Wichtige Fakten zur Förderung für die Altbausanierung

In Deutschland hat der Gebäudebestand einerseits einen hohen Stellenwert aufgrund der Bedeutung historischer Bauwerke. Auf der anderen Seite befinden sich viele dieser alten Gebäude in einem schlechten Zustand. Speziell im Hinblick auf die wichtig gewordene Energieeffizienz können Sie daher für die Altbausanierung Zuschüsse beantragen. Welche Förderung für eine Altbausanierung wann verfügbar ist, erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.

Die Klimaschutzziele von Deutschland und der Europäischen Union stehen im starken Widerspruch zum Zustand vieler Altbauten hierzulande, denn deren Energieeffizienz sieht meist überhaupt nicht gut aus. Glück für Sie, wenn Sie zum Beispiel einen alten Massivbau sanieren möchten, denn dann können Sie eine Förderung für die Altbausanierung beantragen. Fördermittel für solch eine Sanierung und vergünstigte Kredite erhalten Sie unter anderem vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

KfW-Förderung für die Altbausanierung

Von der KfW können Sie grundsätzlich Kredite und Zuschüsse beantragen, die für die Bereiche „Energieeffizient Sanieren“, „Energieeffizient Bauen / Kaufen“ und „Erneuerbare Energien“ vergeben werden. Gefördert werden unter anderem

  • Maßnahmen zur Wärmedämmung von Wänden und Dächern,
  • die Erneuerung von Fenstern und Außentüren sowie
  • neue Heizungsanlagen und Lüftungsanlagen.

Da die Einzelmaßnahmen technische Anforderungen erfüllen müssen, sollten Sie hier sehr gründlich vorgehen und sich die Bedingungen für die Kredit- und Zuschussvergabe der KfW genau durchlesen.

altbausanierung-foerderung

Ein besonderer Vorteil der ohnehin günstigen Kredite der KfW ist der Tilgungszuschuss. Je nach Standard, den Ihre Immobilie nach der Altbausanierung im Sinne des KfW-Effizienzhauses erzielt, erhalten Sie zwischen 7,5 Prozent und 27,5 Prozent der Darlehenssumme als Tilgungszuschuss und können so den Kredit schneller abbezahlen. Der Vorteil der Zuschüsse als Förderung für die Altbausanierung besteht darin, dass diese nicht zurückgezahlt werden müssen.

Altbauförderung vom BAFA

Fördermittel können Sie ebenso beim BAFA beantragen. Der entscheidende Vorteil besteht hierbei darin, dass deutlich mehr Fördermöglichkeiten für Vermieter und Besitzer von Gewerbeimmobilien als bei der KfW vorzufinden sind. Da es nicht nur eine Förderung für die Altbausanierung gibt, können Sie mithilfe des Förderkompass des BAFA über die aktuellen Konditionen und Zuschüsse informieren.

Für alle Fördermittel und Zuschüsse gilt: Wenn Sie ein Haus oder Bungalow kaufen möchten, versuchen Sie bereits vor der Finanzierungsanfrage bei Ihrer Bank alle Förderungen zu addieren und gegebenenfalls bereits vorab zu beantragen. Sie können dadurch die Darlehenssumme reduzieren und die Konditionen verbessern, denn Sie zahlen weniger Geld für den Kredit zurück. Wenn Sie ohne Eigenkapital bauen möchten, sollten Sie sich ebenso eingehend über Fördermöglichkeiten informieren, um Ihre finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten.

Fazit: Suchen, kalkulieren und kombinieren

Wenn Ihnen die KfW- oder BAFA-Förderung für die Altbausanierung nicht ausreicht, schauen Sie, welche Leistungen und Zuschüsse kombiniert werden können. In der Regel können Sie durchaus Kredite, Zuschüsse und Fördermittel kombinieren, um so den Eigenkostenanteil möglichst gering zu halten. Weitere Förderprogramme finden Sie bei den Ländern, die zum Beispiel die Verbraucherzentrale NRW hier zusammengefasst.

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