Haus kaufen: Tipps von Vermietet.de

Du hast Dich dazu entschieden, ein Haus zu kaufen? Hierbei handelt es sich um eine der größten Anschaffungen im Leben. Daher solltest Du vorab einige Dinge bedenken – von der Immobiliensuche, über die Finanzierung bis hin zur ordnungsgemäßen Übergabe. Wir von Vermietet.de geben Dir hilfreiche Tipps, damit Du an alles Wichtige denkst.

 

1. Haus kaufen: Anforderungen

Bevor Du an den Kauf selbst denkst, solltest Du wissen, welche Anforderungen Du an ein Haus stellst. Hier spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Wie viel Haus kannst Du Dir leisten, oder wie sagt man so schön? Daneben ist es wichtig, die konkreten Anforderungen an die Immobilie zu klären. Um Dir das Ganze zu erleichtern, haben wir Dir hier eine kleine Checkliste zusammengestellt:

  • Wo soll das Haus liegen?
  • Welche Infrastruktur muss vorliegen?
  • Soll das Haus neu und bezugsfertig sein oder möchtest Du ein älteres Haus, welches mitunter erst renoviert werden muss?
  • Welche Größe soll das Haus haben? Wie viele Etagen muss es besitzen?
  • Soll ein Garten zum Haus gehören?
  • Oder willst Du selbst bauen?

Unser Tipp:

Ausstattung und Raumaufteilung eines Hauses lassen sich im Nachhinein anpassen. Das wichtigste Kriterium ist daher zunächst die Lage. Diese ist gegeben und lässt sich nachträglich nicht mehr verändern. Vor allem, wenn Du die Immobilie nach dem Kauf vermieten möchtest, solltest Du auf eine attraktive Lage achten.

 

2. Die Immobilienfinanzierung

Nachdem Du weißt, welches Haus Du kaufen möchtest, geht es um die Finanzierung. In der Regel haben Immobilienkäufer nicht die gesamte Summe zur Verfügung. Also bedarf es einer Finanzierung. Hier solltest Du Dir zuerst überlegen, wie viel Geld Du monatlich für einen Immobilienkredit zur Verfügung hast. Dadurch weißt Du auch, welchen Kaufpreis Du Dir unter Berücksichtigung Deines Eigenkapitals leisten kannst.

Lass Dich vorab gut von Deiner Bank beraten und stell eine unverbindliche Finanzierungsanfrage. Wenn Du die Zusage hierfür hast, kannst Du Dich auch konkreter auf die Suche nach einer Immobilie kümmern.

Nicht vergessen:

Viele vergessen bei der Kalkulation des Darlehens die Kaufnebenkosten eines Hauses. Je nach Immobilie und Lage können sich diese auf bis zu 13 Prozent des Kaufpreises belaufen.

 

3. Suchen & finden

Die Suche nach Deiner Immobilie kann beginnen. Wenn Du weißt, was und wo Du suchst und für wie viel Geld Du investieren kannst, kann die Suche konkreter gestaltet werden. Du kannst einen Makler beauftragen oder Dich auf den gängigen Immobilienportalen umschauen. Auch ein Spaziergang durch die bevorzugte Gegend kann Dir helfen, ein passendes Objekt zu finden.

Wie schon zu Beginn erwähnt: Die Lage ist entscheidend. Zum einen sollte es eine gute Wohnlage sein, welche nicht nur Lärm oder andere Einflüsse negativ beeinflusst wird. Zum anderen solltest Du immer bedenken, dass für eine Vermietung und/oder einen Verkauf sich eine attraktive Lage stets positiv auf den Preis niederschlägt.

Das gefundene Haus solltest Du außerdem genau überprüfen. Achte vor allem auf Mängel – auch solche, die nicht auf den ersten Blick zu sehen sind. Hier lohnt es sich, einen Gutachter zu Rate zu ziehen. Die folgenden Punkte solltest Du nicht vergessen, vor allem bei Immobilien, die vor dem Jahr 1980 gebaut wurden:

  • Energieeffizienz,
  • Asbest in der Bausubstanz,
  • Feuchtigkeit,
  • Schimmel, Schwamm,
  • Schadstoffe wie beispielsweise Holzschutzmittel und Formaldehyd.

Sollte sich ein Sanierungsbedarf für das Haus ergeben, kalkuliere die Kosten großzügig, damit Du keine bösen Überraschungen erhältst.

 

4. Das Schriftliche beim Hauskauf

Wenn Du ein Haus kaufst, gehören die Unterlagen dazu. Sobald Du das Objekt selbst genau unter die Lupe genommen hast und keine gravierenden Schäden erkannt hast, solltest Du Dir alle relevanten Unterlagen der Immobilie zukommen lassen. Wenn Du Fragen hast, stell sie ruhig, damit nichts im Unklaren bleibt. Vom Makler oder Verkäufer solltest Du auf jeden Fall die folgenden Dokumente anfordern:

  • Grundrisse, Lagepläne, eventuelle Bauunterlagen;
  • Wenn es sich um eine Erbpacht handelt: Pachtvertrag;
  • Auszug aus dem Grundbuch;
  • Bei Gemeinschaftseigentum (zum Beispiel bei einer Eigentumswohnung): Teilungserklärung, Abgeschlossenheitsbescheinigung, Gemeinschaftsordnung, Aufteilungsplan, Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen;
  • Energieausweis;
  • Auszug aus dem Baulastenverzeichnis (besonders bei Pfeifenstielgrundstücken wichtig).

Einige dieser Unterlagen sind auch für die Finanzierung wichtig. Sobald Du die Finanzierungszusage hast, kannst Du auch den Notartermin vereinbaren.

Das Herzstück des Hauskaufes bildet letztendlich der Kaufvertrag. Schau Dir diesen genau an und überprüfe diese Punkte:

  • Angaben zu Einbauten, welche mit verkauft werden (z.B. Einbauküche, Garage, Kamin, Markisen);
  • Zusicherung des Verkäufers, dass ihm keine Altlasten wie etwa Schadstoffbelastungen bekannt sind, die nicht im Kaufvertrag genannt sind;
  • Mietverträge bei vermieteten Objekten.

Den Vertrag solltest Du erst unterschreiben, wenn Dir die Finanzierungszusage der Bank vorliegt. Anschließend geht es zum Notar, durch welchen eine vertragsgemäße Hausübergabe stattfinden kann. Zur Übergabe selbst erhältst Du in der Regel sämtliche Schlüssel, die Unterlagen zur Wohngebäudeversicherung, Unterlagen zur Haustechnik wie Wartungsverträge, Betriebsanleitungen (Heizkessel etc.), Dokumente zu sonstigen Einbauten oder Geräten, die Du übernommen hast. Und schon kannst Du das Haus Dein Eigentum nennen.