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Gewerbeimmobilie verkaufen – diese Steuern werden fällig

Wenn Sie eine Gewerbeimmobilie verkaufen, werden Steuern fällig. Zudem gibt es einige Besonderheiten zu beachten. In diesem Beitrag klären wir Sie daher auf, damit Ihr Immobilienverkauf reibungslos abläuft.

Gewerbeimmobilien verkaufen und Steuern zahlen

Sie müssen, sobald Sie eine gewerbliche Immobilie verkaufen, Steuern zahlen, wenn Sie folgende zwei Bedingungen erfüllen:

  • Sie verkaufen die Gewerbeimmobilie mit einem Gewinn.
  • Zwischen dem Kaufdatum aus dem Kaufvertrag und dem Verkauf liegen weniger als zehn Jahre.

Dann wird es steuerrechtlich als sogenanntes Spekulationsgeschäft betrachtet, weil der Gesetzgeber Ihnen unterstellt, dass Sie bei dieser Immobilie auf eine explizite Wertsteigerung spekuliert haben. Deshalb sind Sie dazu verpflichtet, die Gewinne, welche aus dem Verkauf hervorgegangen sind, mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern.

Die Kosten, welche beim Verkauf der Immobilie entstanden sind, können vom Gewinn abgezogen werden.

Achtung: Wenn die Gewerbeimmobilie, bevor der Verkauf stattgefunden hat, als Betriebsvermögen geführt worden ist, müssen Sie das ebenfalls in Ihrer Einkommenssteuererklärung erwähnen – auch nach der zehnjährigen Spekulationsfrist. In diesem Fall werden also zusätzliche Steuern auf den Verkaufsgewinn fällig.

Gewerbeimmobilie verkaufen – weitere steuerliche Besonderheiten

Wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen und die Steuern betrachten, gibt es einige Besonderheiten. Diese zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Die Drei-Objekt-Grenze

Sie verkaufen innerhalb von fünf Jahren mehr als drei gewerbliche Objekte? In einem solchen Fall geht das Finanzamt nicht mehr von einer privaten Investition, sondern einem gewerblichen Grundstückshandel aus. Hierfür gilt die Drei-Objekt-Grenze.
Diese besagt, dass ein gewerblicher Immobilienhandel in der Regel vorliegt, wenn der Eigentümer

  • innerhalb von fünf Jahren
  • mehr als drei Objekte
  • in zeitlicher Nähe zu deren Anschaffung, Herstellung oder Modernisierung verkauft.

Die Gewinne aus dem Verkauf führen wiederum zu Einkünften gewerblicher Art. Je nachdem, wie hoch dieser Gewinn ausfällt, wird für den Immobilienverkauf die Gewerbesteuer neben der Einkommensteuer fällig. Diese wird von der jeweiligen Gemeinde festgelegt.

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Hinweis

Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie vorhaben eine Gewerbeimmobilie zu verkaufen und dabei Steuern sparen möchten, sich vorher von einem Makler oder Finanzexperten beraten zu lassen.

Hinweis

Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie vorhaben eine Gewerbeimmobilie zu verkaufen und dabei Steuern sparen möchten, sich vorher von einem Makler oder Finanzexperten beraten zu lassen.

Begünstigung bei Betriebsaufgabe

Bei der Aufgabe oder bei der Veräußerung eines Betriebes ist unter Umständen eine Begünstigung des Veräußerungsgewinns im Hinblick auf die Einkommensteuer möglich:

  • Sie erhalten einen Freibetrag in Höhe von 45.000 Euro, ab Vollendung des 55. Lebensjahres oder einer dauernden Berufsunfähigkeit (§ 16 Abs. 4 EStG).
  • Ein besonderer Steuersatz wird angewendet, wenn der Veräußerungsgewinn als eine außerordentliche Einkunftsart gilt (§ 34 Abs. 2 Nr. 1 EStG).
  • Bei einer Veräußerung von im Betriebsvermögen befindlichen Anteilen an Kapitalgesellschaften findet das Teileinkünfteverfahren Anwendung. Hierbei darf allerdings keine gleichzeitig Begünstigung als außerordentliche Einkünfte vorliegen.
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Über uns

Vermietet.de ist die innovative Verwaltungsplattform für private Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen in Deutschland. Durch eine Vielzahl hilfreicher Funktionen bietet die Software einen gesamtheitlichen Überblick über Ihre Immobilien. Dies umfasst unter anderem die automatische Kontrolle der Mieteingänge inkl. der Erstellung von Zahlungserinnerungen und Mahnungen, die Erfassung von Einnahmen und Ausgaben, die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen und die Bewertung Ihrer Objekte.

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