Haus an Kind überschreiben – das müssen Sie beachten

Früher oder später ist es so weit: Wer ein eigenes Haus besitzt, muss sich Gedanken machen, was mit dem Haus nach seinem Tode geschehen soll. Viele Menschen wollen in diesen Fällen das Haus an das Kind überschreiben. Das hat viele Vorteile. In diesem Text zeigen wir Ihnen, was Sie dabei beachten müssen.

Es ist nicht schön, wenn man sich zu Lebzeiten damit beschäftigen muss, was nach dem eigenen Tode mit dem Haus passieren wird. Aber so schwer es manchmal fällt: Sehr oft schafft es große Zufriedenheit, wenn man darauf vertrauen kann, dass alles bestens geregelt ist – so wie man es will. Manche Menschen verfassen ein Testament. Allerdings kommt es oft zu Erbstreitigkeiten. Um den Streit am Grab zu vermeiden, wollen viele Hausbesitzer bereits zu Lebzeiten das Haus auf das Kind überschreiben.

Haus an Kind überschreiben – So funktioniert es!

Wer das Haus oder die Wohnung an das Kind überschreiben möchte, muss einen sogenannten Übertragungsvertrag aufsetzen. Anders bei einer Schenkung kann die Übertragung eines Hauses an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Sehr oft wird den Eltern beispielsweise ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Der Vertrag, mit dem Sie das Haus an das Kind überschreiben, muss notariell beglaubigt werden.

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So lassen sich Streitigkeiten vermeiden!

Bei dem Vertrag kommt es auf die genaue Formulierung an. Die Beratung durch einen Anwalt ist vor allem dann ratsam, wenn man zum Beispiel das Haus an die Tochter überschreiben möchte und der Sohn oder andere Geschwister leer ausgehen. Wenn dann der ehemalige Besitzer kurz nach der Übertragung stirbt, kommt es oft zum Streit. Denn in diesem Fall kann die Übertragung als vorgezogenes Erbe interpretiert werden und die Eigentumsübertragung muss bei der Berechnung des Pflichtteils in der Erbschaft berücksichtigt werden. Je länger die Übertragung zurückliegt, desto geringer ist der Pflichtteil hinsichtlich der überragenden Immobilie. Juristen sprechen davon, dass der Anspruch auf den Pflichtteil im Laufe der Jahre abnimmt. Liegt die Übertragung länger als zehn Jahre zurück, können die Geschwister keine Ansprüche mehr erheben.

Glühbirne

Hinweis: In vielen Fällen lässt sich eine spätere Auseinandersetzung vermeiden. Die Eltern können das Haus an ein Kind überschreiben und mit der Pflicht verbinden, die Geschwister auszuzahlen.

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Schenkungssteuer bei Immobilien

Schenken Eltern ihren Kinder die Immobilie, anstatt das Haus an das Kind zu überschreiben, fallen unter gewissen Umständen Schenkungssteuern an. In die Berechnung dieser Steuer fließen verschiedene Faktoren ein: der Wert des Hauses sowie die Steuerklasse des Beschenkten und der Verwandtschaft. Der Ehepartner und die Kinder können sich über recht hohe Freibeträge freuen (500.000 Euro bzw. 400.000 Euro). Bei Geschwistern, Neffen und Nichten sind nur 20.000 Euro steuerfrei.

Erbschaftssteuer bei Immobilien

Wird das Haus vererbt, fällt eine Erbschaftssteuer an. Die Höhe ist in ähnlicher Weise wie die Schenkungssteuer gestaffelt. Dennoch kann es teuer werden. Denn das Haus gehört zur Erbmasse. Wenn der Erblasser neben dem Haus über nennenswerte Kontoguthaben oder andere Wertgegenstände verfügt, wird der Freibetrag bei der Erbschaftssteuer schnell überschritten. In dieser Hinsicht kann es sich lohnen, vor dem Tod das Haus an ein Kind zu überschreiben und damit aus der Erbmasse herauszulösen.

Haus an Kind überschreiben – mit diesen Kosten müssen sie rechnen

Wer ein Haus an das Kind überschreiben will, muss neben der Steuer mit weiteren Kosten rechnen. Zunächst muss der Wert des Hauses durch ein kostenpflichtiges Gutachten bestimmt werden. Der Notar für die Erstellung des Übertragungsvertrages muss ebenfalls bezahlt werden. Relativ überschaubar sind die Kosten für die Eintragung der neuen Besitzer ins Grundbuch. Gemessen an den Vorteilen, welche die Übertragung bringt, lohnen sich diese Kosten allemal.

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