Diese Vorteile hast Du, wenn Du ein Grundstück überschreibst

Als Alternative zum Vererben kannst Du ein Grundstück auch einfach überschreiben. Dies hat gegenüber einer herkömmlichen Erbschaft einige Vorteile, wenn Du die folgenden Dinge berücksichtigst.

Ein Grundstück zu überschreiben bedeutet, dass Du es bereits zu Lebzeiten an eine andere Person weitergibst. Grundsätzlich wird die Übertragung eines Grundstücks genauso gehandhabt wie die einer Immobilie. Wenn Du ein Grundstück überschreiben oder schenken möchtest, wird dies als vorweggenommene Erbschaft gewertet. Das bedeutet, dass die Übertragung oder Schenkung mit bestimmten Steuern, wie der Schenkungssteuer oder der Grunderwerbssteuer, verknüpft ist. Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist in jedem Bundesland anders. Wie viel Schenkungssteuer Du oder der Beschenkte bezahlen müssen, ist wiederum abhängig vom Wert des Grundstücks sowie der Steuerklasse, in der Du Dich beziehungsweise der Beschenkte befinden. Grundsätzlich ist diese deckungsgleich mit der Erbschaftssteuer. Da aber bei der Überschreibung ein Freibetrag in einer beträchtlichen Höhe ausgeschöpft werden kann und es die Möglichkeit einer schrittweisen Übertragung gibt, kannst Du so die Schenkungssteuer umgehen.

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Wenn Du ein Grundstück übertragen möchtest, ist ein notariell beglaubigter Schenkungsvertrag notwendig, der dem Grundbuchamt vorgelegt werden muss. Ist der Beschenkte im Grundbuch eingetragen, muss er auch sämtliche Pflichten übernehmen, die mit dem Besitz des Grundstücks verbunden sind. Zudem kann im Grundbuch ein Wohnrecht geregelt werden.

Was kostet es, ein Grundstück zu überschreiben?

Wenn Du Dich entscheidest, ein Grundstück zu überschreiben, werden Kosten fällig. Zum einen sind das jene Gebühren, die für die notarielle Beurkundung fällig werden. Diese sind abhängig vom Wert des Grundstücks. Je höher der Verkehrswert ist, umso höher fallen dementsprechend auch die Kosten aus. Ein Grundstück zu übertragen ist ohne Notar nicht möglich. Auch die Grundbuchänderung ist mit bestimmten Kosten verknüpft, die abhängig vom Wert des Grundstücks sind. Bei Vorgängen wie Erbschaft oder Schenkung wird immer ein Wertgutachten verlangt. Dafür musst Du Dir ein kostenpflichtiges Dokument von einem gerichtlich vereidigten Sachverständigen einholen. Die Kosten dafür belaufen sich in der Regel auf einen bestimmten einstelligen Prozentsatz des Grundstückswerts.

Was sind die Vorteile gegenüber einer Vererbung?

Ein Grundstück zu überschreiben bringt im Vergleich zu einer Vererbung mehrere Vorteile mit sich. Zum einen kann damit der Pflichtteil umgangen werden, der Angehörigen bei Erbschaften eigentlich zusteht. Zwar haben die nächsten Angehörigen des Verstorbenen auch bei einer Schenkung einen sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch, allerdings gilt dieser als verjährt, sobald die Übertragung über zehn Jahre zurückliegt.

Der zweite Vorteil ist, dass Du durch die Übertragung von Eigentum Steuern sparen kannst, wenn diese schrittweise erfolgt. Das liegt daran, dass Du alle zehn Jahre den Freibetrag voll ausschöpfen kannst, was bei einer Erbschaft nicht möglich ist.

Fazit: Indem Du ein Grundstück überschreibst, anstatt es zu vererben, kannst Du durch sorgfältige Planung Steuern umgehen.

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