Die Emotion dahinter – Vermieterrisiken und der Umgang damit

Geld verdienen und nichts dafür tun? Viele Menschen sind überzeugt, dass die Generierung von passivem Einkommen durch Immobilien keinen Einsatz erfordert. Doch Konflikte sind nicht die Ausnahme, da erfordert es Nerven wie Drahtseile und langen Atem.

Es ist ein schöner Gedanke, der monatliche Blick aufs Konto und die Mieten strömen herein. Doch nicht immer läuft alles reibungslos. Was also tun, wenn der Mieter die Miete aus verschiedensten Gründen nicht zahlen kann? Ganz gleich ob die Miete durch Jobverlust nicht mehr gezahlt werden kann oder nach einer Trennung ein Konflikt aufgrund von Schäden oder der Begleichung von Nebenkosten entsteht, es erfordert Geduld und Feingefühl, Schadensbegrenzung zu betreiben, um mit dem Mieter eine Einigung zu erzielen.

Empathie und Lösungsorientierung

Bei der Verhandlung über mögliche Lösungswege haben beide Parteien vollständig unterschiedliche Interessen. Mietzahlungen, aufgelaufene Nebenkosten oder Schäden an der Mietsache selbst – beide Seiten sehen sich mit einer elementaren Belastung konfrontiert, daher gilt es zunächst, gegenseitiges Verständnis zu schaffen und sich in die Situation des gegenüber hineinzuversetzen. Diese Art der Kommunikation ist zeitintensiv und nervenaufreibend Lösen Sie sich von persönlichen Emotionen, um einen Fokus für die wirklich wichtigen Punkte zu entwickeln: Die Lösung der finanziellen Herausforderung.

Frustration ist ein Teil auf dem Weg zur Akzeptanz, doch sollten Sie sich mit diesem Stadium nicht lange aufhalten. Machen Sie sich bewusst, dass Sie in Ihrer Vermieterrolle durchaus jederzeit das sogenannte Vermieterrisiko tragen. Ob Zinsänderungsrisiken, steuerliche Neuerungen oder eben Mietausfall, dies alles sind Bestandteile des Vermieteralltags, ebenso wie der monatliche Mieteingang – so er denn kommt.

Nach mir die Sintflut?

Entwickeln Sie Verständnis dafür, dass Ihr Mieter Ihre Situation nicht kennen kann. Es mag scheinen, dass er keine Empathie für Ihre Verpflichtungen entwickelt, vielleicht macht er sogar den Eindruck, als hätten Sie bereits genug Geld mit seiner Miete verdient. Doch zum Einen befindet er sich ebenfalls in einer emotionalen Ausnahmesituation, zum anderen kann er die Verpflichtungen und Risiken, die Sie tagtäglich erleben, nicht kennen. Die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, zeichnet auch erfolgreiche Menschen aus – das schließt Sie als Immobilienbesitzer ein. Doch auch wenn Ihnen die Rationalisierung schwer fällt, ist dies kein Weltuntergang: Holen Sie einen Mediator ins Boot, der beiden Seiten die Augen öffnet und zwischen Ihren Bedürfnissen vermittelt.

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Eine weitere Methode, emotionalen Abstand zu gewinnen, ist eine Auszeit von diesem belastenden Thema. Nutzen Sie diese, um eine Strategie zu entwickeln, die Sie nah an ihr Ziel bringt. Je detaillierter Sie diese ausarbeiten, desto eher wird Sie funktionieren.

Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Was möchte ich bei diesem Konflikt genau erreichen?
  • Was wird meine Gegenseite erreichen wollen?
  • Welche Interessen haben wir gemeinsam, die eine Lösung ermöglichen?
  • Welchen Bezug habe ich zu der Immobilie?
  • Welchen Bedürfnis bediene ich mit der Immobilie?

Mit der richtigen Einstellung und positiven Gedanken zum Erfolg

Können Sie diese Fragen für sich klar beantworten, ist das ein guter Schritt in Richtung einer Lösung. Mit einer positiven Einstellung, dem Willen zur Lösungsfindung und und Leidenschaft für Ihre Immobilie können Sie auch aussichtslose Situationen bewältigen, gleich, ob es sich um Versicherungsschäden, teure Anschlussfinanzierungen oder eben einen Mietausfall handelt. Dieses Mindset ermöglicht es Ihnen, gut vorbereitet Herausforderungen zu begegnen und die Vorzüge Ihres Investments in vollem Umfang geniessen zu können.

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