Denkmalgeschütztes Haus kaufen: Diese Verpflichtungen erwarten Sie

Haben Sie schon davon gehört: Ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen, hat Steuervorteile – vor allem für Vermieter. Bevor Sie sich nun aber auf die Suche nach einem Denkmalschutz-Haus machen, sollten Sie diesen Artikel über die Pflichten als Eigentümer lesen.

Wer ein denkmalgeschütztes Haus kaufen möchte, verpflichtet sich, das Gebäude in seinem kulturhistorischen Erscheinungsbild – außen wie innen – zu erhalten und instand zu setzen. Zudem muss der Eigentümer das Gebäude sorgfältig behandeln und vor Gefährdung schützen. So schreiben es die Denkmalschutzgesetze der Länder und Artikel 14 Grundgesetz (GG) vor.

Denkmalgeschütztes Haus kaufen: Keine Veränderung ohne Erlaubnis

Aus der Erhaltungs- und Instandhaltungspflicht ergibt sich die Verpflichtung, Genehmigungen einzuholen, sofern Sie bauliche Maßnahmen an dem denkmalgeschützten Haus durchführen. Grundsätzlich benötigen Sie für die Beseitigung und die Veränderung denkmalgeschützter Häuser eine Erlaubnis – also beim Abbruch von Gebäudeteilen, beim Austausch der Fenster oder bei der Sanierung der Fassade.

denkmalgeschütztes haus

Sie benötigen in der Regel sowohl für die Außen- wie auch die Innensanierung eine Genehmigung. Allerdings hängt dies auch davon ab, was genau unter Denkmalschutz steht. Mitunter sind davon nur einzelne Gebäudeteile betroffen. Möchten Sie ein denkmalgeschütztes Haus kaufen, bei dem nur das Treppenhaus geschützt ist, erhalten Sie für äußerliche Veränderungen in der Regel problemlos eine Genehmigung. Handelt es sich jedoch um einen sogenannten Ensembleschutz, der ganze Straßen- oder Innenstadteile unter Denkmalschutz stellt, wird die Änderung der Fassade schwierig.

Es hat auch Vorteile, ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen

Sicherlich sind die Einschränkungen bezüglich baulicher Veränderungen ein großer Nachteil bei denkmalgeschützten Gebäuden. Der Umstand, dass die Gebäude aufgrund ihres Alters und der Denkmalschutzvorschriften normalerweise nicht nach modernen Energiestandards modernisiert werden können, ist ein Nachteil. Das muss Sie aber nicht gänzlich davon abschrecken, ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen.

Der entscheidende Vorteil, ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen, ist der Steuervorteil. Als Privatnutzer können Sie bis zu 90 Prozent der Sanierungskosten und als Vermieter bis zu 100 Prozent der Sanierungskosten steuerlich absetzen. Vermieter profitieren gleich doppelt, denn sie dürfen ebenfalls die Herstellungskosten von der Steuer abschreiben.

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