Immobilien von privat – Tipps von Vermietet.de

Schon allein die Ersparnis der Maklerprovision ist für viele Menschen ein Grund, Immobilien von privat zu erwerben. Wir von Vermietet.de erläutern, wie Sie die eine Immobilie als Privatverkauf erwerben und was dabei zu beachten ist.

In den meisten Bundesländern wird die Maklerprovision zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt. In Berlin, Hamburg, Bremen, Hessen und Brandenburg trägt der Käufer diese Kosten in der Regel allein. Wenn Sie Immobilien von privaten Personen kaufen, ist hingegen kein Makler beauftragt, also entfällt auch die Maklercourtage. Für viele Menschen ist das der größte Vorteil, ein Immobilienangebot über private Personen zu suchen.

Das Bestellerprinzip gilt seit dem Juni 2015 und besagt, dass ein Immobilienmakler von demjenigen zu bezahlen ist, der als Besteller fungiert und den Auftrag erteilt hat.

Achtung: Die Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat den Vorschlag gemacht, das Bestellerprinzip auch für Hauskäufe einzuführen. Dies wirkt aktuell von der Bundesregierung geprüft. Mit Beschluss würden künftig die Besteller der Immobilienmakler auch deren Provisionen zahlen.

Nachteile des privaten Immobilienkaufs ergeben sich häufig dann, wenn Sie weder die Zeit für die Immobiliensuche, noch die fachlichen Kenntnisse haben. So wählt der Immobilienmakler nicht nur vorab passende Objekte aus, sondern vereinbart Besichtigungstermine, bereitet die Kaufunterlagen vor und übernimmt auf Wunsch die Verhandlungen mit dem Eigentümer. Speziell, wenn das Objekt nach dem Kauf vermietet wird und Rendite erwirtschaften soll, lohnt es sich einen Fachmann an der Seite zu haben. Schließlich bestimmen Zustand und Lage der Immobilie nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Miete. Immobilien von privat zu kaufen, ist daher nicht zwingend immer von Vorteil. Sie sollten die verschiedenen Punkte für sich persönlich abwägen.

Immobilien von privat kaufen – vorab gilt es Folgendes zu beachten

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Bevor Sie sich entscheiden, Immobilien ohne einen Makler zu suchen, sollten Sie die folgenden Punkte beherzigen:

  • Prüfen Sie Immobilien von privat auf Herz und Nieren: Bausubstanz, Trägerwerk, Wärmedämmung, eventuelle Schäden in den Versorgungsleitungen, Schimmelbefall, Schädlinge und mehr beeinträchtigen den Zustand des Hauses. Dadurch wissen Sie nicht nur, welche Renovierungsarbeiten zu erwarten sind, sondern können auch den Kaufpreis drücken. Vorsicht aber vor laienhaften Einschätzungen: Seriöse Aussagen über die Bausubstanz kann nur ein Gutachter machen. Gegebenenfalls lohnt sich die Investition. Speziell ältere Häuser sollten dringend von einem Baugutachter untersucht werden, da sie meist sehr viele Baustellen aufweisen.
  • Wichtige Unterlagen, die Sie sich vom Eigentümer aushändigen lassen sollten, sind ein aktueller Energieausweis, der Grundbucheintrag sowie ein Grundriss. Absprachen – etwa die Übernahme von Einrichtungen – sollten immer schriftlich festgehalten werden. Das gilt auch für die Schlüsselübergabe (Übergabeprotokoll).
  • Wenn Sie Immobilien von privat kaufen, verhandeln Sie direkt mit dem Eigentümer. Es ist ratsam, sich vorab ausführlich über die gängigen Preise in der Lage und für Immobilien mit der Ausstattung zu informieren. Tipp: Bringen Sie einen Freund oder Bekannten mit zur Besichtigung für eine objektive Beurteilung der Immobilie.
  • Lassen Sie sich nicht zum Immobilienkauf bzw. Vertrag drängen, ein Vorvertrag reicht, um Ihr Kaufinteresse zu bestätigen.

Immobilien von privat suchen – Tipps

Private Immobilien suchen Sie am besten auf Immobilienportalen im Internet, in Tageszeitungen oder auf Kleinanzeigen-Webseiten. Die Immobilienangebote der Banken sind oftmals von Wohnungsgesellschaften oder Immobilienmaklern. Sicherlich lohnt sich aber auch hier ein Blick, schließlich gibt es hier ebenso Angebote ohne Maklercourtage. Zudem können Sie in der gewünschten Nachbarschaft fragen, ob Immobilien von privat verkauft werden. Nicht zuletzt haben Sie die Möglichkeit, selber ein Suchinserat aufzugeben.

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