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Immobilienleasing als Alternative zum Kauf – lohnt sich das?

Immobilienleasing, das seit einigen Jahren in Deutschland möglich ist, hat den entscheidenden Vorteil, dass Sie kein Eigenkapital aufbringen müssen. Aber lohnt sich das wirklich als Alternative zum Kauf einer Immobilie? Wir informieren Sie über Vor- und Nachteile.

Was bedeutet Immobilienleasing genau?

Ähnlich wie beim Leasing von Fahrzeugen zahlen Sie als Leasingnehmer eine bestimmte monatliche Rate an den Leasinggeber und erhalten dafür das Recht die Immobilie zu gebrauchen. Nach Ablauf der Leasingzeit von rund 20, 25 oder 30 Jahren haben Sie beim Immobilienleasing ein Vorkaufsrecht, um die Immobilie zu kaufen. Die gezahlten Leasingraten werden hierbei angerechnet.

Folgende Optionen stehen Ihnen dabei für das Immobilienleasing zur Verfügung:

  • Neubauleasing: Der Leasinggeber erwirbt ein Grundstück und baut darauf eine Immobilie, die aber nach Ihren Vorstellungen errichtet wird.
  • Buy and Lease: Der Leasinggeber erwirbt eine Bestandsimmobilie, die er an Sie weiter vermietet.
  • Sale and Lease Back: Sie erwerben oder bauen eine Immobilie, verkaufen diese an den Leasinggeber, der sie zu weiteren Nutzung an Sie zurück least.

Die Vor- und Nachteile beim Immobilienleasing

Der entscheidende Vorteil beim Immobilienleasing besteht darin, dass Sie kein Eigenkapital für die Finanzierung der Immobilie benötigen. Das Immobilienleasing stellt folglich hinsichtlich eines Kaufs eine echte Alternative dar. Damit dies auch tatsächlich der Fall ist, muss natürlich ein Vorkaufsrecht im Leasingvertrag vereinbart werden. Beim klassischen Immobilienkauf zahlen Sie ebenfalls den Immobilienkredit über eine lange Laufzeit ab, werden allerdings direkt nach dem Erwerb zum Eigentümer. Dies ist beim Leasing anders, denn hier werden Sie erst am Ende der Leasingzeit zum Immobilieneigentümer:

Wenngleich Sie als Leasingnehmer von Anfang an Mitspracherecht in Bezug auf das Grundstück und die Immobilie haben, bleiben Sie am Ende lediglich Leasingnehmer und damit Mieter. Das Eigentum besitzen Sie beim Immobilienleasing zunächst nicht.

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Dies kann zum Nachteil werden, etwa wenn Sie die Immobilie eigentlich zu Vermietungszwecken erwerben und als Mieter keine Anschaffungskosten von der Steuer absetzen können. Gleichzeitig müsste der Leasinggeber natürlich die Option einräumen, dass Sie die Immobilie untervermieten dürfen.

Fazit: Lohnt sich das Immobilienleasing?

Das Immobilienleasing ist für Privatpersonen als Alternative zum Kauf eher weniger geeignet, was insbesondere damit zusammenhängt, dass man unter Umständen mehr für das Leasing zahlt als für die Aufnahme eines Immobiliendarlehens. Vergleichbar ist dies mit Mobilfunkverträgen, bei denen man monatlich ein Mobilfunkgerät abbezahlt. Auch dieses ist in Summe teurer als der sofortige Kauf. Vermutlich ist dies auch der Grund, warum das Immobilienleasing unter Privatpersonen nicht allzu verbreitet ist. Die klassische Immobilienfinanzierung mit Annuitätendarlehen oder anderen Kreditformen ist die bessere Wahl.

Im Bereich der Gewerbeimmobilien kann das Immobilienleasing hingegen sinnvoll sein, denn Unternehmen bleiben mit dieser Immobilienkaufalternative liquide und können sich beispielsweise schon in der Gründungszeit Geschäftsräume leisten, für die eigentlich kein Kapital verfügbar ist. Auch steuerrechtliche Vorteile können sich für Unternehmen ergeben. Diese müssen jedoch im Einzelfall betrachtet werden.

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Über uns

Vermietet.de ist die innovative Verwaltungsplattform für private Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen in Deutschland. Durch eine Vielzahl hilfreicher Funktionen bietet die Software einen gesamtheitlichen Überblick über Ihre Immobilien. Dies umfasst unter anderem die automatische Kontrolle der Mieteingänge inkl. der Erstellung von Zahlungserinnerungen und Mahnungen, die Erfassung von der Einnahmen und Ausgaben, die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen und die Bewertung Ihrer Objekte.

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