Gebäudeverwaltung: Was Vermieter über die Kosten wissen müssen!

Das vermietete Gebäude extern verwalten zu lassen, ist für Immobilienbesitzer und Vermieter durchaus bequem. Doch das kann teuer für Sie werden, insbesondere weil die Kosten für die Gebäudeverwaltung nicht auf den Mieter umgelegt werden können. Was Sie zu diesem Thema wissen sollten, erläutern wir Ihnen in diesem Artikel.

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) veröffentlichte im Branchenbarometer für 2018 die aktuellsten Durchschnittspreise für die Gebäudeverwaltung. Unterschieden wird hier grundsätzlich nach WEG-Verwaltung (Verwaltung einer Wohneigentübergemeinschaft) und Mietverwaltung. Die größten Einflussfaktoren auf die Kosten der Gebäudeverwaltung sind die Anzahl der Mieteinheiten, der Standort innerhalb Deutschlands sowie Zusatzleistungen wie zum Beispiel Facility Management, Vermietungsdienstleistungen oder Forderungsmanagement.

Der Regelsatz für die WEG-Verwaltung lag im Jahr 2018 bei 20,21 Euro für Gesamtdeutschland. Je nachdem in welcher Region Ihre Immobilie steht oder wie viele Mieteinheiten Sie insgesamt verwalten lassen, sinkt der Preis auf bis zu 16,90 Euro (Süddeutschland, mehr als 100 Mieteinheiten).

gebäude verwalten lassen

Im Süden kann die Gebäudeverwaltung aber auch recht teuer werden, denn wenn Sie weniger als zehn Mieteinheiten verwalten lassen, zahlen Sie bis zu 25,00 Euro.

In der Mietverwaltung fallen aufgrund der damit verbundenen Arbeit geringfügig höhere Kosten an. Im deutschlandweiten Durchschnitt zahlen Sie 22,24 Euro. Bei weniger als zehn Mieteinheiten 26,15 Euro und bei mehr als 100 Mieteinheiten 19,98 Euro.

Herausforderung für Vermieter: professionelle Gebäudeverwaltung

Insbesondere für Vermieter weniger Wohneinheiten ist die Gebäudeverwaltung mit Kosten zwischen 20 und 26 Euro pro Einheit und Monat vergleichsweise teuer. Darüber hinaus ist es für Besitzer weniger Wohneinheiten schwierig, eine Gebäudeverwaltung zu finden, denn viele Dienstleister schließen nur Verträge mit größeren Immobilienverwaltern, um Aufwand und Personalkosten zu senken.

Ungeachtet dessen, ob Sie eine Gebäudeverwaltung finden und wie viel Sie pro Mieteinheit und Monat zahlen: Gemäß Betriebskostenverordnung handelt es sich bei den Verwaltungskosten nicht um Betriebskosten. Sie dürfen diese Ausgaben also nicht auf den Mieter umlegen. Doch Sie können diese Ausgaben als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung absetzen.

Fazit zur Gebäudeverwaltung und den Kosten

Eine Gebäudeverwaltung entlastet Sie nicht nur zeitlich, sondern nimmt Ihnen auch unliebsame Aufgaben wie die Nebenkostenabrechnung ab. Überlegen Sie sich aber gut, ob Sie bereit sind, dafür hohe Kosten zu zahlen. Mittlerweile gibt es für die Mietverwaltung Software, mit der Sie Ihre Aufgaben mit ein wenig Eigenaufwand erledigen.

Leistungen wie das Immobilien-Asset-Management für die strategische Wertsteigerung können Sie dann immer noch bei Bedarf separat buchen.

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