Checkliste zur Immobilienbewertung – darauf müssen Sie achten

Für die Wertermittlung von Wohnung oder Eigenheim ist eine Checkliste zur Immobilienbewertung unverzichtbar. Welche Fakten vermittelt eine Checkliste und inwiefern hilft sie bei der Vorbereitung? Diese und weitere Fragen werden im nachfolgenden Beitrag beantwortet. Zudem geben wir Ihnen Hinweise auf Unterlagen, die beim Immobiliengutachten vom Sachverständigen benötigt werden.

Zu Beginn jeder Immobilienbewertung sollte die Frage nach dem Anlass stehen. Benötigen Sie ein Wertgutachten als Grundlage für Verkaufsverhandlungen oder aufgrund diverser Vermögensauseinandersetzungen? Möchte Sie Ihr Anwesen beleihen oder soll das Immobiliengutachten zur steuerlichen Bewertung dienen?

Im nächsten Schritt der Checkliste zur Immobilienbewertung gilt es, den geeigneten Gutachter auszuwählen. Sie haben die Wahl unter freien Gutachtern mit und ohne „ISO 9001“-Zertifizierung sowie unter bestellten und vereidigten Sachverständigen. Bevor Ihre Entscheidung für einen bestimmten Fachmann fällt, vergleichen Sie bitte gründlich mit Fokus auf Qualifikation, Erfahrung und Referenzen. Empfehlenswert ist zudem von den Gutachtern, welche in die engere Wahl gekommen sind, unverbindliche Kostenvoranschläge einzuholen.

Glühbirne

Hinweis: Ein professioneller Gutachter erkennt zwar Mängel, die Ihren ungeübten Augen verborgen bleiben, indes ist sein Wertermittlungsgutachten mit einem Schätzwert versehen. Ein anderer Experte kann den Wert ihrer Immobilie eventuell zehn Prozent höher oder tiefer ansetzen.

Checkliste zur Immobilienbewertung – Lage und Infrastruktur

Wenn Sie den Verkaufspreis Ihrer Immobilie berechnen lassen, spielen Baujahr, Größe, Anzahl der Zimmer, Lage, regionale Infrastruktur und Zusammensetzung der Nachbarschaft ausschlaggebende Rollen. Ein Haus in einem gehobenen Wohnviertel mit unmittelbaren Einkaufsmöglichkeiten und perfekten Nahverkehrsanbindungen kann teurer als der Durchschnitt angeboten werden. Laute Nachbarn oder erheblicher Lärm auf den Straßen wirken sich negativ bei der Wertermittlung aus.

Wie sind Bausubstanz und allgemeiner Zustand zu bewerten?

Gutachter fokussieren sich bei der Immobilienbewertung auf Kriterien wie Mauerwerk, Dach und Sanierungsbedarf. Fällige Maßnahmen werden hierzu in aktuell realistische Kosten umgelegt und vom erzielbaren Verkaufspreis abgezogen. Ähnlich negativ wirkt sich hoher Energiebedarf auf den Immobilienwert aus. Um den Wertverlust durch hohen Energieverbrauch zu ermitteln, werden meist die Kosten für erforderliche energetische Baumaßnahmen (Dämmung, neue Heizung oder spezielle Fenster) berechnet.

Besondere Ausstattungsmerkmale

Dieser Punkt der Checkliste zur Immobilienbewertung hat meist positive Auswirkungen auf den Verkehrswert. Unter besonderer Ausstattung ist beispielsweise eine Solaranlage zu verstehen. Swimmingpool, Garten mit Laube oder anspruchsvoller Gestaltung und Einbauküche resultieren ebenso in höherem Immobilienwert wie ein offener Kamin, Kachelofen oder Wintergarten.

Unterstützen Sie den Sachverständigen

Die Checkliste zur Immobilienbewertung ermöglicht Ihnen, alle wichtigen Details zu erkennen. Damit Ihr Baugutachter eine möglichst zuverlässige Wertermittlung durchführen kann, benötigt er Ihre Mithilfe. Nachfolgend eine Checkliste Immobiliengutachten bezüglich der Unterlagen, die Sie Ihrem Gutachter zur Verfügung stellen sollten.

  • Grundbuchauszug Abteilung 2 und Flurbuchauszug, nicht älter als drei Monate
  • Vollständige Bauzeichnungen mit sämtlichen Umbau- oder Anbauzeichnungen
  • Baulastenverzeichnis und Wohnflächenberechnung
  • Nachweise zu energetischen Modernisierungen
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Weitere Unterlagen werden bei Mietobjekten, Häusern unter Denkmalschutz und bei Erbbaurecht-Angelegenheiten benötigt. Im Idealfall schicken Sie die oben genannten Dokumente Ihrem Gutachter einige Tage vor der Immobilienbesichtigung.

Beispiel Immobilienbewertung per Vergleich

Sie können mit dem indirekten Vergleichswertverfahren und der Checkliste zur Immobilienbewertung ohne Mühe den Verkehrswert Ihres Hauses schätzen. Sie gehen dazu zum Gutachterausschuss in Ihrer Gemeinde und fragen nach vergleichbaren Musterhausdaten. Diese Daten stellen Sie den Zahlen Ihres Eigenheims gegenüber und belegen voneinander abweichende Punkte mit prozentualen Zuschlägen oder Abzügen.

Das direkte Vergleichswertverfahren ist nur in Gegenden mit ausreichenden Vergleichsobjekten sinnvoll und setzt meist einen Gutachter voraus.

Anhaltspunkte für die eigene Schätzung

Die Checkliste für die Bewertung einer Immobilie hilft Ihnen, den Wert Ihres Eigentums selbst zu ermitteln. Bequem den Hauspreis online schätzen können Sie bequem auf Vermietet.de. Ihre Immobilie auf unserem Portal bewerten erspart Ihnen die Beauftragung eines externen Gutachters.

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