Denkmalgeschützte Wohnung kaufen: Vor- und Nachteile

Eine denkmalgeschützte Wohnung kaufen? Diesen „Investitionstipp“ hast Du schon häufiger gehört? Auch aus gutem Grund? Wir fassen für Dich die Vor- und Nachteile einer denkmalgeschützten Wohnung zusammen und sagen Dir, ob sich solch eine Investition auch wirklich lohnt.

Bauwerke, Gebäude, Landschaften und sogar einzelne Bäume stehen unter Denkmalschutz, wenn sie als kulturhistorisch besonders erhaltenswert gelten. Sobald Du eine denkmalgeschützte Wohnung kaufen möchtest, befindet sich diese demnach in einem Gebäude, das unter Denkmalschutz steht. Wenngleich es Immobilienmakler gibt, die sich auf die Vermittlung von Denkmalimmobilien spezialisiert haben, kannst Du eine denkmalgeschützte Immobilie auf dem regulären Immobilienmarkt erwerben.

Denkmalgeschützte Wohnung als Kapitalanlage kaufen?

Vielfach liest und hört man: Eine Wohnung zu kaufen, die unter Denkmalschutz steht, ist eine gute Investition. Aber warum? Der Staat fördert den Kauf von Denkmalschutzimmobilien zu Wohn- und Vermietungszwecken, denn mit dem Erwerb geht gleichzeitig die Verpflichtung einher, diese Gebäude zu erhalten. Wenn Du eine denkmalgeschützte Wohnung kaufst, musst Du diese also instand halten.

Die Vorteile

Gefördert wird der Kauf nicht nur durch günstige Fördermittel und Sanierungskredite, sondern ebenso durch die Denkmal-Afa – steuerliche Vorteile für die Aufwendungen für Denkmalimmobilien. Wenn Du eine Wohnung in einem denkmalgeschützten Haus kaufst, darfst Du als Privatperson 90 Prozent und als Vermieter 100 Prozent der Sanierungskosten absetzen.

Investierst Du als Vermieter in eine Denkmalwohnung, profitierst Du außerdem von der Absetzbarkeit der Herstellungs- beziehungsweise Anschaffungskosten. Es ist wichtig, sehr genau zu kalkulieren, aber: Grundsätzlich kannst Du als Vermieter einen sehr großen Teil der Kosten rund um die Denkmalimmobilie steuerlich absetzen.

Wohnung unter Denkmalschutz kaufen: die Nachteile

Die Investition in eine denkmalgeschützte Wohnung bringt auch Nachteile mit sich. Eine der größten Schwierigkeiten, wenn Du eine denkmalgeschützte Wohnung kaufst, sind Sanierungen und bauliche Veränderungen. Zwar hat das Eigentumsrecht nach Artikel 14 Grundgesetz (GG) einen hohen Stellenwert im deutschen Rechtssystem. Die Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes der Länder setzen diesem jedoch Grenzen. So musst Du selbst kleine bauliche Veränderungen von der Denkmalschutzbehörde genehmigen lassen. Das gilt vor allem für Sanierungen und Modernisierungen, die das äußere Erscheinungsbild des Objekts verändern. Auch der Austausch von undichten Fenstern in einem Fachwerkhaus kann durch den Denkmalschutz verhindert werden, wenn diese das Originalbild verändern.

Bevor Du eine denkmalgeschützte Wohnung kaufst, solltest Du daher unbedingt den Zustand der Immobilie von einem Sachverständigen prüfen lassen und geplante Sanierungen mit der Denkmalschutzbehörde besprechen. Teilweise ist der Sanierungsbedarf bei Denkmalobjekten relativ hoch – und folglich mit hohen Kosten verbunden. Vor allem die energetische Sanierung birgt viele Probleme, da eine Denkmalimmobilie oftmals nicht nach modernen Maßstäben saniert werden kann. Das wiederum bringt Nachteile für das Wohnklima und die laufenden Betriebskosten.

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