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Februar 26, 2020 | 3 Min Lesezeit

Bonität berechnen: Infos für Vermieter

Keine Frage, als Vermieter wollen und müssen Sie über die Bonität des potenziellen Mieters Auskunft haben. Anders als Fragen zur Religion oder Familienplanung sind Fragen zum Einkommen und zur finanziellen Situation absolut legitim und auch wichtig. Wie Sie die Bonität berechnen lassen und warum das so wichtig ist, lesen Sie hier.

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Keine Frage, als Vermieter wollen und müssen Sie über die Bonität des potenziellen Mieters Auskunft haben. Anders als Fragen zur Religion oder Familienplanung sind Fragen zum Einkommen und zur finanziellen Situation absolut legitim und auch wichtig. Wie Sie die Bonität berechnen lassen und warum das so wichtig ist, lesen Sie hier.

Als Vermieter haben Sie ein berechtigtes Interesse daran, sich vor finanziellem Verlust zu schützen. Sie müssen und dürfen daher Auskunft bei einem Mietbewerber zu seinen finanziellen Verhältnissen einholen.

Die Angaben sind für eine Einschätzung wichtig, ob der Mieter die finanziellen Verpflichtungen eines Mietverhältnisses erfüllen kann. Sie dürfen beispielsweise nach dem Einkommen, dem aktuellen Arbeitsverhältnis oder einem laufenden Insolvenzverfahren fragen.

Dies erfolgt im Rahmen der Selbstauskunft des Mietinteressenten. Zudem sollten Sie die Bonität berechnen lassen und eine Schufa-Auskunft anfordern.

Achtung: Legt der Mietbewerber die Schufa-Auskunft nicht bereits ungefragt bei der Besichtigung vor, dürfen Sie die Anfrage erst kurz vor Vertragsabschluss bei der Schufa stellen. Hierzu ist eine Genehmigung des Mietbewerbers erforderlich.

Warum sollten Sie die Bonität berechnen lassen?

Sie fragen sich: Reicht es nicht nach Einkommensnachweisen, Arbeitsvertrag, Insolvenz und einer eidesstattliche Versicherung zu fragen? Wozu noch die Bonität berechnen lassen?

Die Bonität gibt Ihnen Auskunft darüber, ob der Mieter bestehende Kredite und Verträge vertragsgemäß bezahlt hat. Die Bonität zeigt, wie zuverlässig der Mieter seine Zahlungen leistet. Es ist zudem eine Prognose über die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass der Bewerber eine feste Anstellung hat, aber sein gesamtes Einkommen für andere Dinge als die Miete und sonstige Zahlungsverpflichtungen ausgibt.

Es ist also sinnvoll, zusätzlich zu den Informationen über Einkommen und dergleichen, die Bonitätsindex berechnen zu lassen. Schlussendlich gehen Sie so auf „Nummer sicher“ – und das sollten Sie, wenn Sie sich und Ihr Eigentum vor insolventen oder unzuverlässigen Mietern schützen wollen.

Wie wird Bonität des Mieters berechnet?

Der Wert für die Kreditwürdigkeit setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen – nicht nur aus pünktlichen oder ausgefallenen Zahlungen, sondern beispielsweise auch aus statischen Daten über den Wohnort.

Die Bonität wird mithilfe eines sogenannten Scorewertes angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto höher ist die Rückzahlungswahrscheinlichkeit beim Mietinteressenten. Somit sind die Konditionen für den Mietvertrag besser, wenn der Mieter eine gute Zahlungsmoral aufweist.

Bonität berechnen lassen: Kostenlos oder kostenpflichtig?

Jeder Betroffene kann sich einmal im Jahr eine kostenlose Schufa-Auskunft zur Eigenauskunft übersenden lassen. Wenn Sie als Vermieter die Schufa-Bonitätsauskunft für einen Mieter einholen, ist diese kostenpflichtig. Sie kostet rund 25 Euro. Darüber hinaus gibt es andere Auskunfteien, bei denen die Bonitätsprüfung günstiger ist. Die Kosten tragen in jedem Fall Sie.

Glühbirne

Hinweis: Vor allem in Wohnungsmärkten mit hoher Nachfrage bringen aber viele Bewerber die wichtigsten Unterlagen wie eine Bonitätsauskunft bereits freiwillig zur Besichtigung mit.

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Andrea

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