AfA für die Eigentumswohnung anwenden? Das ist bei Vermietung möglich!

Im Rechnungswesen wird die Wertminderung von Immobilien mit der Absetzung für Abnutzung (AfA), auch Abschreibung genannt, erfasst. Die wichtigsten Fragen zur AfA für eine Eigentumswohnung klären wir heute für Sie.

Vermieter sind klar im Vorteil gegenüber Selbstnutzern, denn die Afa ist bei Eigentumswohnungen nur anwendbar, wenn diese vermietet werden.

Achtung: Ausgenommen sind Wohnungen unter Denkmalschutz. Hier können auch Selbstnutzer Kosten abschreiben.

Das denkmalgeschützte Haus soll abgerissen werden? Ohne Genehmigung geht das nicht. Alles Wichtige zu diesem Thema – und was es beim Abriss bezüglich der AfA zu berücksichtigen gilt – fasst dieser Artikel zusammen.

Welchen Vorteil bringt die AfA für eine Eigentumswohnung?

Die AfA der Eigentumswohnung mindert die Steuerlast in der jährlichen Einkommensteuererklärung, die Sie als Vermieter zusammen mit der Anlage „Vermietung und Verpachtung“ abgeben müssen.

Wie wird die AfA für die Wohnung angewendet?

Die Abschreibung erfolgt entweder linear oder degressiv. Welche AfA für die Eigentumswohnung anzuwenden ist, entscheidet das Datum des Bauantrags beziehungsweise Kaufvertrags.

  • Gebäude, die nach dem 28.02.1989 und vor dem 01.01.1996 rechtskräftig erworben wurden oder für die ein Bauantrag gestellt wurde, werden degressiv abgeschrieben mit regelmäßig sinkenden Abschreibungssätzen.
  • Gebäude, die nach dem 31.12.1924 fertiggestellt wurden, werden linear mit jährlich zwei Prozent für insgesamt 50 Jahre abgeschrieben.
  • Gebäude, die vor dem 01.01.1925 fertiggestellt wurden, werden linear mit jährlich 2,5 Prozent für insgesamt 40 Jahre abgeschrieben.

Hinweis: Wird die Eigentumswohnung einige Jahre selbst bewohnt und einige Jahre vermietet, verringert die Zeit der Selbstnutzung die Abschreibungszeit.

Welche Kosten werden in der AfA für die Eigentumswohnung abgeschrieben?

Die AfA für die Eigentumswohnung kann auf die Anschaffungs- und Herstellungskosten angewendet werden. Das umfasst Baukosten oder Kaufkosten sowie die Nebenkosten – also Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren, etc. Nicht abschreibbar sind die Kosten für das Grundstück, da sich dieses im Sinne der „Absetzung für Abnutzung“ nicht abnutzen kann.

Führen Sie innerhalb der ersten drei Jahre nach Erwerb Sanierungsarbeiten durch, die 15 Prozent des Anschaffungswertes überschreiten, gelten diese Ausgaben als Herstellungskosten und werden ebenfalls als AfA für die Eigentumswohnung abgeschrieben.

Renovierungsarbeiten und Instandhaltungen, die diese Grenze nicht überschreiten oder erst nach Ablauf der drei Jahre durchgeführt werden, werden als Werbungskosten komplett und sofort im Jahr der Entstehung abgesetzt.
Von welchen Steuervorteilen Sie als Vermieter sonst noch profitieren, erfahren Sie in diesem Artikel.

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