Immobilienverkauf und die Steuer-Berechnung

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen, bleibt Ihnen nicht die volle Geldsumme. Neben Notarkosten und einer möglichen Maklerprovision fallen auch Steuern an. Welche dies sind und wie Sie bei einem Immobilienverkauf eine Steuer-Berechnung durchführen, verraten wir Ihnen hier.

Unter Umständen werden bei dem Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung Steuern fällig. Vor allem die Spekulationssteuer ist hier bei privaten sowie gewerblichen Objekten zu nennen. Wenn Sie beispielsweise für Ihren Hausverkauf diese Steuern berechnen, müssen Sie den Gewinn als Grundlage nehmen. Die Steuerhöhe orientiert sich dann am Einkommensteuersatz. Dementsprechend müssen Sie eine höhere Spekulationssteuer zahlen, wenn Sie mehr verdienen.

Beispiel für einen Immobilienverkauf: Berechnung Spekulationssteuer

Damit Sie leichter verstehen, wie Sie beim Immobilienverkauf die Steuer-Berechnung durchführen, zeigen wir Ihnen das folgende Beispiel:

Immobilienpreis beim Verkauf300.000 €
Kosten durch den Verkauf, bspw. für Schönheitsreparaturen- 15.000 €
Anschaffungskosten (bei Mietobjekten ggf. minus AfA)- 250.000 €
Gewinn, der versteuert wird35.000 €
Persönlicher Steuersatz32%
Zu zahlende Spekulationssteuer11.200 €

Sie sehen also, die Höhe der Spekulationssteuer ist nicht unwesentlich. Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, ist ein Steuer-Rechner sinnvoll, um die Besteuerungshöhe zu erfahren.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Sie können die Steuer umgehen.

So vermeiden Sie die Spekulationssteuer

Die Besteuerung durch die Spekulationssteuer entfällt, wenn diese Punkte zutreffen:

  • Der Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf beträgt mehr als zehn Jahre. Alles unter dieser Frist zählt zum Spekulationszeitraum.
  • Die Immobilie beziehungsweise das Grundstück wurde ausschließlich von Ihnen selbst bewohnt.
  • Sie haben das zu verkaufende Mietobjekt im Jahr des Verkaufs sowie in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt.

Hinweis: Wenn Sie für einen Grundstücksverkauf die Steuern berechnen möchten, gelten die gleichen Regelungen.

Tipp: Steuern so gering wie möglich halten

Wenn Sie für Ihren Immobilienverkauf eine Steuer-Berechnung durchführen und feststellen, dass diese ungewöhnlich hoch ist, sollten Sie nochmal genauer hinsehen.

Wir empfehlen Ihnen in einem solchen Fall nochmal den Gewinn zu betrachten. Haben Sie wirklich alle Ausgaben vom Verkaufspreis abgezogen? Zu den abzugsfähigen Ausgaben zählen in jedem Fall jene Posten:

  • Kosten für den Verkauf der Immobilie
  • Kosten für den Notar und den Makler
  • Kosten für die Erstellung eines Wertgutachtens
  • Kosten für Werbung und Anzeigenschaltung
  • Kosten für Reparatur bzw. Modernisierung
  • Kosten für Energieausweis (gilt nur bei einem Verkauf des Objektes innerhalb der Spekulationsfrist)
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