Aufhebungsvertrag für den Mietvertrag – was Sie beachten sollten

Haben Sie als Vermieter einen Mietvertrag geschlossen, gilt dieser in der Regel unbefristet. Wenn Sie dem Mieter kündigen möchten, müssen Sie die vorgeschriebenen Fristen einhalten, wenn kein Anlass zu einer fristlosen Kündigung besteht. Alternativ schlagen Sie einen Aufhebungsvertrag mit Zustimmung des Mieters vor. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Ein Aufhebungsvertrag ist den meisten vornehmlich aus dem Arbeitsrecht bekannt, Vermieter und Mieter können allerdings auch einen Aufhebungsvertrag für den Mietvertrag schließen.
Wenn sich beide Parteien einig sind, können sie das Mietverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beenden. Dies gilt für einen klassischen Mietvertrag für eine privat genutzte Wohnung oder ein Haus ebenso wie für einen Gewerbemietvertrag. Der Aufhebungsvertrag wird schriftlich formuliert und von beiden Parteien unterschrieben. Mit dem Tag, der im Vertrag festgelegt wurde, ist das Mietverhältnis beendet.

Aufhebungsvertrag im Mietrecht – die Form wahren

Wie bei jedem Vertrag ist es wichtig, dass Sie die Aufhebung für den Mietvertrag schriftlich formulieren. Vermieter und Mieter bekommen eine Ausführung, die auch von beiden unterschrieben werden muss.

Achten Sie darauf, dass Sie alle wichtigen Angaben mit Aufhebungsvertrag festhalten. Dazu gehören der Name des Mieters, Ihr Name oder der Name der vermietenden Gesellschaft und der Zeitpunkt, zu dem der Mietvertrag aufgehoben werden soll. Weiterhin sollten Angaben zur Mietsache enthalten sein.
Nach den regulären Angaben beschreiben Sie, unter welchen Bedingungen der Mietvertrag aufgehoben werden soll. Folgende Angaben sind empfehlenswert:

  • Umgang mit den Schönheitsreparaturen
  • Art der Übergabe der Wohnung oder des Hauses nach der Beräumung
  • Rückführung der Kaution an den Mieter
  • Zahlung einer Entschädigung

Möchte der Mieter dem Vertrag zur Aufhebung des Mietverhältnisses nicht zustimmen, können Sie ihm eine Entschädigung anbieten. Ein solcher Aufhebungsvertrag für die Miete mit Abfindung ist nicht unüblich und kann den Mieter von der Zustimmung zu der Aufhebung des Mietvertrages überzeugen. Als Vermieter haben Sie die Möglichkeit, sich an den Umzugskosten zu beteiligen. Alternativ bieten Sie dem Mieter eine pauschale Abfindung an.

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Wenn der dem Aufhebungsvertrag zum Mietverhältnis zustimmt und bereit ist, aus der Wohnung auszuziehen, ist der Aufhebungsvertrag für den Mietvertrag mit Abfindung ein Erfolg. Wenn Sie die Wohnung oder das Haus danach neu vermieten können, haben Sie auf dem freien Wohnungsmarkt die Möglichkeit, die Miete anzupassen. So können Sie die Abfindung, die Sie dem Mieter gewährt haben, finanziell wieder ausgleichen.

Anfechtung gegen einen Aufhebungsvertrag zum Mietvertrag

Grundsätzlich ist die Anfechtung gegen einen Mietaufhebungsvertrag nicht möglich. Grund dafür ist, dass beide Parteien ihr Einverständnis für die Aufhebung erklärt haben. Eine einseitige Rücknahme ist nicht möglich. Es gibt jedoch eine Ausnahme, und die liegt vor, wenn der Mieter eine arglistige Täuschung nachweisen kann. Ein solche arglistige Täuschung beruht auf falschen Angaben, die in den wechselseitigen Vereinbarungen des Mietaufhebungsvertrags zu finden sind. Kann der Mieter beweisen, dass diese Angaben falsch sind, gilt der Mietvertrag weiter. Die Aufhebung würde von einem Gericht als nichtig erklärt werden.
Wenn Sie Interesse daran haben, die Mietvertrag aufzuheben, sollten Sie darauf achten, dass alle Punkte nachweislich richtig sind und auch vor einem Gericht Bestand hätten. Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert, wenn Sie einen Rechtsanwalt konsultieren und die einzelnen Punkte, die Sie in dem Mietaufhebungsvertrag vereinbart haben, prüfen lassen. Auf diese Weise erlangen Sie Rechtssicherheit.

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Aufhebungsvertrag für einen Mietvertrag übertragen

Nicht immer liegen die Vereinbarungen, die in einem Mietaufhebungsvertrag getroffen werden, allein in der Hand des Vermieters. Wenn es für einen größeren Komplex an Mietwohnungen einen Verwalter gibt, so können Sie das Aufgabenspektrum des Verwalters erweitern und ihm auch die Zuständigkeit für die Mietaufhebungsverträge übertragen.
Wenn Sie einen Immobilienverwalter beschäftigen, weil Sie eine größere Anzahl an Häusern oder Wohnungen vermieten, ist dieser oftmals für das Aufsetzen und den Abschluss von einem Mietvertrag zuständig. Er kennt die Mieter oftmals persönlich und fungiert als Ansprechpartner für Probleme. Möchten Sie einen Mietaufhebungsvertrag für eine bestimmte Wohnung durchsetzen, ist es empfehlenswert, wenn Sie dem Immobilienverwalter diese Aufgabe überlassen. Er wird seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen und den Aufhebungsvertrag so gestalten, dass er Bestand hat und den Mieter im Zweifel von der Abgabe der Wohnung überzeugt.

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