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Dezember 17, 2019 | 3 Min Lesezeit

Immobilien auf Auktionen kaufen: Das musst Du wissen!

Immobilien auf Auktionen kaufen: Ob das gut gehen kann? Du solltest einige Dinge berücksichtigen, wenn Du ein Haus auf einer Auktion erwerben möchtest. Wir fassen Dir die wichtigsten Informationen zusammen.

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Immobilien auf Auktionen kaufen: Ob das gut gehen kann? Du solltest einige Dinge berücksichtigen, wenn Du ein Haus auf einer Auktion erwerben möchtest. Wir fassen Dir die wichtigsten Informationen zusammen.

Der aktuelle Wohnungsmarkt ist in vielen Städten und Gemeinden angespannt. Vor allem in Großstädten und Ballungsräumen ist Wohnraum knapp, insbesondere bezahlbarer Wohnraum. Aber es sind nicht nur die Mieten gestiegen, sondern auch die Immobilienpreise insgesamt. Die Überlegung, Insolvenzimmobilien zu kaufen, scheint für viele Kaufinteressenten eine echte Option zu sein.

Für gewöhnlich werden die Immobilien auf den Auktionen deutlich unter ihrem eigentlichen Verkehrswert angeboten. Zum einen können Gutachter die Immobilie oftmals nur von außen betrachten und bewerten, zum anderen wollen Gläubiger (in der Regel Banken) sicher gehen, dass sie zumindest einen Teil der Schulden durch die Haus-Auktion zurückbekommen.

Hier findest Du Termine für Zwangsversteigerungen

Wer Interesse an der Ersteigerung einer Insolvenzimmobilie hat, kann sich beim Amtsgericht erkundigen oder online nach einer Auktion suchen. Über das Justizportal des Bundes und der Länder werden alle Zwangsversteigerungstermine aller Gemeinden in Deutschland öffentlich gemacht. Darüber hinaus werden die Termine oft auch in Immobilienportalen, Kleinanzeigen oder ähnlichem bekanntgegeben.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Immobilien in Online-Auktionen zu ersteigern – zum Beispiel über die Deutsche Grundstücksauktionen AG. Hierzu musst Du Dich vorab in dem Portal registrieren und einen Bietantrag ausfüllen, durch den ein Mitarbeiter des Auktionshauses das von Dir definierte Gebot für die Immobilie abgeben darf.

Auktion Haus

Wie bietet man für Immobilien auf Auktionen?

Zwangsversteigerungen von Immobilien laufen, vereinfacht dargestellt, wie folgt ab:

  • Das Amtsgericht lässt von einem unabhängigen Sachverständigen ein Verkehrswertgutachten erstellen. Dieses können Interessenten vor dem Versteigerungstermin einsehen.
  • Am Versteigerungstermin erhalten die Bieter alle vorliegenden Objektdaten wie Verkehrswert, Baulasten, Auflagen und ähnliches. Anschließend nennt das Gericht das Mindestgebot und die Versteigerungsbedingungen.
  • In der folgenden Bietzeit (mindestens 30 Minuten) können Bieter ihre Gebote abgeben, weitere Fragen stellen oder mit den Gläubigern sprechen.
  • Nach Abgabe eines Gebots ist eine Sicherheitsleistung, meist in Höhe von 10 % des veranschlagten Verkehrswertes, zu leisten. Wird die Sicherheitsleistung angenommen, ist das Gebot wirksam. Außerdem wird die Identität des Bieters geprüft (durch einen Lichtbildausweis).
  • Nach Ende der Bietzeit wird das Höchstgebot und damit der Zuschlag für die Immobilien-Auktion bekanntgegeben.
  • Liegt das Höchstgebot unter 70 % des Verkehrswertes, kann der Gläubiger einen weiteren Versteigerungstermin ansetzen lassen. Die bisherigen Gebote wären dann unwirksam.

Was Du beim Bieten für Immobilien auf Auktionen beachten musst!

Sobald das Gebot wirksam ist, gilt dies als rechtsverbindlicher Vertragsabschluss. Du hast als Bieter auf Immobilien bei Auktionen kein Rücktrittsrecht. Das gilt auch in Bezug auf Gewährleistungsansprüche bezüglich etwaiger Mängel. Überlege also sehr gründlich, ob Du die Immobilie ersteigern möchtest. Unter Umständen bezieht sich das Gutachten nur auf den äußeren Eindruck der Immobilie. Über den Zustand und Mängel weißt Du im Vorfeld nicht viel. Die Renovierungskosten sind somit schlecht einschätzbar.

Neben den Kosten für die Immobilie musst Du eine Versteigerungsgebühr von 1 % und Gerichtskosten von 4 % auf den Zuschlagsbetrag zahlen. Zwar fallen bei Immobilien-Auktionen keine Notargebühren an, dafür aber die Kosten für die Grundbucheintragung.

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Andrea

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