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Januar 10, 2022 | 3 Min Lesezeit

Autark mit einer Solaranlage mit Speicher

Energiepreise hier – Ökosteuer da. Das Thema Energie begleitet uns immer und überall. Auch die Politik nennt die Wörter Energiewende und Klimawandel. Wenn Du nun mit dem Gedanken spielst, eine Solaranlage mit Speicher zu kaufen, kannst Du Dich und Deine Mieter zum Teil autark versorgen.

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Energiepreise hier – Ökosteuer da. Das Thema Energie begleitet uns immer und überall. Auch die Politik nennt die Wörter Energiewende und Klimawandel. Wenn Du nun mit dem Gedanken spielst, eine Solaranlage mit Speicher zu kaufen, kannst Du Dich und Deine Mieter zum Teil autark versorgen.

Auf dem Markt haben sich inzwischen die Lithium-Ionen-Batterien durchgesetzt, auch wenn ab und an andere Technologien angeboten werden. Lithium-Ionen-Akkus werden auch in Großspeichern und der Elektromobilität eingesetzt und werden deswegen zunehmend billiger. Außerdem werden sie ständig weiterentwickelt.

Dir kann aber bei der Recherche auch eine Redox-Flow-Batterie oder Salzwasserbatterie begegnen. Sollte die Speicherkapazität immer noch nicht reichen, spielst Du den Strom einfach ins Netz ein und erhältst eine Vergütung.

Natur kostengünstig durch Photovoltaik mit Speicher nutzen

Mit einer Anlage schonst Du die Umwelt, weil Du keine weiteren Ressourcen benötigst. Auch eine eigene Ladestation für ein E-Fahrzeug kannst Du mit dem eigenen Strom vom Dach speisen. Vor allem, weil derzeit der Einbau eigener Lademöglichkeiten gefördert wird. Deinen Mietern kannst Du durch diesen Komfort einen Vorteil bieten.

Klar, hast Du erst einmal Anschaffungskosten. Aber diesbezüglich gibt es gute Kredite. Oder Du mietest die Anlage. Trotzdem hast Du relativ sichere und überschaubare Kosten. Du bist nicht den Schwankungen von Öl-, Gas- oder Holzpreis ausgeliefert. Wenn das von Dir vermietete Objekt mit einer Wärmepumpe ausgestattet ist, kannst Du deren Betrieb überwiegend durch den eigenen Strom gewährleisten.

Wenn sich die Dachfläche nicht für die Installation einer Solaranlage mit Speicher eignet, kannst Du auch auf das Garagendach oder direkt in den Garten ausweichen.

Denn warum sollte man die Kraft der Sonne nicht nutzen? Sie liefert schließlich jeden Tag weltweit 1,4 kWh pro Quadratmeter.

Lohnt sich eine Solaranlage mit Speicher?

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage mit Speicher hängen primär von der Größe und der Art ab. Lass Dir von einer Fachfirma ein entsprechendes auf Dich zugeschnittenes Angebot erstellen. Die Anschaffungskosten können schon mal in den fünfstelligen Bereich gehen.

Im Durchschnittlich kannst Du davon ausgehen, dass sich eine Anlage nach 10 bis 15 Jahren amortisiert hat. Das hängt aber davon ab, welchen Stromverbrauch der Haushalt hat und wie der aktuelle Strompreis sich entwickelt. Deswegen kannst Du überlegen, ob Du Deinen Photovoltaikspeicher an die Anlage hängst.

Eines vorneweg: Rein finanziell lohnt sich eine Solaranlage mit Speichereinheit nicht. Aber Du kannst am Grad der eigenen Autarkie schrauben. Damit kann nämlich eine Autarkie von bis zu 70 % erreicht werden. Von November bis Januar ist man in unseren Breitengraden naturbedingt aber auf externen Strom angewiesen. Da hilft auch der beste Speicher nichts. 

Der Speicher schlägt dann noch einmal mit einer ordentlichen Summe zu buche. Da kommen zwischen 800 und 1300 Euro pro Kilowattstunde auf Dich zu. Im Durchschnitt wurden im Jahr 2020 Speicher für 11.000 Euro angeschafft.

Eine Solaranlage mit Speicher muss richtig dimensioniert sein. Wenn der Haushalt beispielsweise 3600 kW im Jahr verbraucht, so eignet sich ein Speicher mit einer Kapazität von 5 kW. Die Rechnung ergibt sich aus dem Stromverbrauch geteilt durch die Tage im Jahr und nochmal geteilt durch 2, weil man ja nur für die Nachtstunden speichern möchte, also den halben Tag: 3600/365/2.

Wenn zu große Speicher verbaut werden, wird dieser nie richtig leer. Das schadet zum einen der Lebensdauer der Batterie. Außerdem kommt die Anlage nie so weit, dass überschüssiger Strom eingespeist werden kann. Salopp gesagt: Es liegt ungenutzter Strom herum. Außerdem brauchen die Speicher natürlichen Rohstoff und kosten Geld. Beides wird bei zu großen Speichern verschwendet. 

Die Photovoltaikanlage hat selbst eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren. Der Akku hält ungefähr meist nur die Hälfte. Auch das sei in Deine Planungen mit einkalkuliert. 

Praktisch ist auch, dass der Speicher zur Überbrückung auch als Notstromanlage genutzt werden kann.

Der Speicher läuft in der Regel wartungsfrei. Heutzutage sind sie sowieso mit einer App verbunden. Es empfiehlt sich aber, den Speicher gleich mit kontrollieren zu lassen, wenn die Wartung der Photovoltaikanlage ansteht. Als Betriebskosten musst Du im Jahr noch etwa 30 bis 60 Euro einplanen. Die entstehen, da die Elektronik eine Stromversorgung im Stand-by- und Winterbetrieb benötigt.

Der Solarstrom vom eigenen Dach kostet also pro kW zwischen 9 und 13 Cent. Da ist der Preis für den externen Strom deutlich höher. 

Trotzdem lohnt sich das Nachrüsten von alten Anlagen derzeit nicht. Bei alten Anlagen ist die Förderung und die Einspeisevergütung meist rentabler.

Photovoltaik mit Speicher mieten

Eine Photovoltaikanlage gibt es auf Mietbasis. Pro Monat musst Du dafür mit 90 bis 200 Euro rechnen. Damit sicherst Du Dir deine Liquidität und musst keinen Kredit aufnehmen. In der Miete können bereits die Gebühren für Versicherung, Wartung, Reparatur, Tilgung und Rücklagen beinhaltet sein. Allerdings zahlst Du die Miete auch unabhängig von der Produktivität der Anlage. Also auch bei Defekten und schlechtem Wetter.

Förderung von Solaranlagen mit Speicher

Nach wie vor wird alles rund um die Sonnenenergie stark gefördert. Es gibt unterschiedliche Förderprogramme der Bundesländer und darüber hinaus, fördern auch manche Region und Kommune. Es lohnt sich in jedem Fall, sich zu erkundigen. Über einen KfW-Kredit kannst Du eine Anlage günstig finanzieren. Dazu gibt es seit 2021 auch eine BEG-Förderung.

Wenn Du nicht zusätzlich das Haus mit Solarthermie versorgst, sondern eine Zentralheizung eingebaut hast, gibt es bei Pelletheizungen zusätzlich eine Förderung. Denn Pellets werden auch als Sonnenenergie gewertet, da Holz ja nur durch Sonne wächst.

Das Thema ist aktueller denn je und vor allem ständigen Änderungen unterworfen. Im Gesetz finden Du Wichtige für den Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeinsparverordnung.

Sanieren für die Klimaneutralität

Nun meldet sich auch die EU zu Wort. Sie möchte eine Art Sanierungszwang einführen, damit Gebäude klimaneutral werden. Nach deren Plänen soll das Ganze vor allem recht schnell über die Bühne gehen. Und dann bist Du als Vermieter gefragt und vor allem in der Pflicht.

Unter dem Namen „Fit for 55“ sollen bis 2027 öffentliche und leerstehende Gebäude energetisch saniert werden und bis zum Jahr 2030 auch bewohnte Häuser. Für Neubauten gilt ab 2030, dass sie komplett klimaneutral sein sollen. Mit Solarstrom bist Du größtenteils nicht vom öffentlichen Stromnetz abhängig und wandelst einfach Natur in Energie um. 

Photovoltaikanlagen solltest Du in jedem Falle bei einer Sanierung oder Neubau bereits jetzt mitdenken.

Autoreninfo

Yvonne Häusler Content Managerin
Yvonne ist seit Februar 2020 als Content Managerin bei Vermietet.de an Bord. Sie versorgt Euch mit informativen Artikeln, Updates sowie Tipps & Tricks rund um die Immobilienbranche.

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