Erwerb & Vermietung
April 27, 2022 von Andrea andrea.burkhardt@scout24.com

HOME STREET HOME hilft Obdachlosen bei der Wohnungsvermittlung

Mit prominenten Unterstützern wie Joko Winterscheidt, Claire Oelkers und Bausa geben ImmoScout24 und die Initiative One Warm Winter obdachlosen Menschen eine Chance auf Wohnraum. Denn ohne Wohnung, kein Job und keine soziale Integration. HOME STREET HOME soll so Obdachlosen die Chance auf einen Neuanfang geben.

Wie das geht? Ganz einfach: Vermieter in Deutschland und Österreich, die ihre Wohnungsanzeige über ImmoScout24 inserieren, können ihre Wohnung direkt für Bedürftige bereitstellen. HOME STREET HOME klärt dabei Vermieter auf und macht auf Housing-Konzepte aufmerksam.

 

„Wir machen Wohnungen sichtbar“

Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24, sagt hierzu: „Es fehlt an Wohnraum für obdachlose Menschen. Als Marktführer für Immobilien in Deutschland möchten wir hier ansetzen und helfen. Wir machen Wohnungen sichtbar, die Vermieter genau für diejenigen bereitstellen, die es bei der Bewerbung für eine Mietwohnung besonders schwer haben. Dafür setzen wir uns bei unseren Kunden ein. Gemeinsam mit unserem Partner One Warm Winter und den Vermietern möchten wir diesen Menschen zu einem Dach über dem Kopf verhelfen.”

„Wir sind sehr dankbar, dass ImmoScout24 sofort von der Idee begeistert war und wir gemeinsam eine Mechanik entwickelt haben, mit der wir maximale Aufmerksamkeit schaffen und dazu beitragen können, dass mehr Wohnungen an obdachlose Menschen vermietet werden“, kommentiert Marija Stojanovic, Stiftungsleitung Dojo Cares, die Kooperation.

 

Ein Vorteil: sichere Miete

HOME STREET HOME gibt es seit August 2021. Vermieter werden beim Inserierungsprozess direkt darüber informiert, was die Vorteile bei einer Vermietung an Obdachlose sind. Einer dieser Vorzüge ist die sichere Miete, welche vom Sozialamt übernommen wird. Werden Wohnungen für obdachlose Menschen inseriert, erhalten Organisationen und Vereine eine Benachrichtigung darüber. Dadurch kann die Vermittlung beschleunigt werden.

„Unser Ziel ist es, obdachlosen Menschen ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Als Marktführer für Immobilien in Deutschland richten wir uns mit unserer Kooperation HOME STREET HOME direkt an alle, die eine Wohnung vermieten und klären über mögliche Vorbehalte auf“, erklärt Dr. Thomas Schroeter. „Wir möchten zusammen mit Vermieterinnen und Vermietern ein Netzwerk schaffen, um den Kreislauf von Wohnungslosigkeit und Arbeitslosigkeit für obdachlose Menschen zu durchbrechen.“

„Mit One Warm Winter setzen wir uns seit 2012 für die Belange obdachloser Menschen ein. Vor allem nachhaltige Obdachlosenhilfe ist uns wichtig – und Housing First ist eine der nachhaltigsten Optionen, die es in diesem Bereich gibt“, so Marija Stojanovic, Stiftungsleitung Dojo Cares. „Als erstes muss ein sicheres Umfeld geschaffen werden, bevor sich Menschen mit ihren Schicksalsschlägen und den daraus resultierenden Folgen auseinandersetzen können. Bei Housing First und anderen Housing Konzepten unterschreiben Betroffene ihren eigenen Mietvertrag. Sie zahlen ihre Miete selbst durch ihren Anspruch auf Transferleistungen und sind somit mit einem Fuß schon wieder in die Gesellschaft integriert. Studien zeigen, dass bis zu 90 Prozent der Menschen dank Housing First erfolgreich zurück in ein selbstbestimmtes Leben gefunden haben.“

 

Housing First bekämpft Obdachlosigkeit

Das Konzept Housing First stammt aus den USA und bekämpft Obdachlosigkeit langfristig. Eines der größten Hürden für obdachlose Menschen ist meist die bürokratische Abwicklung. Hinzu kommen häufig individuelle Probleme, wodurch sich Herausforderungen bei der Wohnungssuche ergeben.

Um diesen Menschen eine Chance zu geben ihre Probleme zu lösen und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren, bedarf es einem Dach über dem Kopf. Housing First setzt genau bei diesem Grundbedürfnis nach geschütztem Wohnraum an und vermittelt in Kooperation mit Organisationen sowie Sozialarbeitern zuerst eine Wohnung an Obdachlose. Anschließend wird sich professionell um deren persönlichen Probleme gekümmert. In Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Wien, Salzburg, Köln, Hamburg und anderen Städten wird dieses Modell bereits umgesetzt.

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