Gemäß deutschem Erbrecht ein Haus erben – Was muss beachtet werden?

Das deutsche Erbrecht beim Haus beinhaltet die Rechtsformen, die den Übertrag eines Erblassers auf eine oder mehrere Personen regeln. Erben kommen in den Besitz einer Immobilie entweder durch ein Testament oder die gesetzliche Erbfolge. Darüber hinaus kann ein Erblasser sein Anwesen zu Lebzeiten überschreiben und gewisse Bedingungen damit verknüpfen. Was Sie als Erbe wissen sollten, erfahren Sie hier.

Sie können im Testament des Erblassers als Nachlassempfänger vermerkt sein, das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Sie das Haus alleine erben. Es könnten Geschwister oder Verwandte auf Ansprüche beharren und einen Teil des Nachlasses einfordern. Es gibt beim Erbrecht Immobilien einen sogenannten Pflichtteil. Das ist eine finanzielle Mindestbeteiligung am Erbe, welcher nahen Verwandten bei einer Enterbung zusteht.

Gemäß deutschem Erbrecht ein Haus mittels Erbvertrag weitergeben, ist eine Möglichkeit für den Erblasser, gewisse Bedingungen mit dem Nachlass zu verknüpfen. In dem Fall erhalten Sie das Haus vom Erblasser unter einer im Erbvertrag angeführten Gegenleistung. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte „Verfügung von Todes wegen“. Sie wird zu Lebzeiten des Erblassers in Ihrem Beisein notariell beglaubigt und kann beispielsweise eine Verpflichtung zur Pflege eines Angehörigen enthalten.

Gemäß Erbrecht ein Haus geerbt – Ablehnen oder annehmen?

Sie haben ab der Testamentseröffnung sechs Wochen Zeit, um das Erbe anzunehmen oder abzulehnen.
Nach deutschem Erbrecht ein Haus mit Schulden annehmen bedeutet, dass Sie auch die Verbindlichkeiten des Erblassers akzeptieren müssen. In dieser Situation müssen Sie den Wert des Hauses ermitteln lassen und die gesamte Verschuldung gegenüberstellen. Es kann sein, dass der Erblasser vor seinem Tod das Anwesen mit einem Kredit belastet hat oder dem Finanzamt noch Geld schuldet. Sie haften bei Annahme des Erbes für alle Verbindlichkeiten, auch mit Ihrem eigenen Vermögen.

Das Erbrecht: Haus mit Inventar

Das Erbrecht zum Haus sieht für jedes mögliche Detail genaue Herangehensweisen vor. Gemäß Erbrecht Haus mit Inventar muss zunächst überprüft werden, inwieweit die Möbel überhaupt zum Nachlass gehören. Laut BGB § 2164 Abs. 1 wird nur das Zubehör vererbt, was zum Zeitpunkt des Erbfalls vorhanden ist.

Achtung: Dinge wie Einbauküchen, Alarmanlagen und Kohlevorräte zählen als Zubehör. Möbel zählen laut Verkehrsauffassung nicht dazu. Einrichtungsgegenstände werden nur vererbt, wenn es ausdrücklich im Testament steht.

Wie wird gemäß Erbrecht der Zugewinn beim Haus anlässlich einer Scheidung behandelt?

Grundsätzlich gehört ein geerbtes Haus dem Nachlassempfänger und fällt bei einer Scheidung nicht in den Zugewinnausgleich. Für diesen Zugewinn (bei Immobilien durch Wertsteigerung) ist auch keine Erbschaftssteuer zu entrichten.
Damit die geerbte Immobilie nicht als Zugewinn angesehen wird, wird bei der Berechnung des Zugewinns das Erbe so behandelt, als ob die Erbschaft bereits vorhanden gewesen wäre.

Erbrecht: Haus vererben oder überschreiben?

Bei Erbrecht Haus wird unter Vererbung per Testament, Erbvertrag und Pflichtteil unterschieden. Zudem kann Ihnen der Erblasser zu Lebzeiten sein Haus überschreiben, in den meisten Fällen geschieht dies mittels einer Schenkung. Für den Schenkenden ist dies mit dem Vorteil verbunden, selbst über sein Eigentum zu verfügen, er kann damit die gesetzliche Erbfolge umgehen.

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Erbschaften und Schenkungen sind gemäß Erbrecht Haus steuerpflichtig. Es bestehen jedoch für jeden Verwandtschaftsgrad unterschiedlich hohe Freibeträge, welche bei Schenkungen alle 10 Jahre erneut in Anspruch genommen werden können. Gleichzeitig ist ein Haus überschreiben mit Kosten notarieller Art verbunden. Oft wird die Hausüberschreibung mit dem Wohnrecht für den Schenkenden verknüpft. Das Wohnrecht ist laut §1093 BGB im Grundbuch einzutragen.

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