Baugrundstücke finden leicht gemacht

Meerblick, City-Skyline oder Waldpanorama – bevor Sie mit der Errichtung Ihres Traumhauses beginnen können, steht die Suche des Grundstücks auf dem Plan. Doch was müssen Sie beachten, wenn Sie geeignete Baugrundstücke finden möchten? Wir von Vermietet.de erklären, auf welche Herausforderungen Sie sich einstellen müssen.

Ein Grundstück muss nicht zwangsläufig zum Bauen geeignet sein. In Deutschland werden folgende Arten unterschieden:

  • Forst- oder Wassergrundstück
  • Gartengrundstück
  • Landwirtschaftlich nutzbare Fläche
  • Bauland

Bei Letzterem gilt es, Bauland vom Bauerwartungsland zu trennen. Bauerwartungsland stellt eine mögliche Bebauung in Aussicht, während auf Bauland sicher gebaut werden darf. Wenn Sie zweifelsfreie Baugrundstücke finden möchten, sollten Sie sich bei der zuständigen Kommune nach Bebauungsplänen erkundigen. Diese werden aus den übergeordneten Flächennutzungsplänen entwickelt, um die Stadtentwicklung und Ordnung im Gemeindegebiet zu steuern. Auf diese Art erhalten Sie Aufschluss über die tatsächliche Nutzung und informieren sich über örtliche Vorgaben zur Bebauung. Unbebaute Grundstücke kommen beispielsweise nicht für Sie infrage, wenn zwei vollwertige Stockwerke geplant sind, aber der Bebauungsplan nur ein Geschoss plus Dachgeschoss erlaubt.

Wo und wie Sie Baugrundstücke finden

Bringen Sie Zeit mit! Im Internet finden Sie zwar eine Vielzahl von spezialisierten Portalen, die Ihnen die Suche nach Grundstücken zum Bauen erleichtern können. Dennoch kann einige Zeit ins Land gehen, bis Sie ein geeignetes Baugrundstück gefunden haben. Falls Sie auf diesem Wege keinen Erfolg haben, empfiehlt es sich besonders für unerfahrene Grundstücksinteressenten, einen Makler mit der Suche zu beauftragen. Der Experte verfügt meist über umfangreiches Know How und kennt die Herausforderungen beim Grundstückserwerb. So vermeiden Käufer ohne Vorkenntnisse nicht selten erhebliche Mehrkosten und andere unangenehme Überraschungen.

unbebaute-grundstuecke

Tipps:

  • Informieren Sie sich bei lokalen Erschließungsgesellschaften über aktuelle Projekte, deren Schwerpunkt in der Entwicklung von regionalen Baugebieten für Wohn- und Gewerbeimmobilien liegt. Dafür kaufen diese Gesellschaften Flächen und bieten in der Folge provisionsfrei attraktive, voll erschlossene Grundstücke für die individuelle Bebauung durch private Bauherren und Investoren an.
  • Sprechen Sie einen auf Baurecht spezialisierten Anwalt auf Ihre Bedürfnisse an. Bei einem ausführlichen Gespräch fragt Sie der Fachmann nach Ihren Anforderungen und klärt zudem über rechtliche Konsequenzen des Kaufs von Grundstücken auf.

Mit diesen Tipps haben vor allem Unerfahrene gute Chancen geeignete Baugrundstücke zu finden.

Welche Kriterien beeinflussen die Suche nach einem Baugrundstück?

Zunächst müssen Sie sich über die ideale Größe und Form des Grundstücks im Klaren sein. Danach muss die optimale Lage auf lange Sicht ermittelt werden. Dazu ist unter anderem Wissen über die örtliche Planung erforderlich. Autobahnen oder Flugrouten lassen den Lärmpegel spürbar steigen und das wirkt sich auf die Wohnqualität ebenso negativ aus wie auf den Wert Ihrer Immobilie.

Baugrundstücke zu finden ist im auch im Alleingang mit Kosten verbunden. Bevor Sie sich für ein Grundstück entscheiden, sollte ein Bodengutachten erstellt werden. Damit sind Sie in Bezug auf Eignung und Altlasten auf der sicheren Seite. Obwohl es etwas mehr kostet, sollten Sie nach einem erschlossenen Grundstück suchen. Die Erschließungskosten schlagen sich zwar im Preis nieder, jedoch bleiben Ihnen Kosten und Aufwand der Organisation von ausführenden Bauunternehmen erspart.

Sollte ich ein Grundstück pachten?

Wenn Sie Baugrundstücke finden wollen, stoßen Sie während der Suche wahrscheinlich auch auf Pachtangebote. Zwar sparen Sie bei dieser Variante bares Geld, da der Kaufpreis inklusive Finanzierungskosten gespart und in den Hausbau investiert werden kann. Der entscheidende Nachteil der Pacht besteht jedoch darin, dass das Grundstück nicht in den Besitz des Pächters übergeht. Im Gegensatz zu einem Hypothekendarlehen, das in der Regel nach 35 Jahren abbezahlt ist und mit dem Erwerb des Baugrundstücks einhergeht, geht der Pächter eine langjährige Zahlungsverpflichtung ein und muss damit rechnen, dass sein Haus von seinen Erben unter Wert abgetreten werden muss. Sie sollten daher in jedem Falle darauf achten, dass im Pachtvertrag ein Vorkaufsrecht zu Ihren Gunsten verankert ist. Die Pachtlaufzeit sollte zudem möglichst Ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Ist ein Grundstücksverkauf steuerfrei?

Wer ein Grundstück kaufen möchte, muss sich auf eine saftige Rechnung vom Finanzamt einstellen. Denn bei einem Grundstückskauf fällt einmalig die Grunderwerbssteuer an. Der Kaufpreis im Kaufvertrag gilt dabei als Bemessungsgrundlage. Die Höhe des Grunderwerbsteuergesetzes ist seit 1. Januar 2006 Ländersache. Am niedrigsten ist der Grunderwerbsteuersatz in Bayern und Sachsen. Dort müssen Immobilienkäufer jeweils 3,5 Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbssteuer an das Finanzamt abführen. Am meisten müssen Immobilienkäufer in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und im Saarland bezahlen. Dort beträgt der Grunderwerbsteuersatz jeweils 6,5 Prozent.

Wer eine selbst genutzte Immobilie verkauft, zahlt in der Regel keine Steuern. Handelt es sich um eine vermietete Immobilie, ist die Steuerfreiheit nach zehn Jahren gegeben. Bei einem unbebauten Grundstück ist jedoch dieser Vorteil seit April 2012 nicht gegeben, sodass auf die Einkünfte aus dem Grundstücksverkauf Steuern in Höhe von 25 Prozent zu entrichten sind.

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