Ausfallbürgschaft für die Miete – kurz & knapp erklärt

Wenn Sie als Vermieter eine Bürgschaft von Ihrem Mieter verlangen, dann sind verschiedene Formen der Sicherheit möglich. In diesem Artikel erläutern wir Ihnen, was es mit der Ausfallbürgschaft für die Miete auf sich hat.

Eine Bürgschaft für die Miete ist eine gängige Form, mit der sich Vermieter – zusätzlich zur Kaution – absichern, etwa gegen Mietrückstände. Häufig kennt man diese Form der Sicherheit bei Mietverträgen mit Auszubildenden, Studenten oder Geringverdienern. Vor allem die Elternbürgschaft ist hierbei eine gängige Variante.

Die Ausfallbürgschaft bei Miete ist eine Unterform der gewöhnlichen Bürgschaft, zu der es auch gesetzliche Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) gibt. Zwar fehlen diese Regelungen für die Ausfallbürgschaft, sie ist jedoch durch die geltende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt.

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Achtung: Die Ausfallbürgschaft für die Miete meint nicht die Bürgschaft bei Ausfall der Miete, sondern bei Eintreten eines Verlusts (Ausfall) beim Vermieter.

Wann tritt die Ausfallbürgschaft ein?

Ihrer Definition nach tritt die Ausfallbürgschaft für die Miete erst in Kraft, wenn Sie als Gläubiger nachweisen, dass Sie einen Verlust erlitten haben – obwohl Sie bereits alle Sicherheiten verwertet und anschließend eine Vollstreckung in das bewegliche und unbewegliche Vermögen des Schuldners bewirkt haben. Für die verbleibende Schuld (Ausfall) haftet der Bürge durch seine Unterschrift auf der Bürgschaftserklärung.

So vereinbaren Sie die Ausfallbürgschaft für die Miete

Nutzen Sie idealerweise für die Ausfallbürgschaft für die Miete einen Vordruck, den Sie erstellt haben und an den Mieter oder direkt an den Bürger überreichen. So gehen Sie sicher, dass die Bürgschaft die Paragraphen 765 bis 778 BGB entspricht.

Hinweis: Prüfen Sie im Vorfeld genau die Formulierungen und ob alle relevanten Regelungen über die Ausfallbürgschaft für die Miete in dem Formular enthalten sind. Wenn Sie sich nicht sicher sind: Für die Ausfallbürgschaft für die Miete gibt es Vorlagen und entsprechende Standardformulierungen, die Sie übernehmen können.

Gibt es Alternativen für die Ausfallbürgschaft für die Miete?

Die Ausfallbürgschaft für die Miete ist mit viel Aufwand verbunden, da Sie sich erst an den Hauptschuldner wenden müssen und dann erst an den Bürgen herantreten dürfen. Alternativen zur Ausfallbürgschaft stellen beispielsweise die selbstschuldnerische und gesamtschuldnerische Bürgschaft dar. Bei der selbstschuldnerischen Bürgschaft ist die Einrede der Vorausklage ausgeschlossen. Sie als Vermieter können also ohne erfolglose Zwangsvollstreckung an den Bürgen herantreten. Bei der gesamtschuldnerischen Bürgschaft haften mehrere Personen als Bürgen gemeinschaftlich. Dabei müssen diese nicht unbedingt Kenntnis voneinander haben.

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