Schenkungsvertrag für ein Haus: Tipps, wie Sie Fehler vermeiden

Wir von Vermietet.de glauben, dass Sie mit einer gründlichen Vorbereitung entscheidende Fehler beim Schenkungsvertrag für ein Haus vermeiden können. Die wichtigsten Vertragsinhalte und hilfreiche Tipps zur Vertragsunterzeichnung haben wir hier zusammengefasst.

Da es sich auch bei einer Schenkung um die Übertragung einer Immobilie handelt, muss dies in einem Schenkungsvertrag für das Haus festgehalten und notariell beglaubigt werden. Wenngleich es nicht ratsam ist, können Sie zwar theoretisch die Schenkungsurkunde für das Haus selber aufsetzen. Spätestens aber zur Übertragung der Immobilie und der Änderung im Grundbuch muss ein Notar aufgesucht werden.

haus-verschenken-kosten

Wichtige Inhalte im Schenkungsvertrag für ein Haus

Nach § 516 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist eine Schenkung eine unentgeltliche Zuwendung, „durch die jemand aus seinem Vermögen einen anderen bereichert“. Im Schenkungsvertrag für ein Haus gilt es, sowohl das Schenkungsobjekt als auch den Schenker sowie Beschenkten konkret zu benennen. Weiterhin muss die unentgeltliche Schenkung festgehalten werden. Dies erfolgt in Form des sogenannten Schenkungsversprechens durch den Schenker und der Annahme der Schenkung durch den Beschenkten.

Wichtige Ergänzungen im Schenkungsvertrag für das Haus

Weitere Regelungen sind nicht zwingend Teil eines Schenkungsvertrags für ein Haus, sondern müssen im Einzelfall definiert und ergänzt werden. Empfehlenswert ist insbesondere die Absicherung des Schenkers, etwa durch ein Nießbrauchrecht, sowie die Festlegung der erforderlichen Auflagen für den Beschenkten und die Konsequenzen bei Nichterfüllung. Auch eine Rückfallklausel sollte definiert werden, für den Fall, dass der Beschenkte beispielsweise vor dem Schenker verstirbt oder in die Privatinsolvenz geht.
Grundsätzlich sollten sich Schenker und Beschenkte aber über die individuellen Regelungen konkret von einem Notar oder Fachanwalt beraten lassen, damit der Schenkungsvertrag für das Haus exakt nach den Vorstellungen aufgesetzt wird.

Achtung: Gegenleistungen, wie ein Nießbrauch- oder Wohnrecht, die im Schenkungsvertrag für das Haus festgehalten werden, mindern den Erbteil. Das gilt es – sowohl in Bezug auf den Pflichtteil anderer Erben sowie bei der Berechnung der Freibeträge, Steuern und Kosten – zu berücksichtigen.

Haus verschenken – diese Kosten sollten Sie einplanen

Laut Erbrecht kann die Schenkung eines Hauses steuerfrei erfolgen, wenn der jeweilige Freibetrag nicht überschritten wird. Je nach Verwandtschaftsgrad steht dem Erben beziehungsweise Beschenkten ein Freibetrag zu – für Ehegatten liegt dieser bei 500.000 Euro, für Kinder bei 400.000 Euro. Sie zahlen nur Erbschaftssteuer, wenn der Freibetrag für Immobilien überschritten wird – und dann auch nur, wenn der Freibetrag nicht mehrfach ausgeschöpft wird. Das ist alle zehn Jahre möglich.

Trotz der Steuerbefreiung – und dem damit fehlenden Kaufpreis – fallen Kosten für die notarielle Beglaubigung des Schenkungsvertrags für das Haus und die Grundbuchänderung an. Hierzu wird der Verkehrswert der Immobilie benötigt. Unter Umständen wird ebenso ein Gutachten benötigt, dessen Kosten ab circa 500 Euro ebenfalls zu berücksichtigen sind.

Überschreitet der Verkehrswert den Freibetrag und / oder dieser wird nicht mehrmals ausgeschöpft, wird die Schenkungssteuer auf Immobilien fällig. Diese ist abhängig vom Verwandtschaftsgrad und dem Wert des Erbteils.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Am häufigsten gelesen


Entdecke unsere beliebtesten Artikel rund um das Thema Immobilien.

Mai 25, 20202 min lesen

Keine Zeit für die Wohnungsbesichtigung? Vermietet.de hilft!

Vor allem bei gefragten Objekten ist es schwierig, ausreichend Zeit für die Wohnungsbesichtigung zu finden – zusätzlich zu den übrigen Aufgaben als Vermieter. Wir von Vermietet.de ermöglichen Vermietern eine unkomplizierte Immobilienverwaltung, praktische Funktionen und Dienstleistungen rund um die Vermietung.

Unsere Live-Webinare
bringen Dich mit Experten & der Community zusammen


Sei gemeinsam mit anderen Vermietern dabei, wenn namenhafte Referenten praxisnahe Impulse für den Vermieter-Alltag geben. Stelle Deine Fragen im Chat und diskutiere im Anschluss die wichtigsten Aspekte des Vortrages mit der Community.

Leider bieten wir aktuell keine Webinare an.

Unsere Webinar-Aufzeichnungen
stehen Dir rund um die Uhr zur Verfügung


Du hast ein Webinar verpasst oder möchtest weitere spannende Inhalte entdecken? Dann lerne unsere Webinar-Aufzeichnungen kennen und finde genau das Thema, das für Dich und Deine Arbeit als Vermieter gerade relevant ist.

Mietnebenkostenabrechnungen für Ein- & Mehrfamilienhäuser In diesem Video klären wir die Grundlagen der Betriebskostenabrechnung und helfen Dir dabei, rechtssichere Abrechnungen zu erstellen. Das Video richtet sich primär an Eigentümer vermieteter Wohnungen in einer Wohnungseigentümergemeinschaft.
Dauer: 1:23 h Referent: Alexander Granaß, Rechtsanwalt und Notar
Mehr erfahren

Unsere Vermieter-Guides -
kostenlos für Dich zum Download


Neueste Artikel


Lese unsere neuesten Artikel auf Vermietet.de.

September 20, 20218 min lesen

Vordruck für die Betriebskostenabrechnung: Warum er nicht die Lösung für dein Problem ist!

Wie muss eine Betriebskostenabrechnung formell aussehen? Wie schreibt man eine Betriebskostenabrechnung für den Mieter? Du - und viele andere Vermieter - erhoffen sich durch einen Vordruck für eine Betriebskostenabrechnung Antworten zu finden, aber vor allem eine Arbeitserleichterung zu erhalten. Aber leider müssen wir dich direkt enttäuschen. Die Lösung für dein Problem sieht...
September 20, 20213 min lesen

Nebenkosten: So gestalten Sie die Abrechnung selbst

Einmal im Jahr steht sie an – die Nebenkostenabrechnung. Sie dient Mieter wie Vermietern gleichermaßen zur Verrechnung der neben der Miete angefallenen Kosten. Vermieter können diese Nebenkostenabrechnung selbst erstellen – dazu müssen sie aber die Betriebskostenverordnung kennen.
September 19, 20214 min lesen

So geht’s richtig: Im Mietvertrag die Nebenkosten angeben!

Muss man im Mietvertrag wirklich alle Nebenkosten auflisten? Oder reicht es, den “Mieter zur Übernahme der umlagefähigen Kosten” zu verpflichten? Rund um den Mietvertrag und die aufzunehmenden Nebenkosten herrscht leider viel Unwissenheit. Damit dir das Halbwissen nicht teuer zu stehen kommt, räumen wir nun endgültig alle Unklarheiten aus dem Weg!

Vermietet.de ist mehr als nur eine Plattform
für die Immobilienverwaltung


Du möchtest auf dem neusten Stand bleiben?
Werde Teil unserer Vermieter Community. Diskutiere mit Experten und erfahrenen Vermietern in unseren Social Media Gruppen oder abonniere einfach unseren Newslettern.

Unsere Vermieter-Community

Unser Newsletter


Interessen