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April 11, 2021 | 6 Min Lesezeit

Was es bei einem Übertragungsvertrag für ein Haus zu beachten gilt

Durch einen Übertragungsvertrag wird ein Haus weder vererbt noch verkauft. Es findet hierbei eine Überschreibung auf die künftigen Erben zu Lebzeiten statt. Vermietet.de klärt auf, welche Punkte bei einem Übertragungsvertrag einer Immobilie wichtig sind, welche Fehler vermieden werden sollten und wie der Vertrag aussehen kann.

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Durch einen Übertragungsvertrag wird ein Haus weder vererbt noch verkauft. Es findet hierbei eine Überschreibung auf die künftigen Erben zu Lebzeiten statt. Vermietet.de klärt auf, welche Punkte bei einem Übertragungsvertrag einer Immobilie wichtig sind, welche Fehler vermieden werden sollten und wie der Vertrag aussehen kann.

Wenn es um die Übertragung eines Grundstücks zu Lebzeiten geht, wird oftmals von einer vorweggenommenen Erbfolge gesprochen. Die Vorteile gegenüber dem normalen Erbvertrag sind, dass die Erbschaftssteuer sowie der Pflichtteil reduziert werden. Der Pflichtteil stellt jene finanzielle Mindestbeteiligung der nahen Angehörigen am Erbteil dar, für den Fall, dass diese gemäß Vertrag oder Testament enterbt wurden.

Achtung: Erbschaft- und Schenkungssteuer werden im deutschen Recht fast gleichbehandelt, daher gelten Schenkungen als Erbe zu Lebzeiten.

Die Reduktion der Erbschaftsteuer für Immobilien wird wiederum ermöglicht, da der Freibetrag bei einem Übertragungsvertrag eines Hauses mehrfach ausgenutzt werden kann. Die meisten Menschen, die diese Art der Immobilien-Übertragung wählen, wollen sich einen großen Teil der Erbschaftssteuer sparen.

Die Erbschaftssteuer wird bei Auslandsimmobilien ebenso fällig. Hier findet neben dem deutschen auch das ausländische Recht Anwendung, wodurch sich die Angelegenheit als sehr komplex erweisen kann.

Warum, wo und wie wird ein Übertragungsvertrag für ein Haus abgeschlossen?

Ein Übertragungsvertrag ist für Personen interessant, die ihr Vermögen bereits zu Lebzeiten auf künftige Erben wie Ehegatten oder Kinder übertragen wollen. Neben der Umgehung der hohen Erbschaftsteuer wählen viele diese Variante der Überschreibung, um beispielsweise Streitigkeiten unter den Erben zu vermeiden. Ebenso interessant ist ein solcher Vertrag, wenn ein Kind in das elterliche Haus durch Renovierung oder einen Anbau investieren möchte.

Bei der Gestaltung des Übertragungsvertrags für ein Haus solltest Du einen Fachanwalt zu Rate ziehen, da dieser hilfreiche Tipps geben kann. Dies ist durchaus sinnvoll, da so Fehler in dieser sensiblen Sache der Vermögensübertragung vermieden werden können.

Wie beim Kauf eines Hauses muss auch dessen Übertragung notariell beurkundet werden. Demnach musst Du spätestens nach der Vertragsgestaltung zu einem Notar. Dadurch entsteht die sogenannte Auflassung, welche als eine rechtsverbindliche Zusage der Hausübertragung gilt. Ein Eintrag ins Grundbuch schließt letztendlich die Übertragung ab.

Was sind die zentralen Punkte, die bei der Übertragung einer Immobilie zu beachten sind?

Bei der Erstellung eines solchen Übertragungsvertrages für ein Haus solltest Du unbedingt einige Punkte beachten, damit dieser am Ende auch rechtskräftig ist und keiner der Beteiligten Nachteile erlangt:

  • An erster Stelle sollte immer die eigene Sicherheit stehen. Vor allem Szenarien wie Krankheiten im Alter, Todesfälle, Geldnöte, Scheidungen oder andere Katastrophen sollten niemals ausgeschlossen werden. Daher lohnt es sich, sich diesbezüglich im Vorfeld auszutauschen und nach möglichen Lösungen in einem solchen Fall zu suchen. Derartige Lösungen können beispielsweise eine Rückabwicklung des Übertragungsvertrages für das Haus sein.
  • Neben einer Übertragung der Immobilie durch Schenkung kann auch eine Gegenleistung im Übertragungsvertrag vereinbart werden. Dabei erfolgt die Hausübergabe nur, wenn der Erwerber entsprechende Zahlungen leistet. Wie bei einem Kaufvertrag können diese Zahlungen Zug um Zug erfolgen. Ebenso sind auch Ausgleichszahlungen zum Beispiel an Geschwister möglich.
  • Durch ein umfassendes Wohnrecht kann der Fristbeginn verzögert werden. Dies solltest Du unbedingt vor der Übertragung mit einem Rechtsanwalt besprechen.
  • Da durch eine solche Hausübertragung das Eigentum und somit auch die finanzielle Absicherung des Erblassers bereits zu Lebzeiten verloren geht, lohnt sich ebenso die Überlegung das Haus in mehrere Eigentumswohnungen aufzuteilen. Dadurch wird nicht gleich die komplette Immobilie überschrieben.

Übertragungsvertrag für ein Haus – Welche Kosten entstehen?

Eigentümer, die ein Haus übertragen, müssen mit Kosten rechnen, unter anderem für den Notar, die Wertermittlung und die Grundbuchänderung.

Die Kosten für die notarielle Beurkunden wird nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgesetzt. Die Höhe der Kosten richtet sich nach dem Geschäftswert, d. h. nach dem Wert der Immobilie.

Muss für eine Immobilie erst deren Wert ermittelt werden, dann muss dies ein Gutachter machen. Seine Kosten hängen vom Verhandlungsgeschick des einzelnen, aber auch vom Wert der Immobilie ab.

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Wird ein Übertragungsvertrag für ein Haus geschlossen, muss auch der Eintrag im Grundbuch geändert werden. Die hier anfallenden Gebühren regelt ebenso das Gerichts- und Notarkostengesetz. Auch hier richtet sich der Betrag nach dem Wert der Immobilie.

Du suchst einen Übertragungsvertrag eines Hauses, Muster für Mietverträge oder die aktuellen Mietspiegel? Auf Vermietet.de findest Du alle relevanten Informationen, die Dir beim Verwalten Deiner Immobilie helfen.

Autoreninfo

Andrea
Andrea
Als Content Managerin unterstützt Andrea das Team von Vermietet.de. Sie schreibt Fachtexte rund um die Immobilienbranche und betreut sämtliche redaktionelle Themen im Unternehmen. Aktuell kreiert sie Inhalte zu den neuesten Änderungen und Nachrichten für das Vermietet.de-Magazin.

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