Mieterwechsel – aber richtig!

Zeitraubend, aufwändig und mit Risiken behaftet – den Mieterwechsel kann man vielfältig beschreiben, aber als Vergnügen würden ihn wohl die wenigsten Vermieter bezeichnen. Doch das muss nicht sein, denn durch die richtige Planung lässt sich der Mieterwechsel optimieren und wird so zu einem positiven Erlebnis für alle Beteiligten. Wir von Vermietet.de haben für Sie alle wichtigen Informationen zum Mieterwechsel zusammengestellt.

Umzugsverhalten

Die Kündigung

Ihr Mieter hat kürzlich das Mietverhältnis gekündigt. Kein Grund zur Panik, denn der Mieterwechsel bietet Ihnen hervorragende Möglichkeiten, die aktuelle Mietsituation zu überdenken und sogar Gewinn daraus zu schlagen. In jedem Falle empfiehlt es sich, Ihrem Mieter die Kündigung schriftlich zu bestätigen, sofern er das gekündigt hat. Wenn Sie Zweifel an der Wirksamkeit einer erhaltenen Kündigung haben, sollten Sie dem sofort nachgehen. Das kann zum Beispiel bei einer Erbschaft bei einer Betreuung oder Bevollmächtigung der Fall sein. Wir empfehlen Ihnen, sich dazu die Rechtsgrundlage übersenden zu lassen, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Abnahme & Investitionsentscheidung

Vereinbaren Sie einen Termin zur Vorabnahme der Wohnung. Diese ersetzt natürlich nicht die Endabnahme, bietet dem Mieter jedoch die Gelegenheit, bestehende Mängel zu beseitigen, bevor Sie den Dampfhammer zum Auszug rausholen. Natürlich verlässt Ihr Mieter im Normalfall nicht mit fliegenden Fahnen die Wohnung. Nutzen Sie die Zeit, um rechtzeitig vor dem Auslaufen des Vertrags gemeinsam mit dem Mieter den Zustand der Wohnung zu überprüfen und zum Beispiel festzustellen, ob bis zur Beendigung des Mietverhältnisses Renovierungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen sind.

Nutzen Sie diesen Anlass, um sich einen Überblick hinsichtlich der Modernisierungssituation zu verschaffen. Ob Badezimmer, Elektrik oder Isolierung,  dies ist der günstigste Moment zur Vorbereitung von Maßnahmen zur Aufwertung Ihrer Immobilie. Schließlich können alle Arbeiten während des Leerstands der Wohnung erfolgen, so können Sie Ihre Immobilie anschließend sogar als Erstbezug nach Modernisierung anbieten, was durchaus Einfluss auf ihren Mietpreis haben kann.

Mieterwechsel-Infografik

Immobilieninserate & Exposegestaltung

Vermeiden Sie einen unnötigen Leerstand der Wohnung. Eine schnelle Inserierung Ihrer Immobilie mit professioneller Gestaltung und einer sympathischen Ausstrahlung Ihres Objekts erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf einen schnellen Vermittlungserfolg. Beachten Sie dabei, dass es auf die Details ankommt:
Die richtige Beschreibung, eine aufmerksamkeitsstarke Überschrift und die Visualisierung anhand von atmosphärischen Bildern und leicht verständlichen Grundrissen sind nur einige wichtige Faktoren, die Sie Ihrem Ziel näher bringen. Mit unserer kostenlosen Immobilien-Exposé-Vorlage gestalten Sie ganz einfach ein erfolgreiches Immobilieninserat. Plattformen wie Immobilienscout24 oder Immowelt erlauben es Ihnen, eine schnelle Listung mit großer Reichweite, insbesondere in Ballungsgebieten, zu erzielen. Wussten Sie eigentlich, dass Sie Ihr Objekt mit Vermietet.de direkt auf Immobilienscout 24 anbieten können?

Mieterauswahl

Als Vermieter sind Sie oft in der komfortablen Lage, unter einer Vielzahl von Bewerbern die für Sie passenden Mieter aussuchen zu können. Sie haben eine Wellenlänge mit einem Mietinteressenten? Wunderbar! Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht: Könnten Sie den potentiellen Mietern aus dem Bauch heraus ohne Bedenken Ihr Eigentum anvertrauen?
Für ein ordentliches Vertragsverhältnis braucht es mehr als Sympathie. Ein regelmäßiges, nachweisbares Einkommen und ein unbefristeter Arbeitsvertrag gewährleisten, dass Mieter sich die Wohnung dauerhaft leisten können. Bestehen Ihrerseits Zweifel an der Finanzkraft des favorisierten Bewerbers, zum Beispiel bei Studenten, kann eine Bürgschaft der Eltern Sicherheit geben. Stellen Sie sich auch die Frage, wie homogen die Mietergemeinschaft in dem Wohnhaus ist. Wer passt zu der bestehenden Alters- und Sozialstruktur? Eine relativ einheitliche Hausgemeinschaft wird sich langfristig bewähren.

Mietvertrag & Mietkaution

Beugen Sie Rechtsstreitigkeiten vor: Lassen Sie Ihren neuen Mieter erst einziehen, nachdem beide Seiten den Mietvertrag unterschrieben haben. So stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Fragen wie Renovierung, Kaution und Übernahme der Nebenkosten schriftlich fixiert werden. Doch nehmen Sie sich auch vor unwirksamen Klauseln in Acht: Solche wirkungslosen Regelungen liegen vor, wenn unabhängig vom tatsächlichen Renovierungsbedarf innerhalb eines bestimmten Zeitraums Arbeiten durchzuführen sind.

Bedenken Sie in jedem Falle die Vereinbarung einer Mietkaution, denn diese dient der Absicherung des Vermieters für verschiedene Ansprüche aus dem Mietverhältnis. Das bedeutet: Wenn nach Ende des Mietverhältnisses noch Mietrückstände bestehen, der Mieter vereinbarte Schönheitsreparaturen nicht erledigt hat oder es noch offene Nebenkostenabrechnungen gibt, kann der Vermieter diese Forderungen mit der hinterlegten Mietkaution verrechnen. Sie können diese jedoch nur verlangen, wenn es im Mietvertrag vereinbart ist.

Einzug & Mieteingang

Stellen Sie sicher, dass Ihr neuer Mieter pünktlich zum vereinbarten Termin in die Wohnung einziehen kann. Andernfalls riskieren Sie nicht nur einen massiven Vertrauensverlust zu Beginn Ihres Vertragsverhältnisses, sondern müssen auch durch eine Verzögerung der Wohnungsübergabe zusätzlich anfallende Kosten übernehmen.

Wenn es um die pünktliche Zahlung der Miete geht: sprechen Sie mit Ihrem Mieter! Damit die Miete pünktlich kommt, sollten Sie im Mietvertrag ein automatisches Zahlungsverfahren per Dauerauftrag oder SEPA-Zahlung vereinbaren. Dies reduziert nicht nur das Risiko verspäteter Zahlungen, sondern vereinfacht den Prozess der Mietzahlung auch für Ihren Mieter.

Umzugskarte
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