Nicht ohne eine Baugrunderkundung – beim Hausbau auf der sicheren Seite sein

Wir von Vermietet.de wissen, dass eine gründliche Planung die „halbe Miete“ ist. Wir raten Ihnen daher, sich vor dem Bau einer Immobilie mithilfe einer Baugrunderkundung abzusichern. Dadurch wird festgestellt, ob das Grundstück den erforderlichen Anforderungen in Bezug auf die Grundwassersituation, das Verhalten des Baugrundes und anderen relevanten Faktoren entspricht.

Sie haben ein Grundstück gefunden, auf dem der geplante Neubau errichtet werden soll, mit dem Sie künftig Mieteinnahmen und Rendite erwirtschaften möchten? Damit ist der erste wichtige Schritt getan. Je nach Region ist es gar nicht so einfach, ein passendes und auch bezahlbares Baugrundstück zu finden. Eine Baugrunderkundung sollte der nächste Schritt sein. Dadurch lassen Sie von einem Gutachter feststellen, ob der Baugrund für das geplante Bauvorhaben geeignet ist. Auch wenn die Baugrunderkundung ergebnislos ist, Kosten entstehen Ihnen dennoch. Im besten Fall profitieren Sie von den Ergebnissen der Baugrunderkundung. Sie können die Baupläne anpassen und verhindern damit, dass das Bauvorhaben Mehraufwand und Mehrkosten verursacht.

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Ein Gutachten ist vor allem dann lohnenswert, wenn Sie das Grundstück an Bauträger verkaufen möchten. Dieser ist sicherlich eher bereit, einen guten Preis zu zahlen, wenn er sein Bauvorhaben auf einem passenden Grundstück realisieren kann.

Kosten für eine Baugrunderkundung

Eine Baugrunderkundung soll Sicherheiten schaffen, indem Risiken bei der Bebauung des Grundstücks reduziert werden. Sowohl bei privaten als auch gewerblichen sowie öffentlichen Bauvorhaben sollte hierzu ein Gutachter beauftragt werden. Eine unsachgemäße Baugrunderkundung würde am Ende unnötige Kosten verursachen – für die Untersuchung und die zusätzlichen Baumaßnahmen. Die Gebühr für die Beauftragung eines Baugrundsachverständigen wird je nach Aufwand und der anrechenbaren Kosten hinsichtlich der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) berechnet. So variieren die tatsächlichen Preise für die Erkundung von Baugrund bei jedem Grundstück.

Grundleistungen einer Baugrunderkundung

Der geotechnische Bericht der Baugrunderkundung sollte die folgenden Grundleistungen enthalten (Auszug aus der HOAI, geotechnische Leistungen):

  • Grundlagenermittlung und Erkundungskonzept: u.a. Ermittlung des Baugrund- und Grundwasser-Verhältnisses,
  • Beschreibung dieses Verhältnisses: u.a. Auswertung der Messungen, Darstellung der Labor-Untersuchungen, Festlegung der Baugrundkennwerte,
  • Beurteilung und Empfehlung für die Gründung mit Angaben der geotechnischen Bemessungsparameter,
  • Hinweise zu erwartbaren Setzungen im Erdreich, zur Herstellung und Trockenhaltung der Baugrube und des Bauwerks, geotechnische Eignung des Aushubmaterials.

Wenn höhere Anforderungen und Zusatzleistungen vom Sachverständigen gewünscht sind, steigen dementsprechend die Kosten für das Gutachten.

Was wird bei einer Baugrunderkundung gemacht?

Um valide Ergebnisse und Empfehlungen für das Baugrundstück liefern zu können, werden verschiedene Verfahren zur Baugrunderkundung angewendet. Die gängigen Methoden sind Baugrundaufschlüsse, bodenmechanische Laboruntersuchungen und Feldversuche. Hierzu werden Kernbohrungen, Drucksondierungen, Grundwassermessungen oder Kampfmittelortungen angewendet, um zuverlässige Messwerte zu erhalten und Einschätzungen über den Baugrund treffen zu können. Welche Verfahren konkret bei einer Baugrunderkundung angewandt werden, hängt wiederum von dem jeweiligen Grundstück ab. Der Baugrundsachverständige wählt dementsprechend die passenden Verfahren aus, beauftragt und überwacht die entsprechenden Arbeiten.

Fazit: Spätestens, wenn Sie ein vergleichsweise größeres Bauprojekt starten – etwa den Bau eines Mietshauses – und mit der Immobilie Kapital investieren, sollten Sie sich für eine Baugrunderkundung entscheiden. In der Phase vor dem Baubeginn haben Sie noch alle Möglichkeiten, Pläne anzupassen und potenzielle Risiken zu minimieren. Selbst privaten Bauherren ist ein solches Gutachten zu empfehlen, denn auch sie investieren eine hohe Summe in ihr Eigenheim.

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