Damit Kosten für den Winterdienst umlagefähig sind

Grundsätzlich können Sie als Vermieter die Kosten für den Winterdienst auf die Mieter umlegen. Allerdings sind nicht alle Kosten für den Winterdienst umlagefähig und auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Hier lesen Sie, was Sie wissen müssen.

Nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV) ist der Winterdienst umlagefähig. Demnach können Sie die Kosten in der Nebenkostenabrechnung auflisten und damit auf den Mieter übertragen.

Welche Kosten kann der Vermieter umlegen?

Nach § 2 Nr. 8 BetrKV sind sowohl die Kosten der Straßenreinigung (Winterdienst der Stadt/ Gemeinde) als auch die Kosten für den Winterdienst am eigenen Haus umlagefähig. Konkret können Sie die Kosten für die Streumittel, die Wartung der Räumgeräte sowie Lohn- und Anfahrtskosten des Dienstleisters im Rahmen des Winterdienstes als Nebenkosten umlegen. Haben Sie keinen Dritten mit dem Winterdienst beauftragt, sondern übernehmen die Räumung selbst, können Sie einen gleichwertigen „Arbeitslohn“ für Sie ansetzen, allerdings ohne Mehrwertsteuer.

winterdienst auf mieter umlegen

Achtung: Kosten für den Winterdienst sind nicht umlagefähig, wenn die Arbeit vom Hausmeister übernommen wird. Dann entstehen Ihnen als Vermieter nämlich keine Zusatzkosten, die Sie folglich auch nicht umlegen können. Außerdem: Auch die Kosten für die Erstbeschaffung und Ersatzbeschaffung sind nicht umlagefähig. Lediglich, wenn die Anschaffungskosten neuer Räumgeräte günstiger als die Reparatur oder Beauftragung eines Dienstleisters sind.

Welcher Umlageschlüssel gilt für den Winterdienst?

Grundsätzlich können Sie als Vermieter für die Nebenkosten des Winterdienstes einen Umlageschlüssel frei wählen. Ist im Mietvertrag nichts Genaues vereinbart, geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Verteilung nach der Wohnfläche erfolgt (vgl. §§ 556a Bürgerliches Gesetzbuch). In der Praxis zeigt sich, dass dies auch die sinnvollste bzw. fairste Verteilung ist.

Wichtige Voraussetzung: Nur dann ist der Winterdienst umlagefähig!

Damit Sie den Winterdienst überhaupt als Nebenkosten aufführen können, müssen Sie eine entsprechende Klausel im Mietvertrag einfügen (z. B. „Der Mieter übernimmt die Betriebskosten“) oder im Mietvertrag einen Hinweis hinzufügen, dass die Hausordnung den Winterdienst regelt. Nur die Herausgabe oder der Aushang der Hausordnung mit Regelungen zum Winterdienst ist nicht wirksam.
Prüfen Sie also unbedingt den Mietvertrag, um die Kosten korrekt abrechnen zu können, und passen Sie die Vertragsvorlage für künftige Mietverhältnisse ggf. an, damit der Winterdienst umlagefähig wird.

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