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Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen?

Die Deutschen haben für das klassische Bausparen im Jahr 2017 rund 27.800 Verträge abgeschlossen. Annuitätendarlehen gehören daneben zu den beliebtesten Formen der Immobilienfinanzierung. Wir beleuchten daher heute für Sie, ob sich eine Immobilienfinanzierung eher mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen lohnt.

Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen – auf den Zeitpunkt kommt es an

Bevor Sie eine Immobilienfinanzierung abschließen, ist eine gründliche Recherche vorab sinnvoll, um sich mit den Vor- und Nachteilen auseinanderzusetzen. Besonders beliebt ist eine Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen. Ob und für welche der beiden Varianten Sie sich entscheiden, hängt vor allem auch vom Zeitpunkt der Finanzierung ab: Eine Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag braucht Zeit, Annuitätendarlehen nicht. Das bedeutet, junge Menschen, die noch nicht ausreichend Eigenkapital zur Verfügung haben, aber Zeit, um sich Guthaben anzusparen, können von einem Bausparvertrag profitieren. Wer die eigene Immobilie schneller besitzen möchte, sollte besser das klassische Annuitätendarlehen wählen.
Der Zeitpunkt der Finanzierung ist also zum einen ausschlaggebend, ob Sie besser eine Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen wählen. Zum anderen beeinflussen aber auch andere Faktoren, für welche Finanzierung Sie sich letztendlich entscheiden. Daher stellen wir Ihnen im Folgenden die beiden Möglichkeiten im Detail dar.

Lohnt sich das Bausparen noch?

Das Prinzip klingt praktisch: Sie schließen einen Bausparvertrag mit günstigem Darlehen ab, um erst Eigenkapital anzusparen und sich dann den Kredit zu möglichst niedrigen Zinsen zu sichern. Zusätzlich können Sie von staatlichen Förderungen wie der Arbeitnehmersparzulage oder Wohn-Riester profitieren und das Guthaben auf dem Bausparkonto aufstocken.
Ob sich die Baufinanzierung mit einem Bausparvertrag aktuell tatsächlich noch lohnt, sollten Sie sehr genau prüfen. Aufgrund der Niedrigzinsphase sichern Sie sich schon heute absolut günstige Zinsen für ein Darlehen, dass Sie erst in zehn Jahren beanspruchen und in 20 Jahren zurückzahlen. Das ist der große Vorteil beim Bausparen. Entsprechend niedrig sind allerdings auch die Guthabenzinsen, die Bausparkassen aktuell für einen Bausparvertrag zahlen. Außerdem ist zu beachten, dass diese meist eine recht schnelle Rückzahlung des Darlehens und damit eine hohe Tilgung fordern.

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Hinweis

Bausparkassen bieten ebenso die „umgekehrte“ Variante an – erst das Darlehen, dann Bausparen. Jene sogenannten Kombidarlehen beziehungsweise Vorausdarlehen scheinen das „Zeitproblem“ mit den Bausparverträgen zu lösen. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt jedoch vor schlechten Umschuld-Optionen und hohen Vorfälligkeitssummen.

Hinweis

Bausparkassen bieten ebenso die „umgekehrte“ Variante an – erst das Darlehen, dann Bausparen. Jene sogenannten Kombidarlehen beziehungsweise Vorausdarlehen scheinen das „Zeitproblem“ mit den Bausparverträgen zu lösen. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt jedoch vor schlechten Umschuld-Optionen und hohen Vorfälligkeitssummen.

Immobilien mit Annuitätendarlehen finanzieren?

Die Immobilienfinanzierung ohne Bausparvertrag, aber mit Annuitätendarlehen vorzunehmen, ist eine gängige Variante. Die großen Vorteile sind dabei:

  • Sie erhalten das Darlehen sofort und können die Finanzierung direkt vornehmen.
  • Während der Zinsanteil sinkt, wächst der Tilgungsanteil, die monatliche Rate bleibt somit gleich.
  • Damit ist auch die Restschuld am Ende der Zinsbindungsfrist bekannt.

Für diese restliche Summe müssten Sie unter Umständen mit höheren Zinsen rechnen. Nach der aktuellen Niedrigzinsphase ist zu erwarten, dass die Zinsen in einigen Jahren möglicherweise wieder steigen. Wichtig wäre daher eine Zinsbindung von mindestens 15 Jahren, besser sogar 20 oder 30 Jahre.

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Fazit: Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen?

Aufgrund der niedrigen Guthabenzinsen lohnt es sich fast nicht, Eigenkapital mit einem Bausparvertrag anzusparen. Sie können sich zudem günstige Zinsen für ein Darlehen ebenso mit einem Annuitätendarlehen mit einer 30-jährigen Zinsbindung sichern. Vor diesem Hintergrund kann es sich daher lohnen, eine Immobilie ohne Eigenkapital zu kaufen. Dann müssen Sie allerdings in der Regel mit schlechteren Konditionen rechnen als mit Eigenkapital, da hier die Bank ein größeres Risiko eingeht. Eine weitere Alternative zur Finanzierung wäre das Immobilienleasing. Hier treten Sie als Immobilieninteressent nicht selbst als Finanzierer auf, sondern Sie beauftragen den Leasinggeber mit dem Immobilienerwerb.

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Über uns

Vermietet.de ist die innovative Verwaltungsplattform für private Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen in Deutschland. Durch eine Vielzahl hilfreicher Funktionen bietet die Software einen gesamtheitlichen Überblick über Ihre Immobilien. Dies umfasst unter anderem die automatische Kontrolle der Mieteingänge inkl. der Erstellung von Zahlungserinnerungen und Mahnungen, die Erfassung von der Einnahmen und Ausgaben, die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen und die Bewertung Ihrer Objekte.

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