AfA für Gebäude: Vorteile für Vermieter

Durch die AfA für Gebäude können Sie als Immobilienbesitzer die Kosten für Anschaffung und Herstellung steuerlich geltend machen. AfA für Immobilien bedeutet dabei Abschreibung für Abnutzung und ist im Paragraf sieben des Einkommensteuergesetzes verankert. Die wichtigsten Punkte geben wir Ihnen hier zur Hand.

Ein Gebäude verliert jedes Jahr an Wert, da die Abnutzung der Immobilie ihre Spuren hinterlässt. Der Wertverlust wird durch die steuerliche AfA wieder ausgeglichen, denn Anschaffungs- und Herstellungskosten dürfen mittels der Steuer abgeschrieben werden.

  • Die AfA für Gebäude gilt bei Vermieter sowie für Besitzer von denkmalgeschützten Objekten.
  • Es gibt die Formen der linearen und der degressiven Immobilien-AfA. Dabei ist genau geregelt, welche AfA für welche Gebäude-Art gilt.
  • Grundstücke nutzen sich nicht ab und können dementsprechend nicht steuerlich im Sinne der AfA abgeschrieben werden.
  • Auch selbstgenutzte Objekte lassen sich nicht wegen Abnutzung abschreiben.

AfA: Welche Abschreibung für Immobilien gilt wann?

Die AfA bei Gebäuden funktioniert in dieser Hinsicht durch die lineare Abschreibung, welche das Modell der degressiven Abschreibung von Immobilien seit dem Jahr 2006 ersetzt. Diese AfA für Gebäude gilt für die unterschiedliche Immobilienarten:

Die Immobilen-AfA für Neubauten

Neu errichtete Gebäude lassen sich grundsätzlich linear abschreiben, wobei Sie in einem Zeitraum von 50 Jahren jeweils zwei Prozent der Herstellungskosten im Jahr absetzen können. Der Preis des Grundstücks gehört nicht in diesen Bereich, da sich die Afa für Gebäude nur auf die Immobilie selbst bezieht.

Abschreibung für Altbauten

Für Altbauten greift ebenfalls die lineare Afa, wobei der Abschreibungszeitraum auf 40 Jahre begrenzt ist. Immobilien, die vor 1925 erbaut wurden, lassen sich mit jährlich 2,5 Prozent abschreiben. Der Grund hierfür ist, dass die Abnutzung von älteren Immobilien in der Regel größer ist als bei neueren Gebäuden.

steuerliche afa

AfA bei Immobilien unter Denkmalschutz

Objekte unter Denkmalschutz dürfen gleich zweimal steuerlich abgeschrieben werden:

  1. Kosten für eine Modernisierung denkmalgeschützter Gebäude lassen sich für acht Jahre mit neun Prozent und für weitere vier Jahre mit sieben Prozent abschreiben.
  2. Die Anschaffungskosten hierfür lassen sich im Zuge der linearen AfA mindern. Alle Gebäude, die vor 1925 erbaut wurden, dürfen mit zwei Prozent, alle ab 1925 erbauten Häuser mit 2,5 Prozent abgeschrieben werden.

Hinweis: Neben der AfA für Denkmal-Gebäude gilt die Besonderheit, dass auch Selbstnutzer Steuern sparen können. Diese dürfen für zehn Jahre jeweils neun Prozent der Kosten für eine Sanierung abschreiben.

AfA für gewerblich genutzte Gebäude

Auch für Gewerbeimmobilien gibt es Vorteile, wenn diese als Teil des Betriebsvermögens genutzt werden. Diese Verwendung sorgt dafür, dass es zu einer schnelleren Abnutzung kommt. Daher dürfen über 33 1/3 Jahre jeweils drei Prozent der Herstellungs- und Anschaffungskosten abgesetzt werden.

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