Wie Sie Hypothekenzinsen im Vergleich richtig beurteilen

Wenn Sie nach einer Immobilienfinanzierung suchen, ist ein Hypothekenzinsvergleich fast schon obligatorisch. Aber wissen Sie auch, worauf Sie achten müssen, wie Sie die Hypothekenzinsen im Vergleich richtig beurteilen und den passenden Kredit finden? Wir von Vermietet.de haben nachfolgend die wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.

Wenn Sie ein Haus oder eine Eigentumswohnung finanzieren wollen, definieren Sie idealerweise im Vorfeld

  • Ihren Finanzierungsrahmen,
  • die Höhe des Eigenkapitals
  • und Ihre monatliche Belastungsgrenze.

Warum? Damit die Hypothekenzinsen im Vergleich aussagekräftig bleiben, müssen die Basisdaten identisch sein. So macht es beispielsweise einen erheblichen Unterschied, ob Sie eine Wohnung mit oder ohne Eigenkapital kaufen.

Glühbirne

Hinweis: Wenn Sie sich ein bisschen Spielraum lassen möchten, definieren Sie mehrere „Zahlen-Szenarien“. Kreditangebote, die auf unterschiedlichen Daten basieren, können Sie dann aber nicht so einfach vergleichen. Einfacher ist es, Kreditangebote mit gleichen Daten zu vergleichen.

Hypothekenzinsen im Vergleich: Was ist zu beachten?

Sie haben verschiedene Kreditangebote von Banken vorliegen oder Ihre Daten in ein Vergleichsportal eingegeben? Achten Sie nun auf den Effektivzins und Sonderregelungen, wenn Sie die Hypothekenzinsen im Vergleich betrachten.
Der Effektivzins umfasst, anders als der Sollzins, bereits den vereinbarten Zinssatz sowie anfallende Kosten für den Kredit. Er verdeutlicht damit besser, wie hoch die Gesamtbelastung für Sie als Kreditnehmer ist als der Sollzins. Wie hoch der effektive Jahreszins ist, hängt zum einen vom aktuellen Leitzins der Europäischen Zentralbank und zum anderen von persönlichen Bedingungen wie dem Nettoeinkommen und der gewählten Kreditlaufzeit ab.

Achten Sie nicht nur auf die Hypothekenzinsen beim Vergleich, sondern schauen Sie sich ebenso die Sonderregelungen der Banken an. Diese umfassen meist Regelungen zu Sondertilgungen, Vorfälligkeitsentschädigungen und weiteren Zusatzleistungen der Bank. Da diese Bedingungen von Bank zu Bank unterschiedlich sind, sollten Sie bei einem Vergleich der Hypothekenzinsen jedes potenziell passende Kreditangebot genau prüfen.

Was beeinflusst die Hypothekenzinsen beim Vergleich?

Grundsätzlich sind die Kreditkonditionen abhängig von

  • der gewählten Kreditart (z. B. Annuitätendarlehen),
  • der Finanzierungssumme und dem Eigenkapital,
  • der Laufzeit
  • und der gewählten Tilgungsrate.

Sinnvoll kann beispielsweise sein, eine lange Festschreibungszeit zu wählen, um 15 oder 20 Jahre vom aktuell niedrigen Zinsniveau zu profitieren, oder eine vergleichsweise hohe Anfangstilgung zu wählen. Zwar ist damit die monatliche Belastung höher. In der Summe zahlen Sie jedoch weniger Zinsen, weil Sie das Darlehen schneller abbezahlen.

Um die individuell passenden Bedingungen bestimmen zu können, empfiehlt sich die bereits erwähnte Vorbereitung unterschiedlicher Szenarien, die Sie im Hypothekenzinsen-Vergleich einfach durchspielen können.

hypothekenzinsvergleich

Fazit: Nicht das erstbeste Angebot wählen

Auf der Suche nach einem Hypothekendarlehen ist ein Zinsvergleich nicht ausreichend. Schauen Sie zunächst auf

  • den Effektivzinsen,
  • die Regelungen zu Sondertilgungen
  • und Zusatzleistungen.

Anschließend können Sie einen neuen Vergleich starten und beispielsweise die Laufzeit oder Anfangstilgung verändern, um zu sehen, welche Konditionen – im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeiten – „günstiger“ sind. Achten Sie dabei unbedingt auf die Gesamtbelastung am Ende der Finanzierung. Sollten Sie Fördermittel beantragen können, beispielsweise für einen barrierefreien Umbau, berücksichtigen Sie diese ebenfalls in Ihrer Planung.

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