Baufinanzierung mit Checkliste – optimal organisiert

Sie planen eine Baufinanzierung? Was zu beachten ist, erfahren Sie von Vermietet.de. Bereiten Sie Ihre Baufinanzierung mit einer Checkliste gründlich vor. So haben Sie nicht nur alle Unterlagen für das Beratungsgespräch vorliegen, sondern können gleichfalls das Angebot Ihrer Bank prüfen.

Bevor Sie Angebote einholen oder einen Beratungstermin bei Ihrer Hausbank vereinbaren, müssen Sie einige Punkte durchkalkulieren. Für die passende Baufinanzierung sollten Ihre Checkliste die folgenden Punkte enthalten:

  • Eigenkapital: Wie viel Geld können Sie aus eigener Tasche für den Immobilienerwerb aufbringen? Und wie viel Eigenkapital möchten Sie mit in die Finanzierung einbringen? Gegebenenfalls möchten Sie Erspartes für Neuanschaffungen oder als Rücklage behalten? Ist kein Eigenkapital vorhanden, seien Sie bei möglichen Eigenleistungen realistisch. Günstiger ist die sogenannte „Muskelhypothek“ nur, wenn Sie handwerkliche Fähigkeiten haben und für die Zeit der Eigenleistung keine beruflichen Einschränkungen einplanen müssen.
  • Gesamtkosten: Nutzen Sie für die Baufinanzierung eine Checkliste mit allen Kostenfaktoren und berechnen Sie zunächst die gesamten Kosten, also wie viel Geld Sie insgesamt benötigen. Vergessen Sie hierbei keinesfalls die Nebenkosten für den Kauf sowie die Baunebenkosten, welche ebenfalls finanziert werden müssen. Seien Sie außerdem realistisch, wenn es um die Kosten geht. Es ist besser, wenn Sie mit höheren Gesamtkosten kalkulieren, als dass Sie später eine höhere Zwischenfinanzierung beantragen müssen.
  • Fremdkapital: Aus den Gesamtkosten und dem Eigenkapital berechnen Sie den Anteil des Fremdkapitals, dass Sie benötigen. Besser ist es, Fördermittel vorerst getrennt zu berechnen, da sie unter Umständen verwehrt werden können.
  • Zuschüsse & Förderungen: Erhalten Sie staatliche Förderungen wie beispielsweise das Baukindergeld oder beantragen Sie einen günstigen Kredit für die energetische Sanierung des Gebäudes? Wir empfehlen Ihnen, sich vorab über sämtliche, Ihnen zustehenden Zuschüsse und Förderungen zu informieren.

Bei der Berechnung des Fremdkapitals, welches auch als Kreditbedarf bezeichnet wird, können Sie ebenfalls umgekehrt vorgehen und sich fragen

Wie viel „Haus“ kann ich mir monatlich leisten?

Dazu berechnen Sie Ihr monatlich verfügbares Einkommen, abzüglich aller finanziellen Verpflichtungen und möglicher Reserven.

Mitunter wird auch der Mietkauf als eine Option angeboten. Dabei handelt es sich um ein Nischenprodukt, welches Sie in jedem Fall genauer unter die Lupe nehmen sollten. Oftmals werden hier überteuerte oder mangelhafte Immobilien angeboten, die sich vorher nicht verkauft haben. Dies sollten Sie unbedingt beachten und sich einen Gutachter mit zurate ziehen.

Baufinanzierung-Voraussetzungen

Checkliste für die Baufinanzierung – diese Unterlagen sollten Sie nicht vergessen

Wenn Sie alle Kostenfaktoren für die Baufinanzierung in einer Checkliste zusammengetragen haben, prüfen Sie die erforderlichen Unterlagen auf Vollständigkeit und Aktualität:

  • Einkommensnachweise (z. B. Lohnabrechnungen) der letzten drei Monate;
  • Aktueller Steuerbescheid;
  • Kopie des Personalausweises (Vorder- und Rückseite);
  • Nachweise über Eigenkapital und sonstige Einkünfte etwa aus der Vermietung oder Verpachtung von Immobilien (z. B. Kontoauszüge, Depotauszüge, Sparbücher);
  • Zahlungs- und Kreditverpflichtungen (z. B. Unterhaltungszahlungen, bestehende Kreditraten, etc.);
  • Objektunterlagen (z. B. Grundbuchauszug, Lageplan, Grundriss, Kaufvertrag, aktuelle Fotos).

Beratung zur Baufinanzierung – Checkliste hilft bei Angebotsprüfung

Diese Checkliste für die Baufinanzierung kann Sie dabei unterstützen, das passende Angebot zu finden und wichtige Punkte im Beratungsgespräch mit der Bank vorab zu klären:

  • Wie flexibel ist die Baufinanzierung? Sind Sondertilgungen möglich, wenn ja in welcher Höhe und wie oft? Fallen Extrakosten für die Sondertilgung an? Können Sie die Tilgung anpassen? Können Sie die Zahlungen aussetzen? Was passiert dann?
  • Wie verändert sich die Restschuld bei Zinsbindungsfristen von 15, 20 oder 25 Jahren?
  • Wie verändert sich die Restschuld bei einer höheren Anfangstilgung?
  • Liegt der Kreditrahmen oberhalb der Beleihungsgrenze der Immobilie: Wie hoch sind die Zinsaufschläge für den darüber liegenden Betrag?

Vergleichen Sie die Angebote idealerweise anhand des Effektivzinses sowie der Extrakosten wie Bearbeitungsgebühren oder für Sondertilgungen. Dabei sollten die Angebote immer auf Grundlage der gleichen Daten angefragt werden: gleiche Kreditsumme, gleiche Eigenkapitalhöhe und gleiche Zinsbindungsfrist.

Unser Tipp: Bereiten Sie die Baufinanzierung mit der Checkliste vor und nutzen Sie – noch vor dem Beratungsgespräch mit der Bank – einen Baufinanzierungsrechner, um einen ungefähren Eindruck für die Konditionen zu erhalten.

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