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Baufinanzierung – Möglichkeiten und Wege für den Kauf einer Immobilie

Der Kauf einer Immobilie wird in der Regel durch eine Baufinanzierung abgesichert. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, wobei sich die Konditionen für die Baufinanzierung recht stark unterscheiden können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie die verschiedenen Optionen gut vergleichen und an Ihre persönliche Situation anpassen. Lesen Sie mehr.

Sichere Baufinanzierung für Grundstück oder Eigenheim

Das wichtigste Element der Baufinanzierung ist die Sicherheit, dass die Verbindlichkeiten bedient werden können. Da die Baukredite in der Regel über viele Jahre laufen, ist es wichtig, dass Sie eine sichere finanzielle Grundlage haben, bevor Sie sich für eine Baufinanzierung für Ihr Haus entscheiden. Dies bedeutet, dass Sie auch Engpässe, die beispielsweise durch eine vorübergehende Arbeitslosigkeit oder eine längere Erkrankung überwinden können. Auch die Geburt von Kindern oder die Pflege der Eltern kann zu einer vorübergehenden Minderung des Einkommens führen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Sie nicht zu knapp finanzieren, sondern grundsätzlich einen Puffer einbauen, um aufkommende Risiken abzufedern.

Baufinanzierung und die Voraussetzungen

Die grundlegende Voraussetzung bei der Baufinanzierung liegt in einem gesicherten Einkommen und einer sehr guten Bonität. Das Einkommen muss die Kosten für den Kredit, für die Erhaltung des Hauses und für die Lebenshaltung abdecken können. Ihre Bank wird angesichts Ihrer persönlichen und familiären Situation eine entsprechende Kostenrechnung aufstellen. Wenn Sie in der Vergangenheit Schulden hatten, die in der Schufa verzeichnet sind, kann es zu Problemen mit der Kreditvergabe für eine Baufinanzierung kommen. Dem wirken Sie entgegen, indem Sie die Schulden begleichen und eine Löschung der entsprechenden Daten in der Schufa und in anderen Auskunfteien erwirken. Bis die Daten aktualisiert wurden, kann es etwa drei Monate dauern. Dann sollte der Finanzierung nichts mehr im Wege stehen.

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Wichtig ist weiterhin, dass Sie Ihrer Berufstätigkeit bereits für einen längeren Zeitraum nachgehen, denn eine wichtige Voraussetzung für die Baufinanzierung ein unbefristeter Arbeitsvertrag. Wenn Sie in einer gehobenen Position oder in einem Beamtenverhältnis stehen, wirkt sich dies ebenfalls positiv auf Ihre allgemeine Bewertung aus. Auch Beschäftigte im Öffentlichen Dienst genießen bei der Kreditvergabe für einen Baukredit Vorteile in Form von günstigen Zinsen. Die mit der Tätigkeit im Öffentlichen Dienst verbundenen Aufstiegschancen, die oftmals mit einem höheren Gehalt verbunden sind, werden ebenfalls positiv gewertet.

Die Säulen einer soliden Baufinanzierung

Eine sichere und solide Finanzierung steht auf mehreren Säulen. Zunächst ist es wichtig, dass Sie einen Anteil der Finanzierungssumme als Eigenkapital einbringen. Bausparverträge, die zuteilungsreif sind, fließen ebenfalls in die Finanzierung ein. Unter dem Vorliegen bestimmter Voraussetzungen können Sie Förderkredite für Ihr Bauvorhaben beantragen. Die Restsumme wird mit einem Bankkredit finanziert.

Das Eigenkapital

Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Teil der Finanzierungssumme aus eigenen Mitteln beisteuern können. Dazu gehört nicht nur Bargeld, sondern auch ein Grundstück, das sich in Ihrem Besitz befindet, oder die Eigenleistung beim Bau des Hauses. Wenn Sie nicht schlüsselfertig bauen, können Sie die Kosten für die Tätigkeit der Handwerker deutlich reduzieren. Abhängig von Ihren Fähigkeiten übernehmen Sie einen Teil des Innenausbaus Ihres Hauses und reduzieren auf diese Weise die Kreditsumme, was als Eigenkapital gewertet wird. Als Richtwert sollten Sie für eine solide Finanzierung 20 bis 30 Prozent der Finanzierungssumme als Eigenkapital bereithalten.

Der Bausparvertrag

Mit einem Bausparvertrag bereiten Sie sich bis zu sieben Jahre auf die Baufinanzierung vor. Bevor Sie sich für den Abschluss entscheiden, ist ein Bausparvertragsvergleich empfehlenswert, da die Kreditinstitute Verträge mit unterschiedlichen Konditionen anbieten. Dies betrifft vor allem die Zinsen, die Sie für den angesparten Teil der Summe bekommen, aber auch die Zinsen, welche Sie später zahlen werden. In den Bausparvertrag können vermögenswirksame Leistungen einfließen. Sie sparen etwa 40 Prozent der Summe an und bekommen den Rest dann zu besonders günstigen Bedingungen angeboten.

Die Inanspruchnahme von Förderkrediten

Förderkredite gibt es für junge Familien, aber auch für eine Altbausanierung oder für den Bau eines besonders energieeffizienten Hauses. Erkundigen Sie sich bei der KfW-Bank nach den aktuellen Programmen, bevor Sie mit der Aufschlüsselung der Finanzierung beginnen. Die Förderkredite sind an das Bauvorhaben gebunden und können nicht zweckentfremdet eingesetzt werden. Auch hier profitieren Sie von besonders günstigen Konditionen.

Der Bankkredit

Mit dem klassischen Bankkredit sichern Sie die Restfinanzierung ab, die sich ergibt, wenn Sie alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Bankkredite sind an das Bauvorhaben gebunden und werden im Grundbuch eingetragen. Üblicherweise läuft die Baufinanzierung über einen Bankkredit für zehn bis 20 Jahre. Danach erfolgt eine Anschlussfinanzierung, die Zinsen können von der ursprünglichen Festlegung stark abweichen. Wenn Sie in Zeiten günstiger Zinsen eine Baufinanzierung abgeschlossen haben, können sich die Raten der Anschlussfinanzierung deutlich erhöhen, sollten die Zinsen im Laufe des ersten Finanzierungszeitraumes steigen. Dies sollten Sie im Blick haben, wenn Sie eine Baufinanzierung planen und Ihr Einkommen zugrunde legen.

Konditionen für eine Immobilienfinanzierung vergleichen

Streben Sie eine Baufinanzierung mit einem Bankkredit an, ist es sehr wichtig, dass Sie die Baufinanzierung und deren Konditionen miteinander vergleichen. Viele Kunden lassen sich von ihrer Hausbank ein Angebot machen, dem sie dann aus Bequemlichkeit oder Pflichtgefühl zustimmen. Dies ist jedoch ein Fehler, denn nicht immer bietet die Hausbank die günstigsten Bedingungen an. Wenn sich der Zinssatz nur um wenige Prozentpunkte hinter dem Komma unterscheidet, kann dies, gemessen an der langen Laufzeit, Mehrkosten von mehreren hundert Euro zur Folge haben. Nutzen Sie deshalb einen Baukreditrechner, um sich die Zinsen und die Tilgung auszurechnen und die Konditionen wirklich bis ins Detail zu vergleichen.

Finanzierung mit der Bank vereinbaren

Die Einzelheiten der Finanzierung vereinbaren Sie mit der von Ihnen gewählten Bank. Dabei ist es wichtig, dass Sie eine passende Laufzeit wählen und eine Festschreibung der Zinsen erreichen. Grundsätzlich ist es möglich, auch einen variablen Zinssatz zu vereinbaren. Empfehlenswert ist dies aber nur, wenn die Zinsen zum Zeitpunkt des Kreditabschlusses sehr hoch sind und eine zeitnahe Senkung zu erwarten ist. Wenn Sie die Finanzierung in Zeiten niedriger Zinsen abschließen, sollten Sie eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbaren und auch eine lange Laufzeit wählen. So sichern Sie sich die günstigen Zinsen und zahlen gleichbleibende Raten, die sich in Ihrem Haushaltsplan sehr gut kalkulieren lassen. Die Anschlussfinanzierung und deren Zinsen können dann höher sein, was Sie in Ihrer Baufinanzierung dringend einplanen sollten.

Baufinanzierung umschulden

Das Baufinanzierung umschulden kann notwendig werden, wenn der Kredit zu teuer ist oder wenn Sie aufgrund der Veränderung Ihrer persönlichen Situation die Baufinanzierung nicht mehr bedienen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie schlüsselfertig bauen möchten oder sich für eine Altbausanierung entschieden haben und im Nachhinein feststellen, dass die Finanzierung nicht auf einer soliden Grundlage steht. Viele Banken sind bereit, eine Baufinanzierung umzuschulden. Eine längere Laufzeit, aber auch günstigere Zinsen können die Raten senken.

Bevor Sie sich für den Verkauf des Hauses entscheiden, sollten Sie immer eine Umschuldung in Erwägung ziehen. In vielen Fällen entspannt sich die finanzielle Situation wieder und Sie können die Raten wieder begleichen und auf diese Weise Ihr Eigentum erhalten.

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