Strom-Grundversorgung beim Mieterwechsel

Zieht der Mieter Ihrer Wohnung aus, beendet er neben dem Mietvertrag mit Ihnen auch die vertraglichen Verbindlichkeiten für Strom, Wasser und Gas. Die Protokollierung des Energiezählers, also der Endstand vom Strom bei Auszug, ist wichtig. Doch wer zahlt den Strom bis zur Neuvermietung? Und muss bei Leerstand überhaupt Strom angemeldet werden?

Trotz Leerstand sollten Sie den Strom in einer zur Neuvermietung ausgeschriebenen Wohnung anmelden. Hier haben wir bei Vermietet.de alle wichtigen Informationen zusammengefasst, die Sie im Bezug auf die Anmeldung für Strom wissen müssen.

Haben Sie bis zum Auszug des Mieters keinen Neumieter gefunden, zahlen Sie als Eigentümer den Stromverbrauch. Die Abstellung wäre weniger dienlich, vor allem, wenn Sie den Zeitraum des Leerstandes für Renovierungs- und Modernisierung nutzen. Da die Jahresschlussrechnung nach Verbrauch erfolgt, zahlen Sie im Endeffekt auch nur den Strom, der in der leerstehenden Wohnung tatsächlich verbraucht wird.

Brauchen Vermieter einen eigenen Stromvertrag zur Überbrückung?

Als Vermieter müssen Sie für den Bezug von Strom, ebenso wie ein Mieter, einen Vertrag mit dem Energieversorger Ihrer Wahl abschließen. Damit Sie bei Besichtigungen das Licht einschalten und Handwerkern Strom für die Renovierung zur Verfügung stellen können, sollten Sie auf die Abschaltung generell verzichten. Bedenken Sie dabei, dass die Abschaltung des Stroms mit höheren Kosten verbunden ist, als ein von Ihnen abgeschlossener Vertrag mit einem Energieversorger.

Nach Auszug des Mieters werden Sie als Vermieter im Regelfall direkter Kunde des Grundversorgers, so dass Sie sich nicht um einen Vertragsabschluss kümmern müssen. Haben Sie daran kein Interesse, können Sie die Grundversorgung beim Strom mit einer Frist von zwei Wochen kündigen und einen eigenen Vertrag mit einem von Ihnen frei gewählten Versorger abschließen.

Die Grundversorgung ist nicht die günstigste, aber die einfachste Möglichkeit für Strom in einer leerstehenden Wohnung. Denn sobald ein neuer Mieter Strom anmeldet, wird Ihr Vertragsverhältnis aufgekündigt.

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Wichtig: Vermieter dürfen den Strom für ihren neuen Mieter nicht anmelden

Melden Sie einen zukünftigen Mieter keinesfalls beim Versorger für Strom an. Mit dieser Handlung verstoßen Sie gegen den Datenschutz und das Recht eines Mieters, seinen Anbieter für Strom frei und im eigenen Ermessen zu wählen. Für eine Anmeldung hat Ihr zukünftiger Mieter bis zu sechs Wochen nach dem Einzug Zeit, so dass er übergangsweise automatisch Strom vom Grundversorger bezieht.

Meldet dieser sich in der benannten Frist weder zur Grundversorgung noch bei einem anderen Energieunternehmen an, erhalten Sie als Eigentümer die Aufforderung, den neuen Mieter zu benennen.

Glühbirne

Hinweis: Für den Zeitraum der Überlegungsfrist des Mieters tragen Sie keinerlei Haftung für den verbrauchten Strom.

Denken Sie daran: bei einer Neuvermietung besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Aushändigung eines Energieausweises. Dieser Pflicht müssen Sie als Vermieter in jedem Fall nachkommen, um Geldbußen zu vermeiden.

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