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November 12, 2018 | 4 Min Lesezeit

Haus überschreiben & die 10-Jahresfrist – Infos & Tipps

Du möchtest Dein Haus überschreiben? Dann ist die 10-Jahresfrist ein bedeutender Faktor, wenn Du Steuern sparen willst. Willst Du die gesamten finanziellen Vorteile nutzen, dann musst Du einige Dinge beachten. Wir klären auf.

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Du möchtest Dein Haus überschreiben? Dann ist die 10-Jahresfrist ein bedeutender Faktor, wenn Du Steuern sparen willst. Willst Du die gesamten finanziellen Vorteile nutzen, dann musst Du einige Dinge beachten. Wir klären auf.

Du möchtest ein Haus überschreiben? Die 10-Jahresfrist hat hierbei eine besondere Bedeutung, wenn Du die vollen finanziellen Vorteile einer Schenkung nutzen willst. Daneben ist die Frist auch bei Erbschaften relevant.

Bei Erbschaftsangelegenheiten liegt der Fall vor, dass Angehörige als Erbberechtigte Anspruch auf einen sogenannten Pflichtteil haben. Der Erblasser vermacht ihnen dementsprechend selbst dann einen Teil seiner Hinterlassenschaften, wenn er diese nicht in seinem Testament erwähnt. Durch eine Schenkung kann man den Pflichtteil zwar teilweise umgehen, jedoch hat der Erbberechtigte dann noch immer einen Pflichtteilergänzungsanspruch. Liegt die Schenkung allerdings bereits 10 Jahre zurück, so gilt dieser als verjährt.

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Möchtest Du schrittweise ein Haus überschreiben, ist die 10-Jahresfrist ebenfalls von Bedeutung. Um die Schenkungssteuer zu umgehen, entscheiden sich viele dazu, die Schenkung schrittweise zu vollziehen, um den Freibetrag mehrere Male voll ausschöpfen zu können. Zwischen den Übertragungen müssen dabei mindestens 10 Jahre liegen. Es gibt keine Möglichkeit, bei einer Schenkung jene 10-Jahresfrist zu umgehen.

Schenkung & 10-Jahresfrist – Beginn

Der Fristbeginn bei einer Hausüberschreibung ist jener Zeitpunkt, wenn die Schenkung vollzogen und der neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen worden ist. Wenn Du beispielsweise eine Immobilie überschreibst, beginnt die 10-Jahresfrist erst zu dem Zeitpunkt, an dem kein Nießbrauch seitens des ehemaligen Eigentümers mehr vorliegt. Der Fristbeginn der Hausüberschreibung ist somit stets dann gegeben, wenn das Haus wirtschaftlich vollständig in das Vermögen des Beschenkten übergeht.

Wenn Du innerhalb einer Ehe das Haus überschreibst, würde die 10-Jahresfrist erst mit Auflösung der Ehe beginnen. Diese findet entweder durch die Scheidung oder den Tod des Ehegatten statt.

Haus überschreiben & 10-Jahresfrist – was ist zu beachten?

Wenn Du Dein Haus überschreiben möchtest und das schrittweise geschehen soll, so solltest Du mit der Person, der Du die Immobilie übertragen möchtest, ein Wohnrecht oder einen Nießbrauch vereinbaren. Beim Nießbrauch ist es Dir möglich, die Immobilie weiterhin wirtschaftlich zu nutzen. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass Du Dein Mitspracherecht bezüglich der Verwendung des Hauses behältst. Damit verhinderst Du, dass Dir der neue Eigentümer das Wohnrecht entzieht.

Außerdem solltest Du berücksichtigen, dass frühere Schenkungen an das Erbe angerechnet werden. Wenn Du also Steuern sparen willst, indem Du das Haus schrittweise überschreibst, musst Du bedenken, dass es sich dabei um einen Prozess handelt, der Jahrzehnte dauern kann. Das heißt, wenn im Falle Deines Ablebens die Schenkung noch nicht vollständig vollzogen wurde und Du den Rest der Immobilie an Deine Angehörigen vermachst, diese auch dann Erbschaftssteuer zahlen müssen, wenn der Wert des Anteils den Freibetrag nicht übersteigt. Dies ist der Fall, weil innerhalb des Erbrechts auch bereits vollzogene Schenkungen mit eingerechnet werden. Als Basis für den Wert der Immobilie bei einer Erbschaft wird der Verkehrswert herangezogen.

Ob bei Erbe oder Schenkung: Für den Fall, dass Du Steuern sparen willst, wenn Du ein Haus überschreibst, ist die 10-Jahresfrist ein wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden muss. Dabei ist es sinnvoll, Dich von einem Experten für Erbrecht beraten zu lassen, um Deine individuelle Situation zu klären.

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Andrea

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