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August 16, 2018 | 4 Min Lesezeit

Bauland beantragen – der erste Schritt zur eigenen Immobilie

Wenn Du planst ein Haus zu errichten, besteht der erste Schritt darin Bauland zu beantragen. Ohne einen gültigen Bescheid für die Bebauung von freien Landflächen kannst Du nämlich nicht mit dem Hausbau loslegen. Wie Du dabei vorgehst und was es alles zu beachten gilt, verraten wir Dir in diesem Artikel.

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Wenn Du planst ein Haus zu errichten, besteht der erste Schritt darin Bauland zu beantragen. Ohne einen gültigen Bescheid für die Bebauung von freien Landflächen kannst Du nämlich nicht mit dem Hausbau loslegen. Wie Du dabei vorgehst und was es alles zu beachten gilt, verraten wir Dir in diesem Artikel.

Wenn Du Dich im Besitz eines Grundstücks befindest und dieses bebauen willst, musst Du zunächst Bauland beantragen. Einen solchen Antrag stellst Du bei der Stadt oder beim Rat der Gemeinde. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass sich das Grundstück bereits in Deinem Besitz befindet. Für fremde Grundstücke kannst Du selbst keine Baufreigabe beantragen. Planst Du einen größeren Baukomplex, hast Du die Möglichkeit mit einer Vollmacht für den gesamten Komplex eine Genehmigung zu beantragen. Dies gilt auch dann, wenn die Grundstücke verschiedenen Eigentümern gehören. Die Stellung einer Bauvoranfrage ist in jedem Fall ratsam. Wenn Du bereits Geld in die Planung eines größeren Objekts investierst und dann keine Genehmigung für den Bau bekommst, ist die Investition nämlich verloren. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Du abwartest bis die Bauvoranfrage genehmigt ist.

Antrag auf Baugenehmigung

Achtung: In keinem Fall solltest Du Dich auf Versprechungen von Maklern oder Grundstücksbesitzern verlassen. Hier steht in den meisten Fällen die Verkaufsabsicht im Mittelpunkt, die von Deinen individuellen Interessen sehr stark abweichen kann.

Erst nach der Freigabe kannst Du mit der konkreten Planung Deines Bauprojektes beginnen. Vergiss dabei nicht eine Bauträgerversicherung abzuschließen, um Dich vor den hohen finanziellen Risiken abzusichern.

Die Chancen für einen positiven Bescheid vorab erkennen

Möchtest Du für Dein Bauland eine Freigabe beantragen, hast Du die Möglichkeit Dich vorab zu informieren, wie groß Deine Chancen sind. Die Infrastruktur der Umgebung gibt hierfür bereits erste Anhaltspunkte. Wenn es beispielsweise nur Gärten mit kleinen Immobilien wie Lauben gibt oder Dein Grundstück Teil einer landwirtschaftlichen Nutzfläche ist, sind die Chancen für einen positiven Baubescheid relativ gering. Gleiches gilt, wenn das Grundstück explizit als Gartenland oder für Erholungszwecke genutzt wird. Eine Beantragung für Bauland hat jedoch Sinn, wenn in der Umgebung des Gartenlandes bereits andere Häuser gebaut worden sind. Bei knappem Wohnraum entscheiden sich Städte und Gemeinden in der Regel dafür, auch Gartenland in Bauland umzuwandeln. Dadurch soll zusätzlicher Wohnraum erschlossen werden. Liegt Dein Grundstück in einem solchen Bereich, ist es oftmals bereits als Bauerwartungsland vorgemerkt. In diesem Fall hast Du sehr gute Chancen, dass Du in naher Zukunft bauen kannst.

Bauland beantragen – so gehst Du vor

Wenn Du Bauland beantragen möchtest, sind die folgenden Schritte notwendig:

  • Wende Dich an das Bauamt der Stadt oder Gemeinde, in dessen zuständigen Bereich das Grundstück liegt. Dein persönlicher Wohnort ist dabei unerheblich.
  • Fülle das entsprechende Antragsformular aus und zahle die dazugehörige Verwaltungsgebühr.
  • Der Bescheid geht Dir anschließend nach Freigabe schriftlich zu.

Du solltest beachten, dass Du zunächst das Bauland beantragen musst und dann erst mit dem Bau beginnen kannst. Erst wenn Du erfolgreich das Grundstück in Bauland umwandeln konntest, solltest Du mit der konkreten Bauplanung beginnen.

Gartenland in Bauland umwandeln

Wenn Du beispielsweise einen Bungalow kaufst, der bislang auf Gartenland steht, kannst Du nicht automatisch davon ausgehen, dass Du diesen durch einen Massivbau ersetzen darfst. In diesem Fall musst Du ebenfalls erst Bauland beantragen – und zwar auch dann, wenn es in der Nähe bereits massive Bauten gibt. Mitunter handelt es sich um Einzelfallentscheidungen, ob aus einem Gartenland Bauland wird. Verlasse Dich deshalb vor dem Kauf niemals auf Aussagen von Dritten, sondern entscheide Dich dazu, selbst Bauland zu beantragen, um Gewissheit zu bekommen.

Autoreninfo

Jonas Winkler
Jonas Winkler
Jonas ist seit mehr als fünf Jahren als Bauleiter tätig und weiß, worauf es beim Immobilienbau ankommt. Mit seiner Expertise unterstützt er unsere Redaktion tatkräftig.

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