Mit einer Solaranlage auf der Sonnenseite

Das Thema Energie ist in aller Munde. Wörter wie Klimawandel, Klimagipfel, CO2-Werte, Verbote von bestimmten Heizanlagen und vieles mehr schwirren jeden Tag durch die Medien. Ein Baustein in der Debatte um die Energiewende ist die Sonnenenergie. Sie kann auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Und das Gebiet der Solaranlage ist breit gefächert.

In Photovoltaik-Anlagen wird der Sonnenschein zu Strom umgewandelt. Man sieht die Paneele nun sehr oft auf Dächern oder in ganzen Solargärten auf weiter Flur. Am meisten hast Du als Privatperson davon, wenn Du Deinen Strom selbst nutzt und ihn speicherst. Eingespeister Strom in das Versorgungsnetz wird nur sehr gering vergütet. Mit einem Speicher erreichst Du einen gewissen Grad an Autarkie. So kannst Du auch an einem Regentag oder vor allem nachts Deinen Stromverbrauch decken.

Schlussendlich nutzt Du den erzeugten Solarstrom direkt, speicherst ihn und/oder speist ihn ins Stromnetz ein. Als wirtschaftlich wird eine Autarkie von 70 Prozent eingestuft. Die restlichen 30 Prozent beziehst Du aus dem öffentlichen Netz. Ansonsten müsstest Du in eine kleine Windkraftanlage oder eine Blockheizkraft investieren und das steht in keiner Relation. Bei der Einspeisung bindest Du Dich 20 Jahre lang an den Abnehmer.

Sonnenenergie als Wärmelieferant

Sonnenkollektoren fangen die Sonnenstrahlen für Solarthermie ein. Das heißt, Du kannst damit Deine Heizung unterstützen, entweder für Brauchwasser, den Heizkreislauf oder beides. Die Kollektoren sind röhrenförmig. Das einfallende Sonnenlicht kann so eine extrem hohe Temperatur bis zu 1000° Celsius in den Kollektoren erzeugen.

Die Anlage hat eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren. Somit ist die wieder umwelt-, ressourcen- und gelbeutelschonend. Je nach Art der verbauten Kollektoren ist auch nur ein geringer Wartungsaufwand zu erwarten. An die Anlage wird ein gut isolierter Pufferspeicher angeschlossen. Die Sonne erwärmt dann eine Heizflüssigkeit, die in einem Leitungssystem im Speicher das eingefüllte Wasser erwärmt. Die so erzeugte Wärme ist nur für den Eigenbedarf. Eine Einspeisung ist nicht möglich.

Solaranlagen sind umweltschonend und kostensparend

Du schonst die Umwelt, indem Du keine weiteren Ressourcen benötigst. Auch in Hinblick auf die fortschreitende Elektro-Mobilität lädst Du Dein Auto mit Deinem eigenen Strom. Auch Dein Geldbeutel wird sich schlussendlich freuen. Du hast zwar die Anschaffungs- und Wartungskosten, aber keine laufenden Kosten, die Marktschwankungen wie Öl, Gas oder Holz unterworfen sind.

Praktisch ist auch eine Kombination von Wärmepumpen und Solar-Anlagen beider Arten. Die Pumpe wird dann vom eigenen Strom auf dem Dach betrieben. Die Solarthermie kann je nach Wetterlage bis zu 60 Prozent des Jahresverbrauch an Leistungswasser decken. Bei der Unterstützung der Heizleitung liegt der Wert bei etwa 30 Prozent.

Du musst aber nicht zwingend Deine Dachfläche verwenden, um Strom zu erzeugen. Kleine Photovoltaikanlagen gibt es auch für den Garten.

Die Sonne an sich ist ein großzügiger Spender. Jeden Tag liefert sie weltweit 1,4 kWh pro Quadratmeter.

Kosten und Nutzen

Die Kosten für eine Solaranlage hängen primär mal davon ab, welche Art Du wählst, als Photovoltaik oder Solarthermie. Natürlich sind die Anlagen auch unterschiedlich groß. Daher ist es immer zu empfehlen, sich von einem Fachmann auf die individuellen örtlichen Gegebenheiten beraten zu lassen. Es gibt Grundkosten, die anfallen. Somit sind dann größere Anlagen umgerechnet billiger. Eine Solarthermie-Anlage ist mit Einbau je nach Ausstattung bereits für zwischen 4500 und 8000 Euro zu haben.

 

Eine Photovoltaikanlage kostet von 9.000 bis 20.000 Euro. Größere Anlagen schlagen natürlich mehr zu Buche. Die Kosten- und Nutzen-Rechnung muss auch hier wieder ganz individuell ausfallen.

photovoltaik

Bei der Stromerzeugung sind die Einsparungen gleich deutlich zu sehen. Bei der Selbstversorgung entfallen die zu zahlenden Stromkosten und für den eingespeisten Überschuss gibt es eine Vergütung. Bei der Berechnung spielen natürlich viele Faktoren, wie aktueller Strompreis, Lage des Hauses, individueller Stromverbrauch, etc. eine Rolle. In der Regel hat sich eine Photovoltaikanlage nach 10 bis 15 Jahre amortisiert.

Wichtig bei der Berechnung und Installation ist die Dachausrichtung und die Dachneigung. Ein Steildach auf der Südseite bekommt die optimale Sonneneinstrahlung ab. Außerdem eignen sich auch Flachdächer in einer Ost-West-Ausrichtung.

Nicht rentabel ist eine Dachvermietung, wie sie noch vor einigen Jahren üblich war. Der Versorger hat sich eine Dachfläche eines Privathauses gemietet für eine reine Netzeinspeisung. Der Hausbesitzer hat eine Vergütung und die Dachmiete erhalten. Die Einspeisevergütung ist inzwischen so gesunken, dass dieses Modell nur noch ab einer Dachfläche von mindestens 600 Quadratmetern rentabel ist. Damit dürfte die Variante für die meisten privaten Hausbesitzer ausfallen.

Mieten oder Kaufen

Solarthermie-Anlagen gibt es nicht zur Miete. Diese musst Du bei der Installation kaufen. Eine Photovoltaikanlage kannst Du mieten. Hier liegen die Kosten zwischen 90 und 200 Euro pro Monat. Auch hier ist die Ausstattung maßgeblich. Das kann sich lohnen, da Du keine Anschaffungskosten hast und Deine Liquidität sicherst. Außerdem sind in der Miete oftmals schon Versicherung, Wartung, Reparatur, Tilgung und Rücklagen abgedeckt. Allerdings läuft die Miete auch weiter, wenn die Anlage mal ausfällt oder wetterbedingt eine schlechte Auslastung hat.

Förderung von Solaranlagen

Die Nutzung von Sonnenenergie wird am stärksten gefördert, wenn es um Maßnahmen zur Energieerzeugung geht. Damit liegt sie gleichauf mit der Windkraft. Aber da Windräder im Garten nicht erlaubt sind, bleibt nur die Sonnenenergie. Bei der Förderung werden Photovoltaik- und Solarthermieanlagen gleichermaßen gefördert.

Auch Pelletheizungen können als Verwendung von Sonnenenergie angesehen werden. Denn Holz wächst ja nur durch die Sonneneinstrahlung.

Achtung: Alles rund um Solaranlage ist Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeinsparverordnung geregelt. Für den Betrieb einer Photovoltaikanlage musst Du in jedem Fall ein Gewerbe anmelden. Ob Du unter die Kleinunternehmerregelung fällst, hängt von der eingespeisten Strommenge ab.

Um es Dir einfacher zu machen, kannst Du einen Steuerberater heranziehen. Mit ihm kannst Du alles Wichtige besprechen. Es lohnt sich, in eine Beratung zu investieren. Möglicherweise reicht auch ein Gespräch, um alle Fragen zu klären. Denn schließlich wird nun Deine jährliche Steuererklärung umfangreicher. Gegebenenfalls kannst Du auch das komplette Thema an die Steuerkanzlei abgegeben. Vielleicht lässt Du bei Deinen Mietsachen die steuerlichen Themen sowieso schon extern bearbeiten. So bist Du auf der sicheren Seite.

Zu guter Letzt

Nachdem es „die Solaranlage“ als solches nicht gibt, informiere Dich bitte, was genau für Deine Zwecke in Betracht kommt. Ob Du nun Strom oder Wärme erzeugen möchtest. Alles rund um das Thema erneuerbare Energien findest Du als Vermieter auf Vermietet.de.

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