeben. Grundsätzlich ist dies jedoch nur möglich, wenn auch ein Vermietungsinteresse besteht.

Unter Umständen kann das Finanzamt gemäß § 21 Einkommensteuergesetz (EStG) einen Nachweis über die ernsthaften Vermietungsabsichten einfordern, sollte die Immobilie längere Zeit leer stehen. Die Rechtsprechung hat in der Vergangenheit entschieden, dass je nach Dauer des Leerstands das wiederholte Einstellen von Vermietungsanzeigen nicht ausreicht, um die Vermietungsabsichten nachzuweisen. Grundsätzlich gilt: Je länger die Wohnung leer steht, umso größer sollten Ihre Bemühungen sein, einen Mieter zu finden. Dann können Sie auch Werbungskosten wie Geldbeschaffungskosten in der Anlage V problemlos absetzen.

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Achtung

Wenn Sie für eine vermietete Immobilie die Anlage V ausfüllen, achten Sie genau darauf, welche Kosten als Werbungskosten direkt und welche als Abschreibungen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden können. Das betrifft unter anderem die Grunderwerbsteuer, die als Teil der Kaufnebenkosten als Abschreibung für Abnutzung (AfA) in der Steuererklärung angegeben werden kann.

Achtung

Wenn Sie für eine vermietete Immobilie die Anlage V ausfüllen, achten Sie genau darauf, welche Kosten als Werbungskosten direkt und welche als Abschreibungen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden können. Das betrifft unter anderem die Grunderwerbsteuer, die als Teil der Kaufnebenkosten als Abschreibung für Abnutzung (AfA) in der Steuererklärung angegeben werden kann.

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Über uns

Vermietet.de ist die innovative Verwaltungsplattform für private Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen in Deutschland. Durch eine Vielzahl hilfreicher Funktionen bietet die Software einen gesamtheitlichen Überblick über Ihre Immobilien. Dies umfasst unter anderem die automatische Kontrolle der Mieteingänge inkl. der Erstellung von Zahlungserinnerungen und Mahnungen, die Erfassung von der Einnahmen und Ausgaben, die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen und die Bewertung Ihrer Objekte.

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