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Haus verschenken an Fremde – wichtige Infos

Grundsätzlich können Sie Ihr Haus verschenken, an wen Sie möchten – auch an Personen, die nicht zur Verwandtschaft gehören. Was Sie jedoch beachten müssen, wenn Sie Ihr Haus verschenken an Fremde, lesen Sie hier.

Haus verschenken an Fremde ist möglich

Wer von der Schenkung eines Grundstücks oder einer Immobilie profitieren soll, bestimmt der Erblasser und Eigentümer. Wenn Sie Ihr Haus verschenken möchten und das an Fremde, ist das möglich. Hierzu müssen Sie lediglich mit dem Begünstigten einen Schenkungsvertrag aushandeln, diesen dem Notar vorlegen und die Immobilie übertragen. Nach der Grundbucheintrag ist die Schenkung an Fremde abgeschlossen.

Haus verschenken an Fremde – Folgendes sollten Sie unbedingt beachten

Wenngleich es sehr einfach klingt, das Haus zu verschenken und das an Fremde, sollten Sie diese zwei wichtigen Punkte beachten:

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  • Wenn die Verschenkung an Fremde erfolgt, kommt es nicht selten zu Streitigkeiten mit den gesetzlichen Erben (sofern diese existieren). Gibt es gesetzliche Erben, haben diese einen Anspruch auf ihren Pflichtanteil und Sie müssen diesen auszahlen. Zu den gesetzlichen Erben der 1. Ordnung zählen Ehegatten, Kinder und Stiefkinder sowie Enkelkinder. Nach der 2. Ordnung sind Eltern, Geschwister und deren Kinder Erben, nach der 3. Ordnung Großeltern, Tanten und Onkel. Es gäbe also eine Reihe an gesetzlichen Erben, die einen Anspruch auf ihren Pflichtteil erheben könnten. Bevor Sie das Haus verschenken an Fremde, sollten Sie daher klären, wer in welcher Form Pflichtteilsansprüche geltend machen könnte. Dadurch können Streitigkeiten unter den Erben vermieden werden. Hierzu müssen Sie die geänderte Erbfolge in einem Testament eindeutig und rechtskräftig festhalten. Gesetzliche Erben können Sie nur dann vom Erbe und vom Pflichtteil ausschließen, wenn eine sogenannte Erbunwürdigkeit vorliegt (beispielsweise bei einer Straftat, die sich gegen den Erblasser richtet).
  • Bei einer Schenkung an Fremde fällt eine Steuer an – zumindest können Sie im Falle einer Immobilienschenkung davon ausgehen. Das liegt daran, dass Fremde bei Schenkungen einen steuerlichen Freibetrag von 20.000 Euro haben. Dieser kann zwar alle zehn Jahre neu voll ausgeschöpft werden. Eine Immobilie hat jedoch meist einen deutlich höheren Wert. Demnach müsste die Schenkung frühzeitig erfolgen, um die Immobilie vollständig steuerfrei zu verschenken.
  • Wenn Sie das Haus verschenken an Fremde wird der Verkehrswert der Immobilie für die Erbschaft bzw. Erbschaftssteuer ermittelt. Soll ein unbebautes Grundstück verschenkt werden, wird der Wert nach der Fläche und den jeweils geltenden Bodenrichtwerten ermittelt.
  • Hinsichtlich der Schenkungssteuer für Fremde wird aufgrund der Stellung in der Erbfolge, wenngleich Sie die gesetzliche Abfolge durch Ihr Testament ändern, die Steuerklasse III angesetzt. Die Erbschaftssteuer fällt mit 30 bis 50 Prozent relativ hoch aus.
  • Möchten Sie für den fremden Erben die Erbschaftssteuer senken, vereinbaren Sie eine Art Gegenleistung in Form eines Nießbrauch- oder Wohnrechts. Beides mindert die Erbmasse und damit die Höhe der Erbschaftssteuer.

Fazit: Lohnt es sich ein Haus an Fremde zu verschenken?

Natürlich sind Sie frei in der Entscheidung, wer Ihren Nachlass einmal erben soll. Das Haus zu verschenken und das an Fremde, sollte gut überlegt sein, wenn es gesetzliche Erben gibt. Nicht nur Streitigkeiten mit gesetzlichen Erben können problematisch werden, auch der niedrige Freibetrag und die hohe Erbschaftssteuer machen eine Schenkung an Fremde schwieriger als beispielsweise an Familienangehörige.

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Über uns

Vermietet.de ist die innovative Verwaltungsplattform für private Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen in Deutschland. Durch eine Vielzahl hilfreicher Funktionen bietet die Software einen gesamtheitlichen Überblick über Ihre Immobilien. Dies umfasst unter anderem die automatische Kontrolle der Mieteingänge inkl. der Erstellung von Zahlungserinnerungen und Mahnungen, die Erfassung von der Einnahmen und Ausgaben, die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen und die Bewertung Ihrer Objekte.

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